911 Turbo S Exclusive Series (2017): Test

Porsche 911 Turbo S Exclusive Series (2017): Test

— 07.07.2017

Alle Infos zum Luxus-Turbo

Der Porsche 911 Turbo S Exclusive Series toppt alle Turbo-Elfer: 607 PS und 750 Nm stark sowie mindestens 55.000 Euro teurer als ein Turbo S. Fahrbericht und alle Infos!

Vorstellung: Nur 500 Stück werden gebaut
Interieur: Schwarzer Innenraum als Option
Fahren: Kein Unterschied zum normalen 911 Turbo S
Ausstattung: Darf es noch eine Uhr oder ein Gepäckset sein?
Motor: 27 PS mehr als der Standard-Turbo S
Technische Daten und Preis: Mehr als 50.000 Euro Aufpreis

Vorstellung: Nur 500 Stück werden gebaut

Die schwarzen Felgen mit Goldrand und Zentralverschluss sind Serienausstattung.

Wer einen Porsche 911 Turbo S Exclusive Series haben möchte, der muss sich beeilen. Die Serie ist nämlich auf 500 Stück limitiert. Besonders auffällig ist die Lackierung des Sondermodells in Goldgelb-Metallic. Zudem lässt sich der Elfer ohne Aufpreis in Achatgrau-Metallic oder Carraraweiß-Metallic bestellen. Auf der Optionenliste stehen dagegen die Farben Graphitblau metallic, Schwarz und Indischrot (rund 2650 Euro Aufpreis). Fronthaube, Dach und Seitenschweller sind im Exclusive Series aus Carbon. Auf Haube und Dach ist die Lackierung nicht durchgehend, sodass das Carbon sichtbar wird. Am Heck fällt besonders der Heckflügel des Aerokit auf. Zudem ist die Staulufthutze auf dem Heckdeckel aus Carbon und eine Abgasanlage mit vier schwarz eloxierten Rohren verbaut, die im neu geformten Schürzeneinsatz sitzt. Der besondere 911 Turbo aus der Werksmanufaktur ist ab sofort zum Basispreis von 259.992 Euro bestellbar. Einen 580 PS starken 911 Turbo S gibt es bereits ab 205.133 Euro.

Interieur: Schwarzer Innenraum als Option

Der schwarze Innenraum (wie hier im Bild) ist die einzige Option für den Exclusive-Turbo. Normalerweise hat er goldene Akzente im Innenraum.

Erster Innenraum-Check von AUTO BILD: Warum ist unser exklusiver Turbo S innen nur so farblos? Das fragt sich sofort, wer die Bilder des goldschwarzen Cockpits auf den offiziellen Bildern gesehen hat. Der Innenraum unseres Foto-Turbos ist jedenfalls in elegantem Schwarz gehalten. Es fehlen die goldenen Ziernähte und Streifen auf dem Sportgestühl. Dennoch: Einige Details wie die Nummern-Plakette vor dem Beifahrerplatz und die beleuchteten Schriftzüge auf den Schwellern weisen auf den Luxus-Turbo hin. Über dem Scheitel spannt sich der schwarze Alcantara-Himmel. Beim Thema Ergonomie und Platz dürften die meisten Menschen im Turbo S Exclusive Series nichts zu meckern haben. Die Sitze sind sportlich geschnitten, dabei aber bequem und voll langstreckentauglich. Und weil der Exclusive-Turbo eher auf Komfort ausgerichtet ist, sind die Sitze elektrisch einstellbar. Das passt gut zum Luxus-Turbo.

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Fahren: Kein Unterschied zum normalen 911 Turbo S

Die 27 Zusatz-PS sind nicht spürbar. Das Sondermodell fährt genauso gut wie ein 911 Turbo S mit 580 PS.

AUTO BILD ist die Exclusive Series schon gefahren! Umgeben von feinem Leder mit gelben Ziernähten bleibt der Blick des Fahrers an den seltsam golden schimmernden Carbon-Elementen hängen. Sie signalisieren: Das hier ist kein "normaler" Turbo S, sondern die auf 500 Stück limitierte Exclusive-Variante, bei der Porsche einen goldfarbenen Metallfaden ins Carbon eingewebt hat. Obwohl das Sondermodell 27 PS mehr hat als der Turbo S von der Stange (was Porsche durch eine Erhöhung des Ladedrucks erreicht), sind die Fahrleistungen fast identisch: Mit irrsinnigem Druck schleudert das 3,8-Liter-Aggregat den 1600 Kilogramm schweren Exclusive-Turbo der 100 km/h-Marke entgegen, die nach 2,9 Sekunden erreicht ist. Nur beim Sprint auf 200 km/h nimmt der limitierte Elfer seinem Bruder drei Zehntel Sekunden ab: 9,6 statt 9,9 Sekunden. Ansonsten fährt sich der Turbo S Exclusive exakt wie ein Turbo S mit allen Extras: Ohne Traktionsverluste schießt sich der Gold-Elfer auf Tempo, federt je nach Einstellung sanft oder straff und gefällt durch sein perfektes Lenkgefühl – aber das kann der normale Turbo S ja auch. Alles untermalt vom turbotypischen Sound, der hier aus der serienmäßig verbauten vierflutigen Abgasanlage aus schwarzem Edelstahl nicht allzu dominant an das Ohr der Insassen dringt.      

Ausstattung: Darf es noch eine Uhr oder ein Gepäckset sein?

Zur Serienausstattung des Sondermodells gehören das PASM-Fahrwerk, das Sport-Chrono-Paket und die Hinterachslenkung. Bei einem Basispreis von knapp 260.000 Euro kann man das aber auch erwarten. Die serienmäßigen 20-Zoll-Felgen mit Zentralverschluss beheimaten die stets verbaute Keramikbremsanlage PCCB mit schwarz lackierten Bremssätteln. Als passendes Accessoire bietet Porsche auch eine Uhr zum Fahrzeug an: Für 9950 Euro lässt sich ein Chronograph passend zum Fahrzeug konfigurieren. Wer seinen Turbo S direkt in Zuffenhausen abholen möchte, kann sich auch auf Wunsch das 5474 Euro teure Gepäckset mitnehmen.

Motor: 27 PS mehr als der Standard-Turbo S

Gut zu erkennen: Die Vier-Rohr-Auspuffanlage und die Carbon-Staulufthutze.

Bei der Motorisierung hat Porsche für den handveredelten 911 noch ein paar PS draufgelegt. Mit dem Werksleistungskit leistet der 3,8-Liter-Biturbo-Boxer 607 PS statt der sonst üblichen 580 PS. Hinzu kommt ein Drehmoment von 750 Nm bei 2250 bis 4000 U/min. Der Sprint von null auf hundert gelingt in 2,9 Sekunden, die 200 km/h stehen nach 9,6 Sekunden auf dem Tacho. Die Höchstgeschwindigkeit liegt im Exclusive Series bei 330 km/h. Ganz billig sind die exklusive Sonderausstattung und die 27 Zusatz-PS aber nicht. Ab 259.992 Euro ist der 911 Turbo S Exclusive Series erhältlich. Zum Vergleich: Ein normaler Turbo S beginnt in der Liste bei 205.133 Euro.

911 Turbo S Exclusive Series (2017): Test

Technische Daten und Preis: Mehr als 50.000 Euro Aufpreis

Porsche 911 Turbo S Exclusive SeriesMotor: Sechszylinder-Benziner • Hubraum: 3800 ccm • Leistung: 446 kW (607 PS) bei 6750 U/min • max. Drehmoment: 750 Nm ab 2250 bis 4000 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 2,9 s • Vmax: 330 km/h • Gewicht: 1600 kg • Verbrauch: 9,1 l/100 km • Preis: ab 259.992 Euro.

Autoren: Andreas Huber, Peter R. Fischer, Ralf Kund

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