Porsche Macan: Fahrbericht

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Porsche Macan: LA und Tokio 2013

— 12.11.2013

So schnell ist der Macan

Die technischen Daten zum Porsche Macan haben es schon vor der Premiere ins Internet geschafft. Hier gibt's die Fahrleistungen des neuen Porsche-SUVs!

Der Porsche Macan wird offiziell zwar erst auf der LA Auto Show 2013 und auf der parallel stattfindenden Tokyo Motor Show enthüllt – doch die Motor- und Fahrleistungen der drei Motorisierungen sind schon jetzt kein Geheimnis mehr.

Ab Mitwoch, 6 Uhr: Offizielle Infos, Fotos und Preise zum Macan!

Längst geistert das Datenblatt aus einem chinesischen Porsche-Prospekt durchs Netz: Zwei Benziner und ein Dieselaggregat bietet Porsche zur Markteinführung an. Der neue V6-Biturbo-Motor mit drei Liter Hubraum, 340 PS und bis zu 460 Newtonmeter Drehmoment im Macan S (0-100 in 5,5 Sekunden, Spitze 254) wird das vorläufige Einstiegsmodell antreiben. Der bekannte 3,6-Liter-V6-Biturbo im Macan Turbo leistet 400 PS und stemmt bis zu 550 Newtonmeter – das reicht für 269 km/h Spitze und 4,8 Sekunden bis Tempo 100. Das V6-Dieselaggregat schöpft aus drei Litern Hubraum 258 PS und bis zu 580 Newtonmeter Drehmoment (0-100 km/h in 6,2 s, Spitze 226).
Porsche Macan (Fahrleistungen)
Modell Macan S Macan S Diesel Macan Turbo
Motor V6-Biturbo-Benziner V6-Diesel V6-Biturbo-Benziner
Hubraum (ccm) 3000 3000 3600
Leistung (PS) 340 258 400
Drehmoment (Nm) 460 580 550
0-100 km/h (s) 5,5 6,2 4,8
Vmax (km/h) 254 226 269
Quelle: www.porscheboost.com
AUTO BILD war bereits in einem Prototyp des Porsche Macan unterwegs. Einlenken, drauf aufs Gas und mit Volllast aus der Kurve herausbeschleunigen – wer jetzt leicht gegenlenkt und glaubt, einen heckgetriebenen Sportwagen durch das Gewirr kurviger Bergstraßen zu führen, erliegt einer Illusion. Denn dieser neue Porsche Macan hat keinen Hinterradantrieb. Er gaukelt dem Fahrer allerdings vor, einen kraftvoll motorisierten Hecktriebler zu führen. Tatsächlich jedoch wirft der Fahrer ein 4,60 Meter langes Crossover-SUV, einen Allradler mit erhöhter Bodenfreiheit und Geländewagenaufbau, durch die Kurven. Dass sich der neue Macan von kundigen Fahrern zu leicht kontrollierbaren Drifts überreden lässt, verdanken wir neben der hecklastigen Auslegung des Allradantriebs insbesondere der speziellen Fahrwerkabstimmung mit Mischbereifung.

Das Heck des Macan wirkt wie Cayenne light. Doch hier rollt noch das leicht getarnte Vorserienfahrzeug.

Verkehrte Welt? Nein, Porsche-Welt! Eine Welt, in der ein Audi Q5 zum Porsche Macan mutiert, dem ersten Sportwagen-SUV, der seinen Namen verdient. Wir sind mit Porsche-Entwicklungsingenieuren unterwegs. Auf letzten Erprobungsfahrten gilt es, einen echten Porsche zu konfigurieren. Ein Auto, das die technische Basis von Konzernbruder Audi vergessen lässt und möglichst viele Fahreigenschaften bietet, die man von den beiden Baureihen 911 und Boxster/Cayman kennt. Und eines, dem man gern zuhört, wenn es sich über hochgradig dynamische Fahrzustände erklärt.

Alle News und Tests zum Porsche Macan

Typisch Porsche: viele Knöpfe, zentraler Drehzahlmesser und Zündschloss links vom Lenkrad.

Hier wartete viel Arbeit auf die Porsche-Ingenieure, um den Macan gegenüber dem Audi Q5 abzugrenzen. Verglichen mit dem Ingolstädter Allround-SUV sitzt der Fahrer im Porsche 25 Millimeter tiefer, gehalten von Sportsitzen aus dem Cayenne. Er steigt nicht SUV-typisch hoch hinein, sondern lässt sich sogar ein wenig auf den Fahrersitz hinab. Auf den ersten Blick ähnelt der Macan sowieso mehr einem zu heiß gewaschenen Porsche Cayenne als einem umgebauten Audi.

Bilder: Erster Blick ins Porsche-Macan-Cockpit

Cockpit Porsche Macan Mittelkonsole Porsche Macan Illustration

Zum autobild.de Allrad-Channel

Während alle Fahrwerkbauteile sowie die Achsgeometrie auf dem Weg vom Q5 zum Macan unverändert blieben, haben die Porsche-Entwickler die mit Vortrieb betrauten Komponenten verstärkt. Porsche spricht von weniger als 64 Prozent Gleichteilen gegenüber der Bodengruppe des Q5. Trocken rollt der Macan in allen anfangs verfügbaren Antriebsversionen ab. Nicht wirklich hart, aber jeder Bodenwelle folgend, informiert der Macan den Fahrer nach Porsche-Art über die Qualität des Straßenbelags. Und die elektrohydraulische Parameterlenkung liefert die mit Abstand schärfste Rückmeldung aller SUVs: Ihre Abstimmung entspricht ja auch der des Elfer. Wenn der Macan ab Anfang 2014 zu Preisen um 50.000 Euro auf den Markt kommt, soll er sich rund 100.000 Mal im Jahr verkaufen. Und so nichts weniger werden als der erfolgreichste Porsche aller Zeiten. Fazit Der neue Macan wird den Erfolg des größeren Cayenne wahrscheinlich wiederholen. Er fährt sich sportlicher als seine Basis Audi Q5, macht mehr Spaß als jedes andere SUV. Trotzdem vergisst Porsche den Alltagsnutzen nicht und macht die Marke so für neue Käufer interessant – zumal der Macan preislich nicht abhebt.

Ab Mitwoch, 6 Uhr: Offizielle Infos, Fotos und Preise zum Macan!

Autor: Jürgen Zöllter

Stichworte:

SUV Sportwagen

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