Porsche 911 Carrera/Lotus Evora S 2+0: Vergleich — 07.07.2011
Eine ganz enge Kiste
Bisher war Lotus nur bekannt für Autoblüten. Doch mit dem 350 PS starken Evora S wildern die Engländer jetzt im 911-Revier. Was hat der alternde Schwabe dem englischen Jungspund entgegenzusetzen?
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Auf längeren Touren schmerzt zudem irgendwann der linke Fuß, weil er nirgends eine vernünftige Ruheposition findet. Evora-Enthusiasten lächeln natürlich über solche Erbsenzählerei. Nein, sie zieht es nicht auf die Autobahn, sondern vielmehr auf die Rennstrecke. Je enger, desto besser. ESP ist serienmäßig an Bord – ein Novum in der Lotus-Historie. Durch Drücken der Sporttaste öffnet sich der Klappenauspuff früher, der Evora S hängt besser am Gas und legt entschlossen los. Steif fühlt er sich an. Wie ein Wettbewerbsauto. Spritzig dreht der aufgeladene V6 bis zur Drehzahlgrenze von 7200 Umdrehungen. Besonders obenraus wirkt er lebendiger als der Porsche. Sein superdirektes Einlenkverhalten erfordert Gewöhnung; jede kleine Lenkradbewegung wird extrem trocken übersetzt. Sehr lange bleibt er neutral und zeigt beim Gaslupfen einen gutmütigen Lastwechsel, der genau jenen instabilen Fahrzustand erzeugt, um Bestzeiten zu fahren. Auf der AUTO BILD-Hausstrecke – dem Contidrom bei Hannover – nimmt das englische Mittelmotor-Coupé dem Elfer dann auch tatsächlich rund eine Sekunde ab – eindeutiges Indiz für sein hervorragendes Handling.Der Porsche wirkt auf der Rennpiste selbst mit gedrückter Sporttaste kompromissbereiter, nervöser, nachgiebiger und damit komfortabler. Beim Anbremsen und in den Kurven zeigt er mehr Karosseriebewegungen und fordert stärkere Lenkkorrekturen. Viel schneller und viel stärker kommt er ins Übersteuern, wenn sein Fahrer mit dem Gaspedal spielt. Klar, der Sechszylinder macht ordentlich Musik. Doch gegen das giftige Kompressor-Sägen des Lotus-V6 klingt der 911-Boxerhusten fast wie ein Katarrh im Kehlkopf; 3.6er-Carrera sind eben weniger gut bei Stimme als ihre 3,8-Liter-Brüder. Erstaunlich: Im direkten Evora-S-Carrera- Vergleich macht der 911 einen verweichlichten Eindruck. Wer ihm Böses will, nennt ihn Altherren-Sportwagen. Macht nichts. Unterm Strich zeigt der alte Zampano aus Zuffenhausen aber mal wieder, dass er als Allround-Sportler unschlagbar ist – und das trotz seines Preisnachteils von mindestens 15.000 Euro. Platzangebot, Komfort, Antrieb und der niedrigere Verbrauch sprechen klar für den Porsche 911 Carrera. Nur auf der Rennpiste ist der aufgeladene Lotus wegen des Mittelmotors besser. Das wiederum ist ein ganz wichtiger Prestigeerfolg – über den sich nicht nur Colin Chapman und Ferry Porsche die Köpfe heiß reden könnten.
| Technische Daten | Lotus Evora S 2+0 | Porsche 911 Carrera |
|---|---|---|
| Motor | V6, Kompressor, Mittelmotor | Sechszylinder, Boxer, hinten längs |
| Hubraum | 3498 cm³ | 3614 cm³ |
| kW (PS) bei U/min | 257 (350)/7000 | 254 (345)/6500 |
| Nm bei U/min | 400/4500 | 390/4400 |
| Höchstgeschwindigkeit | 277 km/h | 289 km/h |
| Getriebe | Sechsgang manuell | Sechsgang manuell |
| Antrieb | Hinterradantrieb | Hinterradantrieb |
| 0–100 km/h | 4,6 s | 4,6 s |
| Preis in Euro | 73.265 | 90.661 |
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Kommentare zum Artikel (47)
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@Linksgut
...die Armut wird die meisten Deutschen aus ihren Autos vertreiben.
PORSCHE ist was für IMPOTENTE SCHÜRZENJÄGER, eine SCHWANZPROTHESE
Unglaublich! Fast im gesamten Artikel geht der Lotus als das bessere Fahrzeug heraus, und dennoch kommt der Autor am Schluss zum Punkt, dass der Porsche gewinnt. Ich staune über das Herleitungsvermögen dieser Person.
@louis de f...: da habe ich aber andere infos, selbst auf den offiziellen seiten stehts! also nicht so nen schwachsinn verbreiten nur weil man porsche fan ist!
Wählt alle links (SPD, Grüne, Die Linken), dann verschwinden diese Autos von unseren Straßen.