Porsche Cayenne Turbo S: Fahrbericht

— 25.03.2013

So fährt der stärkste Cayenne

Mit 550 PS ist der Cayenne Turbo S das stärkste und schnellste SUV aus dem Hause Porsche. autobild.de war mit dem potenten Dickschiff unterwegs!



Egal in welcher Baureihe: Die stärksten und schnellsten Varianten fahren bei Porsche jeweils unter dem Kürzel Turbo S. Diese Kombination hält jetzt auch wieder beim Cayenne Einzug: Für stolze 30.000 Euro Aufpreis wird der Geländegänger sogar vollends zum aufgebockten Sportler. Im Zentrum der Aufrüstung steht der 4,8 Liter große V8-Motor, der die Haube wie den Brustkorb eines Schwimmers aufzublähen scheint. Mit mehr Druck für die beiden Lader und ein paar neuen Programmzeilen in der Bordelektronik haben die Entwickler in Weissach noch einmal zehn Prozent mehr Leistung und 50 Newtonmeter mehr Drehmoment aus dem Kraftpaket gezaubert. Deshalb stehen jetzt 550 PS und 750 Newtonmeter im Datenblatt und machen den Porsche Cayenne Turbo S zu einer veritablen Trumpfkarte im Quartett der Super-SUVs.

Porsche Cayenne Turbo S: Das kostet das Power-SUV

Porsche lässt es krachen: Der 4,8 Liter große V8-Motor des Cayenne Turbo S leistet 550 PS.

Denn außer dem X5 M mit 555 PS und dem ML 63 AMG sticht ihn keiner mehr aus – und auch bei der M-Klasse braucht es dafür schon das optionale Performance-Package. Der Achtzylinder brüllt schon morgens beim Anlassen so laut auf, dass an Schlaf in der gesamten Straße nicht mehr zu denken ist. Und der sonst gerne ein bisschen grimmige Tankwart wird ihm dafür den roten Teppich ausrollen und ihn mit einem breiten Grinsen begrüßen. Schließlich sind die im Prospekt versprochenen 11,5 Liter reine Prosa vom Prüfstand, die sich in der Praxis schnell als so glaubhaft entpuppen wie die aktuelle Kostenschätzung für Stuttgart 21. Ja, es stimmt: Mit leichtem Gasfuß kann man den Turbo S tatsächlich mit 15, 16 Litern fahren. Aber wer den Giganten gattungsgerecht bewegt, der ist am Ende des Tages schon froh, wenn auf der Verbrauchsanzeige an erster Stelle noch eine Eins leuchtet.

Überblick: Alle News und Tests zum Porsche Cayenne

Schnell unterwegs: Die Höchstgeschwindigkeit gibt Porsche mit 283 km/h an.

Dafür gibt es aber eine Beschleunigung wie von einem anderen Stern. Ein Schatten auf dem Gaspedal reicht, dann lässt der V8-Motor die Pfunde des Dickschiffs dahinschmelzen wie die letzten Schneereste in der Frühjahrssonne. Genau wie der 911 Carrera S schießt der Cayenne in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht bei entsprechend freier Bahn maximal 283 km/h. Damit der Cayenne auch entsprechend flott um die Ecken kommt, hat Porsche noch einmal am Fahrwerk gearbeitet: Die aktive Wankstabilisierung kämpft gegen die Seitenneigung, das Torque Vectoring verteilt die Kraft je nach Kurvenradius zwischen den 21-Zoll-Rädern, die Bremsen haben mehr Biss und die elektronische Dämpferregelung nimmt im Sport-Modus etwas weniger Rücksicht auf den Komfort.

Porsche Cayenne GTS: Fahrbericht

Porsche Cayenne GTS Porsche Cayenne GTS Porsche Cayenne GTS

Stolzer Preis: In Deutschland kostet der Cayenne Turbo S satte 151.702 Euro.

Die letzten Eisplatten oder der Split vom letzten Eiseinsatz machen sich dann sofort im Kreuz bemerkbar. Außerdem schaltet die Achstufen-Automatik schneller und der Auspuff röhrt ein wenig lauter, wenn man auch den Rest des Antriebs auf Sport trimmt. Wie es sich für einen Porsche gehört, funktioniert die neue Abstimmung nahezu perfekt – solange man auf einer Autobahn oder zumindest auf einer gut ausgebauten Bundesstraße unterwegs ist. Enge, kurvige Landstraßen dagegen mag der Turbo S nicht so gerne, und wer es richtig brennen lassen möchte, ist mit dem Cayenne GTS besser bedient. Nicht nur, weil der rund 60.000 Euro billiger ist und so mehr Geld für den Sprit übrig bleibt. Sondern auch, weil der GTS einfach das schärfere Auto ist. Für Poser mag Power zwar alles sein. Aber für Sportler zählt beim Cayenne vor allem der Pfeffer.

Porsche Cayenne Turbo S: Fahrbericht

Autor: Thomas Geiger



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