Porsche Cayenne Facelift (2015): Paris Fahrbericht

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Porsche Cayenne Facelift (2015) in Paris: Fahrbericht

— 11.09.2014

Erste Fahrt im neuen Porsche Cayenne

Der überarbeitete Porsche Cayenne hat mehr Bums und geizt gleichzeitig mehr mit Sprit. Das Einstiegs-SUV begnügt sich mit sechs Zylindern, alle Autos werden teurer bis auf den Hybrid. Fahrbericht!

Beim überarbeiteten Cayenne gestalteten die Porsche-Designer die Rücklampen neu.

Wenn Porsche im Oktober auf dem Autosalon Paris 2014 den überarbeiteten Cayenne an den Start bringt, dann brechen die Schwaben mit der Lehre von Adam Riese und wollen uns weismachen, dass sechs mehr als acht ist. Mit Mathematik hat das vergleichsweise wenig zu tun. Anlass für diese unkonventionelle Argumentation ist der neue Antrieb der erfolgreichen Wuchtbrumme. Zwar ist der ganze Stolz der Ingenieure der neue Plug-in-Hybrid, der bis zu 36 Kilometer elektrisch fahren kann und auf einen rechnerischen Verbrauch von 3,4 Litern auf 100 Kilometer kommt, doch weil die Mehrheit der Kundschaft weiterhin einen klassischen Verbrenner kaufen wird, haben die Schwaben auch da nachgelegt und mit einem neuen V6-Motor für den Cayenne S die Zahlenreihe auf den Kopf gestellt.

Autosalon Paris 2016: Highlights

Große Teile des Blechkleids ließ Porsche beim großen SUV völlig unberührt.

Statt acht Kolben stampfen unter seiner Haube nur noch sechs – und die müssen sich zudem mit deutlich weniger Auslauf begnügen. Schließlich schrumpft auch der Hubraum von 4,8 auf 3,6 Liter. Kompensiert wird das mit zwei Turbos, die dem V6-Motor ordentlich den Marsch blasen: Nicht nur, dass die Leistung um 20 auf 420 PS steigt und das maximale Drehmoment von 500 auf 550 Nm klettert – der Sechszylinder klingt spätestens im Sportmodus auch genauso verrucht wie der V8 und hat den gleichen Bums. Nicht umsonst wuchtet er das Dickschiff in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 und stürmt mit 259 km/h dem Gros der Konkurrenz mühelos davon.

Turbo macht Dampf wie nie

Hier im Bild: die veränderten Frontleuchten des neuen Porsche Cayenne.

Zwar mag in Stuttgart jetzt ein bisschen mehr Vernunft regieren und dafür die Mathematik etwas freier interpretiert werden, aber ganz auf die Macht der Axt verzichten müssen die Cayenne-Kunden deshalb nicht: Schließlich gibt es ja noch den Cayenne Turbo, wo die 4,8 Liter große Maschine jetzt auf 520 statt 500 PS kommt und im Verbrauch von 11,5 auf 11,2 Liter fällt. Und auch bei den Dieseln hält Porsche dem Achtzylinder die Treue: Im Cayenne S stampft deshalb weiterhin die 4,2 Liter-Maschine, die winzige drei PS zulegt und nun mit 385 PS und 8,0 Litern in der Liste steht. Darunter gibt es als vorläufiges Einstiegsmodell den bekannten V6-Diesel mit 3,0 Litern Hubraum, der jetzt 262 PS leistet und im Mittel 6,6 Liter verbraucht. Auch das sind zehn Prozent weniger als bisher.

Porsche Cayenne Facelift (2014)

Porsche Cayenne Facelift (2014) Porsche Cayenne Facelift (2014) Porsche Cayenne Facelift (2014)

Am Lenkrad sollt Ihr sie erkennen: das neue Multifunktionslenkrad im Facelift.

Sparsamer als zuvor arbeiten allerdings nicht nur die Cayenne-Motoren. Auch die Designer haben sich dem Minimalismus verschrieben – und beim Cayenne wenig Blech angefasst. So erkennt man den Wagen von außen nur an den retuschierten Leuchten und von innen an einem neuen Multifunktionslenkrad sowie ein paar mehr Positionen auf der Ausstattungsliste, auf der jetzt zum Beispiel eine serienmäßige elektrische Heckklappe steht. Moderne Extras wie einen Einparkroboter oder ein Head-up-Display sucht man aber genauso vergebens wie ein zeitgemäßes Navigationssystem.

Diesel kommt am günstigsten

Der Cayenne hat mehr Bums und tritt jetzt noch bulliger auf.

Während der Hersteller also gespart hat, muss der Kunde etwas tiefer in die Tasche greifen. Zumindest die konventionellen Motorvarianten werden um bis zu 5000 Euro teurer, so dass der Cayenne Diesel als günstigstes Modell mit 66.260 Euro und der Turbo mit 128.378 Euro als teuerster Cayenne den Preisrahmen abstecken. Nur beim Plug-In-Hybrid geben sich die Schwaben zurückhaltend: Weil der Erfolg des Teilzeitstromers Plicht ist, damit Porsche seine CO2-Ziele erfüllen kann, wird der Preis des Hybriden trotz Plug-In-Technik um 1000 auf 82.087 Euro gesenkt. Damit kostet der Cayenne S E-Hybrid genauso viel wie der V8-Diesel. Und als wäre das noch nicht  genug, streicht Porsche gleich auch noch den Preis für den Panamera Plug-in zusammen – und verkauft ihn 6000 Euro billiger.

Autor: Thomas Geiger

Stichworte:

Allradantrieb SUV

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