Porsche Boxster (986): Gebrauchtwagen-Test

Porsche Boxster Porsche Boxster Porsche Boxster

Porsche Boxster (986): Gebrauchtwagen-Test

— 01.03.2016

Das Porsche-Schnäppchen

Billiger geht Porsche-Cabrio-Fahren nicht. Boxster gibt's ab 7000 Euro. Doch die billigen werden teuer. Der Gebrauchtwagen-Test klärt, warum.

Das Leben besteht ja oft aus verpassten Gelegenheiten. Und sagen Sie in ein paar Jahren nicht: Wir hätten ja mal darüber schreiben können. Bitte sehr, unser automobiler Anlage-Tipp: ein Boxster – der ist nämlich gerade ein echtes Schnäppchen. Im Netz stehen frühe Modelle schon für 7000 Euro. Meist mit irre hohen Tachoständen, abgerockt, kaputtem Verdeck, der Motor dicht wie ein Küchensieb. Und, ach ja: oft mit dem Lenkrad auf der falschen Seite. Wundersamerweise gibt's bei uns viele Boxster aus England. Doch wer will im Porsche schon rechts sitzen?

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Porsche Boxster (986): Gebrauchtwagen-Test

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Anfangs gab es ernste Probleme mit dem Boxster

Frühe Boxster in ordentlichem Zustand werden für rund 10.000 Euro gehandelt. Dafür gibt's selbst im Winter richtig Fahrspaß.

Die Idee, 1996 einen halbwegs bezahlbaren Einsteiger-Porsche auf den Markt zu bringen, war genial. Zumal der Roadster sich viele Teile mit dem ein Jahr später gezeigten 911 (Typ 996) teilt. Die neue Baureihe, intern 986 genannt, rettete den Sportwagenhersteller aus der Krise. Und weil der Boxster so erfolgreich war, wurde er nicht nur im Schwäbischen gefertigt, sondern auch in Finnland, bei Valmet in Uusikaupunki. Erkennbar am S oder U in der Fahrgestellnummer. Kenner behaupten: Die Valmet-Boxster sind etwas besser verarbeitet. Allen gemein: Anfangs gab's Probleme. Mancher Kunde holte seinen Zweitürer im Werk ab und blieb auf dem Heimweg nach Hamburg schon in Kassel mit kapitalem Motorschaden liegen. Grund: Entweder brach die Zwischenwelle, oder massiver Ölverlust wegen eines falsch ausgelegten Dichtrings an der Kurbelwelle drehte dem Sechszylinder final die Kurbelwelle um. Dazu kamen Ungenauigkeiten in der Motorfertigung. Schnee von gestern: Längst sind die meisten Roadsterle repariert und ausgereift. Damit ist der Boxster eine Empfehlung – in jedem Fall wird er nicht mehr billiger, und die TÜV-Prüfer nicken anerkennend. Keiner in der Klasse gibt sich im Alter haltbarer.
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Scheckheftgepflegte Alt-Boxster sind selten

Unser grauer Testwagen mit 220 PS (ab 2000) steht auf dem Platz des Sindelfinger Händlers "Die Automaklerin". Das blaue Alcantara-Interieur ist sauber, der Motor schwitzt leicht – nicht schlimm. Der Wagen ist scheckheftgepflegt, was nicht alltäglich ist: Bei Porsche-Stundensätzen von 175 Euro werden viele Alt-Boxster zu freien Werkstätten gebracht. Kein Problem, wenn die Wartung fachgerecht erledigt wird. Wenn nicht, endet das Porsche-Märchen ohne Happy End.
Technsiche Daten: Porsche Boxster 2.7
Motor Sechszylinder-Boxer/längs
Ventile/Nockenwellen 4/4
Hubraum 2687 cm³
Leistung 162 kW/220 PS bei 6400/min
Drehmoment 260 Nm bei 4650/min
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
0–100 km/h 6,7 s
Tank/Kraftstoff 64 l/Super plus
Getriebe/Antrieb Fünfgang manuell/Hinterrad
Länge/Breite/Höhe 4329/1801/1295 mm
Kofferraumvolumen v. 115 l, h. 125 l
Leergewicht/Zuladung 1355/215 kg
Was beim AUTO BILD-Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim Porsche Boxster achten sollten, erfahren Sie oben in der Bildergalerie. Den vollständigen Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Porsche Boxster für 7000 Euro

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt vom Porsche Boxster 2.7 (Dauertest).

Veröffentlicht:

26.02.2016

Preis:

1,00 €

Autor:

Stefan Diehl

Fazit

Es dauert nicht mehr lang, dann drehen wir uns nach frühen Boxstern um. Und murmeln: Das war noch ein Sechszylinder! Billiger werden sie nicht mehr. Deshalb: jetzt kaufen. Aber: bitte nur ein scheckheftgepflegtes Exemplar mit nachvollziehbarer Historie.

Stichworte:

Roadster Sportwagen

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