Porsche 911 by Singer Vehicle Design

Porsche 911 by Singer Vehicle Design

— 25.06.2016

Singer verpasst 911er fast 400 PS

Das neueste Projekt von Singer Vehicle Design ist ein weißer Rechtslenker. Der getunte 911er hat vier Liter Hubraum, sechs Gänge und fast 400 PS!

Es gibt Leute, die besitzen einen Porsche 964er, wollen aber gerne ein Auto mit heutiger Technik fahren und haben jede Menge Geld. Für solche Porsche-Besitzer hat die Sportwagen-Schmiede Singer Vehicle Design aus Los Angeles einen rechtsgelenkten 911 von 1990 über den Atlantik geholt, komplett überarbeitet und zurück zum Besitzer geschickt. Weil der in Newcastle lebt, heißt das neueste Singer-Projekt genau so und ist ziemlich beeindruckend – wie auf dem Festival of Speed in Goodwood zu sehen war, wo der Wagen präsentiert wurde.

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Raffinierte Details

Hier bringen vier Liter Hubraum fast 400 PS.

Wie ein Neuwagen kommt der in Singer Racingweiß gespritzte Elfer daher. Je genauer man hinguckt, desto mehr raffinierte Details fallen auf. Das Wichtigste zuerst: Unter der Heckklappe sägt ein natürlich beatmeter 4,0-Liter Porsche Boxer mit knapp 400 PS, genug, um Supercars anderer Hersteller zu ärgern. Das sollte gerade in Verbindung mit dem neuen Sechsgang-Getriebe möglich sein. Die überarbeitete Karosserie ist in großen Teilen aus Karbon-Fasern gefertigt, nur die Türen stammen vom Werk. Der kleine Heckspoiler fährt sich ab 60 Meilen aus, eine Geschwindigkeit, die nach einem 3,3-Sekunden-Sprint erreicht wird.

Dunkelblau ist das Lederinterieur, das Lenkrad sitzt rechts im "Newcastle"-Porsche.

Was einst aus Chrom war, ist beim Newcastle-Elfer aus vernickeltem Kompositmaterial, sprich Plastik. Ob Rückspiegel oder Fensterrahmen, matt glänzen die Details. Die Rennsitze sind mit dunkelblauem Leder bezogen, wie auch die Oberseite des Motorraums und natürlich der Kofferraum. Die Fuchs-Tiefbettfelgen tragen den gleichen Farbton. "Die beste Technik des 21. Jahrhunderts", sagt der freundliche Singer-Monteur, treibt diesen Porsche, der 1990 erstmals rollte. Und mit dem er bis auf die Form kaum mehr etwas gemein hat. Getankt wird über einen zentralen Verschluss, der mitten in der Kofferraumhaube sitzt. Mindestens 4000 Arbeitsstunden stecken in dem Auto, und jede Menge Entwicklungsarbeit, beispielsweise für die Hightech-Scheinwerfer hinter klarem Plexiglas. Trotz allem ist der Wagen 200 Kilo leichter als das Original. Solch ein Auto kostet sechstellig, keine Frage. Sicher gibt es dafür manch anderes Supercar, aber eben keinen Porsche 911 veredelt durch Singer Vehicle Design.

"Florida" und "North Carolina"

Kürzlich zeigten die Amerikaner gleich zwei 911er Baujahr 1990 und 1991, die durch einen grundlegenden Umbau gut 20 Jahre älter – und viele sagen edler – gemacht wurden. Premiere feierten sie auf dem Concours d'Elegance in Amelia Island (USA).

Neu aufgebaut: Singer Porsche 911 Targa

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Das Singer-Projekt "North Carolina" bekam ein blutrotes Finish.

Das Resultat kann sich wahrlich sehen lassen. Der blutrote 911 "North Carolina" Baujahr 1991 wirkt ebenso smooth und elegant wie sein Bruder in "Hemingway-Blau", das 1990 "Florida Car", beide benannt nach ihrer künftigen Heimat. Beiden gemein ist die bekannte Carbon-Karosserie von Singer, ein Sechsgang-Schaltgetriebe und ein Leder-Interieur, das beim North Carolina Car in schwarzem Gittermuster und beim Florida-911er in sandbeige gewebtem Schwedenleder ausfällt. Ebenso zur Ausstattung gehört eine 4.0-Liter-Sechszylinder-Ed-Pink-Rennmaschine mit 396 PS, Brembo-Bremsen und renntaugliche Radaufhängungen vom schwedischen Hersteller Öhlins. Der Tankeinfüllstutzen befindet sich wie bei den rund 40 Vorgängermodellen mitten auf der Vorderhaube.

Klassische Porsche 911 im Vergleichstest

Porsche 911 2.0 Porsche 911 Turbo 3.3 Porsche 911 T

Der Wagen namens Florida wurde Hemingway-blau.

Wer einen Porsche 911 designed by Singer ordern möchte, muss indes nicht nur recht liquide, sondern auch geduldig sein. Laut dem Portal "Slashgear" werden Bestellungen erst wieder ab November 2016 entgegengenommen, die Umbauphase dauere nahezu ein Jahr. Als Preis muss der Retro-Liebhaber mindestens 350.000 Dollar einplanen, die Grenze nach oben hängt ganz von den individuelle Kundenwünschen ab.

Porsche 911 by Singer Vehicle Design

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Retro-Cars Singer

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