Porsche Macan Turbo PP im Test

Porsche Macan Turbo PP: Test

— 11.09.2017

Teures Multitalent

Der Porsche Macan Turbo mit Performance Paket ist ein Alleskönner, der elegant zwischen hart und zart wechseln kann. Das hat seinen Preis.

Man muss SUVs nicht mögen. Aber anerkennen, dass es da einige gibt, die richtig was draufhaben. Wie etwa der Porsche Macan, der als komfortables Alltagsauto ebenso punkten kann wie in sportlicher Hinsicht. Und das trotz seiner fast zwei Tonnen Lebendgewicht. Mit fünf Sitzen, geräumigem Kofferraum und optionaler Luftfederung inklusive Tieferlegung deckt er ein extrem weites Feld ab.

Das Performance Paket legt eine ordentliche Schippe drauf

Da geht die Post ab: Mit dem Performance Paket hat der Macan 40 PS mehr als der "normale" Turbo.

Mit Performance Paket (7378 Euro teurer als der Turbo) stößt der Zuffenhausener dank 440 PS in neue Performance-Regionen vor. Neben den 40 Mehr-PS liegen beim PP 600 statt der 550 Nm des Turbo an, mit entsprechenden Folgen für die Fahrleistungen: Der 0-100-km/h-Sprint geht mit 4,2 zu 4,5 Sekunden aus, bis 200 gerät der normale Turbo 1,8 Sekunden in Rückstand (16,2 zu 18,0 s). Und mit maximal 272 km/h läuft der PP-Turbo auch noch einen Schritt schneller als seine Basis (Turbo: 266 km/h). Kein (Kompakt-)SUV kurvt derzeit sportlicher, zeigt weniger Karosseriebewegungen, lenkt zackiger ein und lässt den Fahrer so schnell vergessen, dass er eigentlich in einem SUV sitzt.
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Sport und Komfort stehen beim Macan nicht im Widerspruch

Kein SUV geht so dynamisch ums Eck wie der Macan, aber seine Luftfederung kann es auch komfortabel.

Ausgerüstet mit 15 Millimeter tieferlegendem Sportfahrwerk inklusive Luftfederung (1476 Euro) wedelt er in seiner Klasse konkurrenzlos flink und stabil durch die Pylonengasse. Auf der anderen Seite lassen sich die sportlichen Ambitionen auch zurückfahren, die Luftfederung auf soft einpegeln, was aus dem wilden einen sehr milden Macan mit hoher Alltagstauglichkeit macht. Die optionale Keramikbremse leistet hervorragende Dienste, wird immer besser, je härter man sie rannimmt. Dennoch bleiben zwei Wermutstropfen: Die relevantesten Extras eingerechnet, ist die 100.000-Euro-Schwelle ruck, zuck überschritten. Und ein Testverbrauch von 14,7 Liter (Turbo: 14,5 l) ist heftig. Auch ein Multitalent hat eben noch Schwächen.
Fahrzeugdaten Porsche Macan Turbo Performance Paket
Motorbauart V6, Biturbo
Einbaulage vorn längs
Hubraum 3604 cm³
kW (PS) bei 1/min 324 (440)/6000
Literleistung 122 PS/l
Nm bei 1/min 600/1500-4500
Antrieb Allrad
Getriebe 7-Gang-Doppelkuppl.
Bremsen vorn 396 mm/innenbelüftet/gelocht
Bremsen hinten 370 mm/innenbelüftet/gelocht
Reifengröße v/h 265/40 – 295/35 R 21
Reifentyp Conti Sport Contact 5P
Länge/Breite/Höhe 4699/1923/1609 mm
Messwerte
0-100 km/h 4,2 s
0-200 km/h 16,2 s
60-100 km/h (4./5. Gang) 4,1/5,1 s
80-120 km/h (5./6./7. Gang) 5,0/6,4/8,2 s
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 33,6 m
aus 100 k/h warm 32,1 m
aus 200 km/h 128,1 m
Vmax 272 km/h
Testverbrauch 100 km 14,7 l Super
Leergewicht/Zuladung 1977/573 kg
Leistungsgewicht 4,5 kg/PS
Testwagenpreis 104.387 Euro

Autor:

Ralf Kund

Fazit

Kein Kompakt-SUV ist sportlicher unterwegs als der Porsche Macan. Als Turbo mit Performance-Paket legt er noch eine Schippe drauf. Abgerundet mit der Luftfederung, wird der Macan zur Eier legenden Wollmilchsau: geräumig, schnell, sehr sportlich oder entspannt komfortabel. Klassische Achillesferse bei so viel Talent sind die Kosten – auch an der Tankstelle.

Stichworte:

Kompakt-SUV

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