Porsche 911 G-Serie: Tuning von DP Motorsport — 15.11.2011

Leichtbau-Porsche

DP Motorsport aus Overath erleichtert die Porsche 911 G-Serie um mehrere Hundert Kilo. Wermutstropfen: Zwischen 1336 und nur noch 870 Kilo liegen gut 20.000 Euro.

Porsche-Tuner DP Motorsport versorgt Besitzer eines klassischen Porsche 911 mit ganz speziellen Tuning-Teilen. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen mit Sitz in Overath auf die als "Faltenbalg-Porsche" bekannt gewordene G-Serie (ab 1973). Besonderheit dieses Typs sind unter anderem die speziellen Pralldämpfer-Stoßstangen, die damals durch ein Gesetz in den USA zur Pflicht wurden. Demnach mussten alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit Stoßstangen ausgestattet sein, die Stöße bis zu einer Geschwindigkeit von acht km/h unbeschadet überstehen. In Deutschland standen die Pralldämpfer auf der Liste aufpreispflichtiger Extras. Interessant sind die Maßnahmen zur Reduzierung des Fahrzeuggewichts, die DP Motorsport betreibt.

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310 PS leistet der 3,6-Liter-Sechszylinder im bis an die Schmerzgrenze abgespeckten DP11G.

Rollt ein 911er modifiziert als DP11G vom Gelände des Tuners, wiegt er nur noch 870 Kilo. Hat also im besten Fall – abhänig von Ausstattung und Motorisierung – rund 460 Kilo Gewicht verloren. DP Motorsport ersetzt beispielsweise die relativ schweren, originalen Front- und Heckschürzen gegen Leichtbau-Ausführungen aus GFK, Epoxy GFK oder Carbon. Gleiches gilt für Dachhaut, Fronthaube, Kotflügel, Motorhaube und Türen. Ähnlich wie im Rennsport tauscht das Unternehmen auf Wunsch sämtliche Scheiben des 911 durch Plexiglas aus. Selbst Kleinteile wie die 240 Gramm leichten Lampenringe reduziert DP auf gut die Hälfte des Gewichts des Originalteils. Die Abspeck-Orgie zugunsten deutlich verbesserter Fahrdynamik wird auch im Innenraum des Fahrzeugs konsequent umgesetzt: komplett ausgeräumte Zelle, Carbon-Amaturenbrett, Leichtbau-Sportsitze.

Die Maßnahmen zur Optimierung des Fahrzeuggewichts kommen freilich erst mit dem Einsatz einer starken Maschine voll zur Geltung. Im DP11G verrichtet der bekannte 3,6-Liter-Boxer mit zwei "offenen" Luftfiltern seinen Dienst. Der Sechszylinder setzt so 310 PS frei. Die Kraftübertragung erfolgt mittes Fünfgang-Schaltung. Zur Schlupfminderung erhält der 911 ein sogenanntes LSD (Limited Slip Differential). Vom derart abgerüsteten "Faltenbalg-Porsche" sind bisher keine Fahrwerte bekannt. Aber: Auf die Spitze getrieben summiert sich das gesamte Tuning schnell auf über 20.000 Euro.

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Kommentare zum Artikel (6)

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gildo
21.11.2011, 06:03Uhr

Tja liebe Porschefahrer - so sieht ein 911 als Sportwagen aus. Extrem gut gelungen. Jetzt noch den Motor mehr Richtung Mitte schieben und die Kiste wär ein Renner. Um Welten besser als das neuste VAG-Angebot.

nixio
19.11.2011, 20:59Uhr

Der "bekannte" 3,6l ist auch eher aus dem 964 als aus dem G-Modell bekannt...

Branson
19.11.2011, 04:42Uhr

Es heißt übrigens 'Armaturen', nicht 'Amaturen'. :)

NitrousDrift
17.11.2011, 18:39Uhr

Sind die Scheiben wirklich aus Plexiglas? Oder nicht doch eher aus Makrolon? Naja egal...
Ich finde übrigens, das 20.000€ für so ein Komplettpaket relativ günstig ist. Man sollte diesen Porsche am besten mal fahrtechnisch mit einer Elise der ersten Generation vergleichen.

Herr Duden
16.11.2011, 22:19Uhr

An den Autor:

Darf ich Ihnen Hilfe in Form von Korrekturlesen anbieten? Dann unterblieben vielleicht solche Schnitzer wie "erziehlt" oder "mittes" in diesem Artikel, "aufseheneregend" im anderen und sonstige Flüchtigkeitsfehler.

Beste Grüsse

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