Michael Macht Wendelin Wiedeking

Porsche-Betriebsversammlung

— 23.07.2009

Keine Einschnitte

Es war ein Treffen voller Emotionen und großer Worte. Auf der Porsche-Betriebsversammlung wurde von allen Rednern der Mythos der Marke und eine positive Zukunft in einem integrierten Konzern beschworen.

(dpa/cj) Beim Sportwagenbauer Porsche drohen nach Angaben des Aufsichtsratschefs Wolfgang Porsche auch nach der Integration in den VW-Konzern keine Einschnitte. "Machen Sie sich keine Sorgen", sagte Wolfgang Porsche bei einer Betriebsversammlung in Stuttgart. Mit tränenerstickter Stimme fügte er hinzu: "Verlassen Sie sich auf mich. Der Mythos Porsche lebt und wird nie untergehen." Der Erfolg von Porsche beruhe auf der Eigenständigkeit der Marke. Diese bleibe auch künftig bestehen. Gemeinsam mit VW könne sich Porsche erfolgreich dem Wettbewerb stellen. Nach Angaben des zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking ist das Unternehmen nicht von Jobabbau bedroht. "Ihr habt sichere Arbeitsplätze", sagte Wiedeking der Belegschaft in Stuttgart. Zu seinem Rücktritt sagte er: "Es tut mir in der Seele weh." Die Entscheidung habe er bereits am vergangenen Wochenende getroffen. Grund sei gewesen, dass der Stuttgarter Autobauer zunehmend unter dem Konflikt mit VW gelitten habe: "Es muss aufhören mit der Beschädigung von Porsche", so Wiedeking. Die Entscheidung für einen integrierten Konzern sei richtig.

Ende des Streits einhellig begrüßt

Der neue Porsche-Chef Michael Macht bezeichnete seine Ernennung als Wiedeking-Nachfolger als ein Zeichen für die Kontinuität des Unternehmens: "Ich verneige mich mit tiefem Respekt vor dem, was Sie für das Unternehmen geleistet haben", sagte Macht in Richtung Wiedeking. Porsche habe Wiedeking unglaublich viel zu verdanken, betonte Macht. Jetzt gelte es, die Absatzkrise und den Schulterschluss mit VW zu meistern. Auch Betriebsratschef Uwe Hück begrüßte die Einigung im Streit mit VW. "Porsche bleibt Porsche. Die Porsche AG bleibt eigenständig." Der Streit müsse jetzt aufhören. Die Kapitalerhöhung der Familie Porsche und der Einstieg des Golfemirates Katar als Investor seien gute Nachrichten für den Stuttgarter Sportwagenbauer.

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