Porsche 911 GT3

Porsche 911 GT3 Porsche 911 GT3

Porsche 911 GT3

— 25.02.2003

GT3: Porsche pur

Rennsport für die Straße hat bei Porsche Tradition. Was der RS 2.7 vor 30 Jahren anfing, soll die zweite Auflage des GT3 jetzt fortsetzen.

Eine Handbreit über der Straße

Vor 30 Jahren schuf Porsche eine Legende: den Carrera RS 2.7 – ein Straßenrenner für die Ewigkeit, der bei Fans noch heute als einzig wahrer Elfer gefeiert wird. Daran dürfte auch der neue GT3 nichts ändern.

Dennoch gehört der jüngste Porsche-Spross ebenfalls zu der Sorte Auto, die uns ständig eine Gänsehaut über den Rücken treibt. Spätere Legendenbildung nicht ausgeschlossen.

Wegen der 30 Millimeter tiefer gelegten Karosserie sitzt man nur eine Handbreit über der Straße, wo perfekt geformte Sitzschalen kompromisslos Halt geben. Ein gutes Gefühl für sportliche Typen, weniger für Leute mit Gewichtsproblemen.

14,3 Sekunden bis Tempo 200

Strenge Diät verordnet Porsche dem 3,6-Liter-Boxer im Heck. Weil bei den bewegten Massen abgespeckt wurde, dreht der Sechszylinder jetzt bis 8200 (vorher 7800) Touren. Ergibt zusammen mit stufenlos verstellbarer Einlassnockenwelle und weiterer Feinarbeit satte 381 (statt sonst 360) PS.

Ein Gewinn, der zu spüren ist. Mit kernigem Unterton meldet sich der Vierventiler zum Dienst und geht vom Start weg zur Sache, als sei er in einem Cup-Rennen unterwegs. Doch es kommt noch besser. Wer den Blick auf die Tankuhr vermeidet und dem Motor freien Drehzahllauf lässt, erlebt ab 5000 Touren die Verwandlung eines schnellen in einen sauschnellen Elfer.

Mit massiver Macht drückt der GT3 seine Insassen ins Gestühl und katapultiert sich selbst Richtung Horizont. 14,3 Sekunden verrinnen, bis die GT3-Crew mit Tempo 200 durchs Land fliegt. Schluss ist im letzten der sechs knackigen Gänge bei 306 km/h. Bis dahin tönt die furiose Boxer-Säge in allerbester Rennsport-Manier.

Preis und Technische Daten

Ähnliche Anleihen nimmt das Fahrwerk, das getrost als hart bezeichnet werden kann. Dafür aber mit exzellenter Straßenlage verwöhnt. Weil außer einem ABS jede Regelelektronik fehlt, lassen sich die hinteren Walzen (295/30 ZR 18) trotz Sperrdifferenzial leicht zum Quertreiben überreden. Der Grenzbereich liegt aber jenseits der üblichen Angstgrenzen und kündet sich rechtzeitig an. Nur Übermut provoziert Überraschungen.

Wer den wahren Kurven-Kick sucht, dem sei die Clubsport-Version empfohlen. Fürs gleiche Geld (102.112 Euro) gibt es hier Überrollkäfig, schwer entflammbare Sitzbezüge, Sechspunktgurt für den Fahrer, Feuerlöscher, Vorrüstung für den Batteriehauptschalter. Eingespart wurden die Seitenairbags – aber auf die konnte der RS von 1973 ja auch verzichten.

Technische Daten Sechszylinder-Boxer • 4 Ventile pro Zylinder • Hubraum 3600 cm3 • Leistung 280 kW (381 PS) bei 7400/min • maximales Drehmoment 385 Nm bei 5000/min • Heckantrieb mit Sperrdifferenzial • Sechsgang • Einzelradaufhängung • Tankinhalt 89 Liter • Länge/Breite/Höhe 4435/1770/1275 mm • Reifen vorne 235/40 ZR 18, hinten 295/30 ZR 18 • Leergewicht 1380 kg • Zuladung 280 kg • Spitze 306 km/h • 0–100/200 km/h 4,5/14,3 s • Verbrauch 12,9 l SP/100 km • Preis 102.112 Euro

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