Porsche 911 Carrera Cabrio

Porsche 911 Carrera Cabrio

— 14.02.2005

Auf ein neues

Zehn Monate nach dem Coup bringt Porsche nun die offene Version des Carrera. Fazit nach der ersten Ausfahrt: Wer hier keine Frhlingsgefhle bekommt, ist selber Schuld.

Perfektionismus unterm Blech

Was knnte peinlicher sein als das Umspringen der Ampel auf Grn, und der Striptease, der das edle Gefhrt klipp-klapp in ein Cabrio verwandelt, ist noch nicht fertig? So mancher Roadster-Fahrer kennt diese Nummer. Wie uncool. Passiert einem Porsche-Fahrer nicht. Knopf drcken, in Ruhe losfahren und 20 Sekunden spter ist alles sauber verdeckelt. Klappt bis Tempo 50. Strefreier lt sich ein Cabrio nicht ffnen. Hut ab auch fr das, was dann kommt. Selbst wenn es sich Normalbrgern wohl nur selten oder nie erschlieen wird. Denn mindestens 85.176 Euro sind ntig, um hinter dem Lenkrad des neuen 911 Carrera Cabrios (intern 997 genannt) zu sitzen. Der etwas strkere Carrera S (355 PS) kostet sogar 95.152 Euro.

Es gehrt nicht viel Phantasie dazu, sich auszumalen, da daraus mit ein paar Extras leicht ber 100.000 Euro werden. Eine stolze Summe, fr die der Kunde einiges erwarten darf. Und auch bekommt. Schon auf den ersten Kilometern wird klar, wieviel Leidenschaft die Ingenieure unters Blech des Carrera gesteckt haben. Aber auch wieviel Pefektionismus. Das Auto ist in sich so stimmig wie nur wenige andere, dokumentiert den hohen Grad an Evolution im "Neun-Elfer".

Alles, was an Sportlichkeit, Leichtbau, Agilitt und Handlichkeit bereits im Coup mitfhrt das Cabrio steht ihm in nichts nach. Wer den Wagen als Power-Porsche nutzen will, kein Problem. Fnf Sekunden bis 100, sechs Gnge leicht und exakt gewechselt, schon steht die Nadel auf 285 km/h. Doch Tempo machen knnen andere auch. Richtig Fahrfreude kommt auf, sobald wohlgeformte, nicht zu enge Kurven den Kurs bestimmen. Hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen, der Porsche von der Konkurrenz.

Auch offen eine aktive Fahrmaschine

Leicht und przise lt sich der Carrera einlenken, liefert perfekte Rckmeldung darber, was sich drauen unter den Reifen abspielt. Zum guten Gefhl trgt auch die steife Karosserie bei. Dazu gesellt sich ein Fahrwerk, das keinen Grenzbereich mehr zu kennen scheint und zusammen mit den Bremsen zum Feinsten gehrt, was Rder trgt. Im offenen Cabrio macht all das noch eine Idee mehr Spa als im Coup. Weil zum einen der sonore Klang des Sechszylinder-Boxers ungedmpfter ans Ohr dringt, ohne jedoch aufdringlich laut zu werden, und weil zum anderen ganz einfach die frische Luft und der sonnige Himmel Haupt und Hirn verwhnen. Ohne fiese Turbulenzen.

Die Passagiere sind weitgehend windgeschtzt, da sich im Gegensatz zum Vorgngermodell jetzt auch die kleinen hinteren Dreiecksfenster elektrisch hochfahren lassen. Weicheren Naturen steht noch ein faltbares Windschott zur Verfgung, das allerdings keinen Ingenieurpreis verdient. berflssig zu erwhnen, da Porsche auch in Sachen Sicherheit ganz vorn mitfhrt: Selbst seitliche Kopfairbags gibt es, und hinter den klappbaren Minircksitzen stecken zwei dicke Rohrbgel, die per Federkraft hochschnellen, sollte dem Wagen ein schwerer Unfall mit berschlag drohen.

Ohne Zweifel, den Entwicklern in Weissach ist mit dem Carrera Cabrio wieder einmal eine uerst aktive Fahrmaschine gelungen, bei der man sich fragt: Was soll hiernach eigentlich noch besseres kommen? So gesehen, haben sich die Porsche-Leute ihre Zukunft nicht gerade leichter gemacht.

Technische Daten Sechszylinder-Boxermotor, lngs im Heck vier Ventile je Zylinder Hubraum 3596 cm Leistung 325 PS bei 6800/min max. Drehmoment 370 Nm bei 4250/min Heckantrieb Sechsgang Einzelradaufhngung vorn und hinten Reifen 235/40 ZR 18 vorn, 265/40 ZR 18 hinten Kofferraum 135 l Tank 64 l Lnge/Breite/Hhe 4427/1808/1310 mm Leergewicht 1480 kg 0100 km/h in 5,2 s Spitze 285 km/h Verbrauch 11,2 l Super plus Preis 85.176 Euro

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