Porsche Cayenne Turbo S/Porsche Cayman S PDK: Vergleich

— 02.05.2013

Massen-Gesellschaft

Porsche Cayman S und Cayenne Turbo S trennen 225 PS, 87.000 Euro und mehrere Fahrzeugklassen. Beim Leistungsgewicht aber liegen sie erstaunlicherweise auf einer Wellenlänge.



Eigentlich hätten wir auf diesen Seiten auch eine ganz andere Geschichte austragen können. Eine, die wesentlich naheliegender gewesen wäre, die in ähnlicher Form aber schon mehrmals erzählt wurde. Thema: Porsche Cayman S trifft Audi TT RS, Nissan 370 Z und Konsorten, rollt friedlich mit ihnen durchs Foto, ehe er sie auf der Strecke nach Strich und Faden vermöbelt. Und genau das ist der Punkt: Die Story wäre vorhersehbar, der Sieg in gewisser Weise geschenkt. Schließlich hatte schon der alte in seiner Klasse keine natürlichen Feinde. Dem Turbo S geht es da ganz ähnlich. Schon seine 500 PS starke Basis hat eigentlich niemanden, der ernsthaft mit ihr spielen möchte. Was wäre also naheliegender, als die beiden Extreme des Porsche-Universums einmal gegeneinander antreten zu lassen?

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Der 550 PS starke V8 im Cayenne wummert bestimmt, wird aber nie aufdringlich.

Auf der einen Seite das kleine Sportcoupé. Auf der anderen das rollende Superlativ, das sich selbst schon Image genug ist. 27.846 Euro muss berappen, wer dem Cayenne Turbo ein S anfügen möchte. Im Gegenzug erhält er 21-Zöller, das Sport-Chrono-Paket, eine Wankstabilisierung und eine variable Momentenverteilung an der Hinterachse frei Haus sowie eine amtliche 50-PS-Spritze (angepasste Motorsteuerung, höherer Ladedruck), die deutlich messbar ist, am grundlegenden Charakter des Cayenne Turbo aber nichts ändert. Seine Paradedisziplin bleibt die Langstrecke. Man thront auf vorzüglichen Sportsesseln, genießt ein exklusives Vollleder-Ambiente, lauscht den Feinheiten der Bose-Soundanlage, während der gesamte Koffer mit Tempo 283 über die linke Spur pflügt, als wäre es das Natürlichste dieser Welt.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Video: Porsche Challenge

Cayenne Turbo S gegen Cayman S

Ganz anders der Cayman. Man sitzt drei Etagen unterhalb des Cayenne, in einer maßgeschneiderten Sportfahrerkanzel, die nun endlich auch das aktuelle Porsche-Instrumentarium zwischen den A-Säulen trägt, und erfreut sich daran, dass der neue Cayman nicht nur schneller, sondern auch vielseitiger geworden ist. Die beiden Kofferräume schlucken jeweils eine Streichholzschachtel mehr, die Optionsliste wurde um Annehmlichkeiten wie Bi-Color-Lederpakete oder Highend-Soundanlage erweitert, und der um sechs Zentimeter gestreckte Radstand bewirkt in Tateinheit mit dem steiler ausfahrenden Spoilerblatt einen deutlich ruhigeren Geradeauslauf. Das adaptive Fahrwerk arbeitet ebenfalls geschmeidiger als bisher. Am Gewicht hat sich dagegen wenig geändert. Weitere Details des Vergleichs lesen Sie oben in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel gibt's auch im Online-Heftarchiv als pdf-Download.
Technische Daten Cayenne Turbo S Cayman S
Motor V8, Biturbo B6
Hubraum 4806 cm³ 3436 cm³
kW (PS) bei 1/min 404 (550)/6000 239 (325)/7400
Nm bei 1/min 750/2250–4500 370/4500
Getriebe 8-Stufen-Automatik 7-Gang-Doppelkupplung
0–100 km/h 4,4 s 4,4 s
0–200 km/h 15,4 s 16,2 s
Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangabe) 283 km/h 281 km/h
Preise
Serienfahrzeug (ohne Extras) 151.702 Euro 64.118 Euro
Ausstattung
Automatik Serie (8-stufig) 2.826 Euro (PDK)
Radsatz Serie (21 Zoll) 2.660 Euro (20 Zoll)
Keramikbremsen 8.711 Euro 7.319 Euro
adaptives Fahrwerk Serie (Luftfahrwerk) 1.428 Euro
Hinterachssperre inkl. PTV Serie 1.309 Euro
Sport-Chrono-Paket Plus Serie 1.856 Euro
Preis Testwagen gewertet 160.413 Euro 74 .97 Euro

Massen-Gesellschaft

Der vollständige Artikel ist ab sofort in unserem Online-Heftarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.
Porsche Cayman S, Porsche Cayenne Turbo S

Veröffentlicht:

02.05.2013

Preis:

2,00 €







Autor:

M. Iglisch

Fazit

Der Cayman S ist ein gelungenes Sportcoupé, in gewisser Weise sogar der spaßigere Elfer und auf seine schlanke, handliche Art der wohl krassestmögliche Gegensatz zum Cayenne. Der wiederum fährt schlicht besser, als es eigentlich sein dürfte, und beweist damit einmal mehr, dass auch ein Elefant manchmal Dressur reiten kann.

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