Porsche 911 GT3 Cup auf der IAA

Porsche 911 GT3 Cup auf der IAA

— 26.08.2009

Cup der besten Hoffnung

Auf der IAA 2009 steht die Neuauflage des Supersportlers 911 GT3 Cup – mit 450 PS aus 3,8 Litern Hubraum. Prinzip: Von allem ein bisschen mehr, nur das Gewicht soll schrumpfen.

Geht noch mehr? Klar, geht immer: Die Neuauflage des Porsche 911 GT3 Cup wächst einmal mehr über sich selbst hinaus. Der Nachfolger des mit mehr als 1400 Exemplaren meistgebauten Rennwagens aller Zeiten basiert erstmals auf dem 911 GT3 RS. Das Gewicht des Rennfahrzeugs wurde gegenüber der Leichtbau-Straßenversion deutlich gesenkt. Erstmals im GT3 Cup kommt die im Heckbereich um 44 Millimeter breitere Karosserieversion zum Einsatz, unter der größere Räder Platz finden. Verbreiterungen an den vorderen Radläufen weisen auf die ebenfalls neuen Vorderräder hin. Auch der Hubraum steigt im Vergleich zum Vorgänger um 0,2 Liter, die Motorleistung legt um 30 PS zu. Die wichtigsten Daten: 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 450 PS, sequenzielles Sechsgang-Schaltgetriebe, 1200 Kilogramm Fliegengewicht.

Leider behält Porsche einige interessante Fahrdaten für sich

Groß-Geflügel: Der Heckspoiler des neuen Porsche 911 GT3 Cup ist in der Länge von 1,45 auf 1,70 Meter gewachsen.

Auf den ersten Blick ist der neue 911 GT3 Cup an seiner Frontpartie zu erkennen. Von der aktuellen Elfer-Generation übernimmt er das markante Tagfahrlicht. Das Bugteil entspricht dem des 911 GT3 RS. Die Frontspoilerlippe ist jedoch 15 Millimeter weiter nach unten gezogen und sorgt so für einen deutlich größeren Anpressdruck an der Vorderachse. Auch der Abtrieb an der Hinterachse steigt durch einen von 1,46 auf 1,70 Meter verbreiterten und höher montierten Heckgeflügel, der vom schnelleren 911 GT3 Cup S für internationale FIA GT3-Rennen stammt. Die Heckschürze mit den markanten Lüftungsöffnungen und die Rückleuchten mit LED-Technik sind abgeleitet vom Straßenmodell. Der Motor des neuen 911 GT3 Cup entspricht weitgehend dem Serientriebwerk des 911 GT3 RS. Mit diesem teilt er sich auch die Spitzenleistung von 450 PS und die Maximaldrehzahl von 8500/min. Gegenüber seinem Vorgänger wuchs der Hubraum des Cup-Motors von 3,6 auf 3,8 Liter. Die Leistung stieg um 30 PS an. Was das auf der Straße für Auswirkungen hat, behält Porsche noch für sich: Nach der mittlerweile beliebten Salami-Taktik werden einige interessante Fakten zurückgehalten. Schade eigentlich. Wir dürfen jedoch davon ausgehen, dass auch dieser 911er nicht fliegen kann.

Exklusive Auspuffanlage mit besonders kraftvollem Klangbild

Eine Rennabgasanlage mit geregeltem Katalysator sorgt für einen möglichst geringen Schadstoffausstoß. Exklusiv im Porsche-Mobil1-Supercup im Rahmen der FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft kommt eine Auspuffanlage mit einem nochmals kraftvolleren Klangbild zum Einsatz. Ebenfalls der Supercup-Variante vorbehalten ist die auch für die Porsche-Straßenmodelle lieferbare PCCB-Bremse (Porsche Ceramic Composite Brake). Diese realisiert gegenüber den in den Carrera Cups zum Einsatz kommenden Verbund-Gußbremsscheiben einen Gewichtsvorteil von rund 20 Kilogramm. Unter den vorderen Verbreiterungen und den weit ausgestellten hinteren Kotflügeln finden breitere Räder Platz. Im Bereich der Querlenker kommen zusätzliche Unibal-Gelenke zum Einsatz, die Schwertstabilisatoren an der Vorder- und Hinterachse sind jetzt beidseitig siebenfach verstellbar und erlauben damit eine noch präzisere Abstimmung des Fahrzeugs auf die jeweiligen Rennstrecken.

Zusätzliche Öffnung versorgt den Fahrer mit reichlich Frischluft

Das Cockpit des neuen 911 GT3 Cup orientiert sich noch stärker an den Bedürfnissen des Fahrers als bisher. So sorgt eine zusätzliche Lüftungsöffnung im oberen Bereich der Fronthaube für eine bessere Frischluftversorgung des Piloten. Die Bedienelemente für das Infodisplay finden sich nun im Lenkrad, das über insgesamt sechs Schalter verfügt. Zusätzlich zur Verstellung in Längsrichtung kann das Lenkrad jetzt auch wie beim Serienfahrzeug in der Höhe justiert werden. Der neue Porsche 911 GT3 Cup, der ausschließlich in der Farbe Carraraweiß erhältlich ist, wird ab Ende Oktober 2009 an die Kunden ausgeliefert. In der kommenden Saison wird er in insgesamt sieben Markenpokalen zum Einsatz kommen – neben dem Porsche-Mobil1-Supercup im Rahmen der Formel 1 auch in den Porsche Carrera Cups Deutschland, Asien, Japan und Italien sowie in der GT3 Cup Challenges in den USA und in Middle East. Der Grundpreis des neuen 911 GT3 Cup beträgt ab Werk 149.850 Euro – plus Steuer.

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