Porsche 911 GT2 RS (2017): Test

Porsche 911 GT2 RS (2017): Test

Porsche 911 GT2 RS (2017): Test, Preis, Marktstart, Technische Daten

— 02.07.2017

Mehr 911 geht nicht!

Mit dem GT2 RS bringt Porsche den brutalsten 911 aller Zeiten! Der Turbo leistet 700 PS und 750 Nm, Topspeed 340 km/h. AUTO BILD hat alle Infos und die Sitzprobe!

Vorstellung: Strkster Serien-Elfer aller Zeiten
Interieur: Rennsportgene, aber nicht vollstndig kompromisslos (UPDATE!)
Ausstattung: Weissach-Paket fr nochmal 30 Kilogramm weniger
Motor und Preis: 700 PS und 750 Nm aus 3,8-Liter Hubraum

Vorstellung: Strkster Serien-Elfer aller Zeiten

Porsche bringt den 911 GT2 RS zurck: Der Mehr-geht-nicht-Elfer ist mit 700 PS der strkste Serien-911, den es je gab. Und das, obwohl schon der Vorgnger der Baureihe 997 mit 620 PS ein echter Dampfhammer war. Doch es ist nicht nur die reine Power, die den GT2 RS auszeichnet. Denn neben der berbordenden Leistung will die Turbo-Fahrmaschine wie alle Porsche RS-Modelle durch Leichtbau punkten. Ziel: Bestzeit auf jedem Trackday. Das fhrt zu einer martialischen Optik, die sogar das bislang bissigste RS-Modell, den GT3 RS, optisch in den Schatten stellt. Die Lufteinlsse in der Frontschrze sind noch mal grer als beim GT3 RS, zustzliche Lcher in der Kofferraumklappe aus Carbon zeugen vom erhhten Khlluftbedarf des GT2 RS. Kiemen in den Kotflgeln entlften die Radhuser, genau wie beim GT3 RS. Allerdings sind sie beim GT2-Ableger aus Carbon.

911 GT2 nur noch mit PDK

Der 911 GT2 RS wird nur noch mit PDK angeboten. Das wird aber nur eingefleischte Fans stren.

ber dem Heckdeckel drckt ein riesiger Flgel die Hinterachse auf den Boden. Durch die rechts und links in der Heckschrze platzierten Endrohre entweichen die Abgase des 3,8-Liter-Sechszylinderboxers. Seine 700 PS sehen dem GT2 RS sogar Desinteressierte sofort an. Dass die komplette Kraft an die hinteren Reifen (325/30 ZR 21; vorne 265/35 ZR 20) geht und der GT2 RS im Gegensatz zum Vorgnger nur noch mit PDK-Doppelkupplungsgetriebe angeboten wird, drfte dann wiederum eher Sportwagenfans und Porschejnger interessieren. Die werden den GT2 RS wohl nicht allzu oft zu Gesicht bekommen. Eine Gelegenheit den ber-Elfer live zu sehen, ist die Messepremiere auf der IAA 2017 in Frankfurt.

Interieur: Rennsportgene, aber nicht vollstndig kompromisslos

Im roten Bereich: Der Innenraum des GT2 RS ist eine rot-schwarze Sport-Hhle.

Das uere des GT2 RS ist aufsehenerregend keine Frage. Aber mit dem Innenraum setzt Porsche noch einen drauf. Denn die Designer haben das Interieur groflchig mit rotem Alcantara bezogen. Und so erstrahlen Teile der Trverkleidungen, die Sitzflchen der hervorragend untersttzenden Schalensitze, die Armauflage auf der Mittelkonsole und der berwiegende Teil des Lenkradkranzes in hitzigem Glutrot. Noch was vergessen? Ach ja, auch der Dachhimmel ist rot. Vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber es symbolisiert perfekt wie speziell dieser 911 ist. Sollte bei der Kundschaft der Wunsch nach mehr Understatement aufkommen, erfllt Porsche diesen fr rund 3000 Extra-Euro. Abseits der individuellen Farb-Vorlieben gibt es im Inneren des GT2 RS nichts auszusetzen: Die Sitzposition ist schlicht optimal, sogar fr Menschen, die an der Zweimetermarke kratzen. Die Materialien fhlen sich hochwertig an, und der Kfig hinter den Sitzen schreit nach Rennstreckeneinsatz. Groe Augen bekommt man beim Blick auf den Tacho. Die letzte Markierung zeigt etwas optimistische 400 km/h an. Dass unser Fotofahrzeug mit dem Weissach-Paket ausgerstet ist (29.750 Euro Aufpreis), erkennen die Insassen an einer kleinen Plakette und einem Logo der Porsche-Teststrecke auf den Kopfsttzen. Da fhrt die Entwicklungsabteilung in Gedanken mit. Trotz dieser Motorsport-Referenzen hat unser GT2 RS das PCM-Infotainment (auf Wunsch kostenlos abbestellbar), den obligatorischen Becherhalter und Achtung! beleuchtete Schminkspiegel fr Fahrer(in) und Beifahrer(in) an Bord. Vllig kompromisslos ist also auch der strkste Elfer-Ableger nicht.

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Ausstattung: Weissach-Paket fr noch mal 30 Kilogramm weniger

Mit dem optionalen Weissach-Paket lassen sich beim GT2 RS noch mal 30 Kilogramm einsparen.

Bei der Ausstattung wird es hauptschlich technisch: Serienmig ist im GT2 RS ein rennstreckentaugliches Fahrwerk verbaut. Wie der GT3 RS und der GT3 verfgt der neue GT2 RS ber eine Hinterachslenkung, die in engen Ecken Agilitt und bei hohen Geschwindigkeiten Stabilitt verspricht. Die Elektronik ist selbstverstndlich auch an die enormen Krfte des Turbo-Elfers angepasst. So kndigt Porsche ein PSM (Porsche Stability Management) mit "besonders scharfem Sportmodus" an. Keine Kompromisse gibt es bei der Bremsanlage: In jedem Fall verzgert der GT2 RS mit der Keramik-Bremse namens PCCB (Porsche Ceramic Composite Brake). Ist der Haken beim optionalen Sport Chrono Paket gesetzt, gibt es im Infotainmentsystem eine Anzeige fr Rundenzeiten (mit Speicherfunktion) und einen Transponder fr die Messung von Rundenzeiten. Diese knnen mit der Track Precision App aufgezeichnet und auf dem Smartphone ausgewertet werden.

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Wem das alles nicht gengt, kann seinen GT2 RS auch mit dem optionalen Weissach-Paket aufrsten und den GT2 RS noch etwas nachwrzen. Diese Option gab es auch schon beim 918 Spyder. Fr den ber-911 beinhaltet das Sportpaket Carbonbauteile fr Stabilisatoren, Koppelstangen und Dach (serienmig aus Magnesium). Zustzlich rollt der Weissach-GT2 RS auf Magnesium-Rdern, die die ungefederten Massen reduzieren. Insgesamt spart das Weissach-Paket 30 Kilogramm ein. Zu erkennen ist das Paket am Sichtcarbon-Dach und dem mittigen Dekorstreifen in Wagenfarbe.

Motor und Preis: 700 PS und 750 Nm aus 3,8-Liter Hubraum

Schon der Vorgnger des 991 GT2 RS galt mit 620 PS aus einem 3,6-Liter-Boxer als das (im Serienbau) technisch Machbare. Der Neue legt die Messlatte nach sieben Jahren noch mal hher: Als Basis verwenden die Ingenieure den 3,8-Liter-Boxer aus dem 911 Turbo S (mit 580 PS), der im Supersportler mit greren Turboladern ausgestattet ist, die den Boxermotor auf 700 PS und 750 Nm maximales Drehmoment bringen. Um den Motor thermisch nicht zu berlasten, besitzt der GT2 RS ein Khlsystem, das bei Spitzenbelastung Wasser auf die Ladeluftkhler sprht. Seine Kraft gibt das Turboherz des GT2 RS ber ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterrder ab. Die Abgase strmen aus einer Titanabgasanlage (Gewichtsersparnis gegenber 911 Turbo: sieben Kilogramm) ins Freie. Der Basispreis fr den GT2 RS betrgt 285.220 Euro. Bestellbar ist der GT2 RS ab sofort, der Marktstart erfolgt ab Dezember 2017. Fr die betuchte Kundschaft bieten die Zuffenhuser noch etwas Besonderes: Wer einen GT2 RS bestellt, kann bei Porsche die zum Auto passende Armbanduhr dazubestellen fr 9450 Euro.


Technische Daten Porsche 911 GT2 RS (2017)

Motor: Sechszylinder-Boxer-Motor mit Turboaufladung
Hubraum: 3,8 Liter
Leistung: 700 PS
Max. Drehmoment: 750 Nm
Leergewicht (vollgetankt): 1470 kg
0 auf 100 km/h: 2,8 Sekunden
0 auf 160 km/h: 5,8 Sekunden
0 auf 200 km/h: 8,3 Sekunden
Preis: 285.220 Euro

Porsche 911 GT2 RS (2017): Test




Autor: Peter R. Fischer

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