Porsche 911 S von Steve McQueen versteigert

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Porsche 911 S von Steve McQueen versteigert — 02.09.2011

Million Dollar Baby

Steve McQueen stellte sich den schiefergrauen Porsche 911 S nach dem Dreh seines Rennfahrerepos "Le Mans" in die eigene Garage. Jetzt kam der Sportwagen des "King of Cool" unter den Hammer.

Die Erföffnungssequenz des Rennfahrerepos "Le Mans" ist legendär: Michael Delaney alias Steve McQueen, amerikanischer Rennfahrer und Shooting Star, fährt mit dem schiefergrauen 911 S durch französische Landschaften und reflektiert über Leben, Tod und Autorennen. Mit seinem Film über das härteste Autorennen der Welt erfüllte sich McQueen einen persönlichen Traum. Für die authentischen Rennszenen liess Solar Productions einen mit drei Kameras ausgestatteten Porsche 908 am Langstreckenklassiker teilnehmen. Den grauen Elfer, im Film Delaneys Privatwagen, liess McQueen nach den Dreharbeiten von Frankreich nach Los Angeles verschiffen. 40 Jahre später war er einem Sammler 1,375 Millionen Dollar wert.

Der Super-Käfer: Porsche 911 S im Klassik-Test

McQueens schiefergrauer Porsche 911 S kostete Solar Productions einst 30.000 Dollar.

Der vollausgestattete 911 S, damals der schnellste und teuerste Porsche für die Straße, kostet die Produktionsfirma im Jahr 1971 schlappe 30.000 Mark. Die Rechnung ist noch vorhanden, ebenso zahlreiche Fotos und Dokumente aus der Zeit der Entstehung von "Le Mans". Während der Dreharbeiten in den Pays de la Loire dient der 911 dem Schauspieler auch als privates Fortbewegungsmittel. Sein luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor schöpft 200 SAE-PS aus 2,2 Litern Hubraum. Sie genügen für 225 km/h Spitze. Im Jahr 2011 präsentiert sich der 911 S weitestgehend im Originalzustand.

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Steve McQueen, Draufgänger und passionierter Rennfahrer (zweiter Platz beim Zwölfstunden-Rennen von Sebring 1970), liebte schnelle Autos. So besaß er einen von nur 16 gebauten Jaguar XK SS, einem wahrhaftigen Rennwagen für die Straße (5,5 Sekunden auf 100 km/h im Jahr 1957!). Einen der zwei grünen Ford Mustang GT 390 aus dem Action-Krimi "Bullitt" hätte sich McQueen gerne seiner Sammlung hinzugefügt. Doch ein Fastback war nach dem Dreh der legendären, zehnminütigen Verfolgungsszene im hügeligen San Francisco schrottreif, der andere verschwand für viele Jahre spurlos.

Brutal: Jaguar XK SS

Den 911 S aus "Le Mans" verkaufte McQueen schon nach kurzer Zeit wieder, weil er bereits einen 911 in der selben Farbe besaß. Vor seiner Versteigerung befand sich der Porsche in vierter Sammlerhand. Die 12.400 Tacho-Meilen lassen auf eine tatsächliche Laufleistung von 112.400 Meilen (ca. 181.000 Kilometer) schließen. Dass der Hollywood-Elfer nach der RM Auktion am 20. August 2011 als der teuerste 911 S aller Zeiten gelten wird, erwartete die Fachwelt bereits im Vorfeld. Mit dem Hammer-Gebot von weit über einer Million Dollar hat allerdings niemand gerechnet.

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Kommentare zum Artikel (1)

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Harold Schwarz
16.02.2012, 22:25Uhr

Leider enthält der Artikel ein paar Fehler:
Steve McQueen heißt in Le Mans Michael (nicht: John) Delaney.
Die Originalrechnung existiert in der Tat noch, sie datiert auf den 1. 6. 1970 (nicht: 1971) und lautet über 30.267,50 DM (nicht: Dollar).

Seite 1

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