Porsche Macan Facelift (2018): Test und alle Infos

Porsche Macan Facelift (2018): Test und alle Infos

Porsche Macan Facelift (2018): Test, Motoren und alle Infos

Alle Infos zum Porsche Macan

Der Porsche Macan bekommt ein kleines Facelift mit durchgehender Rückleuchte und neuem Infotainment. In Zukunft gibt es keine Dieselmotoren. Sitzprobe!

Vorstellung: Kleines Update für den Macan

Seit 2014 ist der Macan auf dem Markt und das überaus erfolgreich: 40 Prozent aller derzeit verkauften Porsche sind Macan. Damit das Kompakt-SUV weiterhin so beliebt bleibt, ist es 2018 Zeit für ein Facelift. Dabei hat sich Porsche die Themen Design, Komfort, Connectivity und Fahrdynamik vorgenommen. Das Außendesign ändert man allerdings nur marginal. Neue Lufteinlässe an der Front und ein durchgehendes Leuchtband am Heck mit erhabenem Porsche-Schriftzug kennzeichnen das Facelift von außen. Außerdem ist LED-Technik jetzt Serie bei den Leuchteinheiten. Im Innenraum findet sich nun ein elf Zoll großer Touchscreen, Online-Navigation ist serienmäig. Bei den Assistenten bietet Porsche mit dem Facelift auch einen Stauassistenten an, der bis 60 km/h teilautonom fährt. Motorseitig stehen drei Benziner zwischen 245 und 440 PS zur Wahl, einen Diesel gibt es bis auf Weiteres nicht. AUTO BILD geht davon aus, dass der Porsche Macan Facelift noch 2018 auf den Markt kommen. Der Basispreis dürfte aufgrund der erweiterten Ausstattung bei rund 58.000 Euro liegen.

Innenraum: Sportlich, aber mit modernem Infotainment

Für den elf Zoll großen Touchscreen musste das Armaturenbrett in Teilen umstrukturiert werden.

Im Innenraum vereint der modernisierte Macan die beiden Enden des Porsche-Modellportfolios: Am Sportwagen-Ende erinnert das optionale GT-Sportlenkrad an den Elfer – übrigens samt schickem Drehregler für die Fahrmodi. In unserem Fotofahrzeug haben sich die Zuffenhäuser zugunsten des Sportfeelings für die Alcantara-Variante des Volants entschieden – alternativ steht braveres Glattleder zur Auswahl. Auf dem anderen Ast des Stammbaums steht das neue Infotainmentsystem, das aus den großen Geschwistern Panamera und Cayenne bekannt ist. Für den elf Zoll großen Touchscreen (serienmäßig mit Online Navigation) musste das Armaturenbrett in Teilen umstrukturiert werden – diese Operation kann nur als geglückt angesehen werden, denn der Monitor fügt sich sehr gut ins Macan Cockpit ein und lässt vergessen, dass der Macan bereits vier Jahre im Dienst ist. Unverändert: Die Mittelkonsole ragt immer noch hoch auf und beherbergt etliche Knöpfe – unter anderem auch den für den neuen Ionisator.

Neue Porsche (2018, 2019 und 2022)

Ausstattung: Optional mit GT-Sportlenkrad

Zwar kommt der Porsche Macan serienmäßig mit LED-Technik, die Option Porsche Dynamic Light System Plus bringt die Leuchteinheiten dank adaptiver Lichtverteilung aber noch einmal auf den neusten Stand. Ebenso aufpreispflichtig ist das GT-Sportlenkrad aus dem 911 (nur mit Sport Chrono Paket) mit integriertem Drehregler für die Fahrmodi und Sport Responsive Button. Wer mehr Komfort möchte, bestellt die beheizbare Frontscheibe und den Ionisator, der die Luft im Innenraum verbessern soll.

Mit dem Facelift wird die Farbpalette unter anderem durch "Miamiblau" erweitert.

Mit dem Macan Facelift erweitert Porsche außerdem die Lackpalette um die Töne "Miamiblau", "Mambagrünmetallic", "Dolomitsilbermetallic" und "Kreide". Bei den Rädern stehen neue Designs mit 20 und 21 Zoll Durchmesser zur Verfügung. Ebenfalls neu ist ein Stauassistent mit Stop-and-go-Funktion bis maximal drei Sekunden nach dem Stillstand. Bis 60 km/h lenkt das Auto auch automatisch. Das Fahrwerk hat Porsche anders abesgtimmt, dass soll für mehr Neutralität und Komfort sorgen, ohne dass die Fahrstabilität auf der Strecke bleibt. Auch nach dem Facelift bleibt es bei der Mischbereifung, dazu wurden neue Reifen entwickelt, die für mehr Querdynamik sorgen sollen.

Connectivity: Neue App wertet Geländefahrten aus

Serienmäßig ist ein Connect Plus-Modul an Bord, dass das Handysignal über die Auto-Antenne verstärkt. Daran geknüpft sind Funktionen wie die Sprachsteuerung oder das Online-Navigationssystem mit Echtzeit-Verkehrsinformationen aus der "Here Cloud". Ganz neu ist die Offroad Precision App. Mit ihr lässt sich das Fahren im Gelände dokumentieren und analysieren.

Motoren und Preis: Zum Marktstart nur Benziner

Für das Facelift stehen drei Benziner zur Auswahl. Ob ein Diesel nachgereicht wird, ist unklar.

Zum Marktstart hat Porsche drei Benzinmotoren im Angebot. Den bekannten Vierzylinder hat Porsche überarbeitet: Um den strengen WLTP-Vorgaben zu genügen verliert der Benziner 7 PS und leistet mit dem Facelift 245 PS – ist dafür aber mit Otto-Partikelfilter ausgestattet. Die beiden neuen Benziner sind aus dem Porsche Panamera bekannt. Es handelt sich um den 354 PS starken Dreiliter-Turbo-V6 und um den 440 PS starken Biturbo-V6 mit 2,9 Liter Hubraum. Ob ein Diesel zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht wird, ist noch offen. Wenn Porsche noch einen Selbstzünder ins Portfolio aufnimmt, dürfte es sich um ein Aggregat mit etwa 300 PS handeln. Der Basispreis dürfte aufgrund der erweiterten Ausstattung bei rund 58.000 Euro liegen.

Kaufberatung Porsche Macan

Gebrauchtwagen: Macan S Diesel ab 45.000 Euro

Seit 2014 ist der Porsche Macan auf dem Markt. Zunächst mit zwei Benzinern und einem Diesel, aber immer mit V6-Motoren: Die beiden Benziner leisten 340 PS (Macan S) und 400 PS (Macan Turbo), den Macan S Diesel gibt es in drei Varianten (211, 250 und 258 PS). Ende 2015 reichte man dann noch einen GTS mit 360 PS nach, der ebenfalls einen V6-Motor hat. 2016 führte Porsche dann einen Einstiegs-Macan mit Vierzylindermotor und einer Leistung von 252 PS ein, sowie ein Performance Paket für den Turbo, das die Leistung um 40 PS auf 440 PS klettern lässt. Seit Februar 2018 ist der Diesel allerdings nicht mehr bestellbar (Stand Juli 2018). Die Auswahl ist demnach groß. Eine gute Mischung aus Fahrspaß und nicht allzu hohem Verbrauch ist der Macan S (hier geht's zur Kaufberatung).

In Foren äußern sich Macan-Fahrer in der Regel zufrieden über das Kompakt-SUV.

Insgesamt viermal wurde der Porsche Macan zurückgerufen: Im Mai 2014 wegen beschädigter Bremskraftverstärker, im Oktober 2015 konnten Macan S und Macan Turbo undichte Kraftstoffleitungen aufweisen. Im Zuge des Abgasskandals mussten alle Macan S Diesel im September 2016 sowie im Mai 2018 noch einmal in die Werkstatt. Da der Macan noch ein recht junges Auto ist, gibt es bisher keine bekannten Macken, in Foren zeigen sich Macan-Fahrer zufrieden mit dem Kompakt-SUV. Der Porsche Macan gilt als recht wertstabiles Auto: Macan S mit moderatem Kilometerstand kosten auf dem Gebrauchtwagenmarkt um 50.000 Euro, für den Turbo sind mindestens 56.000 Euro fällig. Genauso viel kosten gebrauchte Vierzylindermodelle, in der Regel weisen sie weniger Kilometer auf, als die anderen Motorvarianten. Am günstigsten ist derzeit der Macan S Diesel zu haben: 45.000 Euro kosten ordentliche Modelle.

Porsche Macan Facelift (2018): Test und alle Infos

Autoren: Peter R. Fischer, Katharina Berndt

Stichworte:

SUV

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