Porsche Mission E / J1 (2019): Test

Porsche Mission E / J1 (2019): Test

Porsche Mission E / J1 (2019): Vorschau

— 16.11.2017

E-Porsche bleibt studiennah

2019 geht der erste Elektro-Porsche unter dem Namen Mission E an den Start. AUTO BILD hat alle Infos und ist die Studie gefahren.

Porsche arbeitet mit Hochdruck am vollelektrischen Mission E. Beim Außendesign orientiert sich Porsche offenbar recht nah an der 2015 vorgestellten Studie des Mission E. AUTO BILD ist das Showcar bereits gefahren.

Fahren: Bei 250 km/h ist Schluss

Die AUTO BILD-Illustration zeigt, wie der Porsche Mission E als Serienversion aussehen könnte.

Im Mikrokosmos des Mission E gelten ganz andere Gesetze als bei den üblichen Verbrennern. Carven und gleiten, nie räubern und hetzen, das ist sein Ding. Leise statt laut, dezent statt extrovertiert, verbindlich statt polarisierend. Und bei 250 km/h legt der Mission E ein Veto ein. Warum? Weil sonst ungesund hohe Temperaturen und unangenehm kurze Reichweiten drohen. Doch anders als der stärkste Tesla Model S gibt der Porsche auch bei der zehnten Beschleunigungsübung noch sein Bestes, flüchten sich die Batterien nicht vorzeitig in den Schleichmodus, hält der Wagen bei durchgetretenem Gaspedal das Tempo.

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Das Chassis beherrscht schon recht überzeugend den Tiefflug dicht über der Bahn, die agile Lenkung findet auf Anhieb den Mittelweg zwischen wortkarg und geschwätzig, den Beißreflex hat sich die Bremse vom Weißen Hai abgeguckt. Das überfallartige Drehmoment verleiht dem Begriff Vortrieb eine ganz neue Bedeutung, der in den Untiefen des Hecks kauernde Elektromotor schiebt an, als hätten wir nicht hoch und heilig versprochen, spätestens bei 80 km/h vom Gas zu gehen.

Der Erlkönig ist schon unterwegs

Alles Fake: Die Auspuffblenden in der hinteren Stoßstange des Erlkönigs dienen nur der Täuschung.

Die Arbeiten am Serienmodell laufen bereits, das beweisen Fotos der AUTO BILD-Erlkönigjäger. Die gegenläufig öffnenden Türen der Studie sind anscheinend Geschichte, auch verfügt der Erlkönig über eine klassische B-Säule. Die Rückleuchten mit dem von Panamera und Cayenne bekannten durchgehenden Leuchtband wurden von der früheren Studie übernommen. Sie sind verhältnismäßig schmal und mit separaten LED-Einheiten ausgestattet. Die Auspuffblenden in der hinteren Stoßstange des Erlkönigs dienen nur der Täuschung. Bei flüchtiger Betrachtung soll nichts auf einen vollelektrischen Porsche hinweisen.

Technik und Preis

Wenn der rein elektrisch betriebene Porsche Mission E 2019 in Serie geht, wird 800-Volt-Technik zum Einsatz kommen. Mit ihr lässt sich laut Porsche die Ladezeit drastisch senken: Für eine 80-prozentige Ladung (400 Kilometer Reichweite) muss der Wagen lediglich 15 Minuten ans Stromnetz gehängt werden – einen 800-Volt-Anschluss vorausgesetzt. Zwei E-Motoren, ähnlich denen im Le Mans-Sieger 919 Hybrid, sorgen im E-Porsche für den Vortrieb. Die Leistung gipfelt bei über 600 PS, die per bedarfsgesteuertem Allradantrieb mit Torque Vectoring auf die Straße gebracht werden. Porsche gibt für den Sprint auf 100 km/h eine Zeit von 3,5 Sekunden an. In weniger als zwölf Sekunden soll der Mission E aus dem Stand auf 200 km/h beschleunigen. Auf der Nordschleife unterbiete er die Acht-Minuten-Marke, so Porsche. Für so viel Leistung sind mindestens 100.000 Euro fällig.

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Zudem soll der Viersitzer einen entscheidenden Vorteil gegenüber Hauptkonkurrent Tesla haben: Gegenüber automobilemag.com hat ein nicht direkt an der Entwicklung des Mission E beteiligter Ingenieur verraten, was der E-Porsche besser können soll als sein wohl größter Gegner, der Tesla Model S. Demnach soll der Mission E wieder und wieder hart beschleunigt werden können, ohne dass die Batterie oder das System überhitzen.

Der Mission E deutet Gesten und Blicke

Allradantrieb und Allradlenkung: Die Nordschleife soll der Mission E in weniger als acht Minuten umrunden.

Auf einen Getriebetunnel mussten die Designer bei der Innenraumgestaltung keine Rücksicht nehmen – Elektroantrieb sei Dank. Die Batterien hat Porsche unter der Fahrgastzelle auf ganzer Länge zwischen den Achsen platziert. Die Insassen sitzen auf vier Einzelsitzen, deren Formgebung sich an Rennschalen orientiert. Die Bedienung des Concepts geschieht über Blick- und Gestensteuerung sowie über Hologramme. Infotainment, Navigation, Klimaanlage und Fahrzeugeinstellungen lassen sich über Apps anwählen – dafür steht auch, im Gegensatz zur Gestensteuerung fast schon traditionell, ein Touchscreen in der Mittelkonsole zur Verfügung. Eine Kamera überwacht die Blickrichtung und die Körperhaltung des Fahrers. Mit diesen Daten richtet der Mission E die 3D-Darstellung der Instrumente auf das Sichtfeld des Fahrers aus.

Porsche Mission E / J1 (2019): Test

Autoren: Peter R. Fischer, Jan Götze, Andreas Huber, Georg Kacher

Stichworte:

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