Sitzprobe Porsche Mission E

Porsche Mission E im Test (IAA 2015): Sitzprobe

— 14.09.2015

Porsche wird elektrisch

Auf einen Tesla-Fighter aus Deutschland haben wir lange gewartet. Mit dem Mission E setzt sich Porsche jetzt auf die Überholspur.

Als der Porsche Mission E am VW-Konzernabend auf die große Bühne rollt, ist nicht viel mehr als das quietschen der Pneus zu hören. Und das bei einem Porsche? Ja, Absicht. Denn die viertürige Elektro-Limousine soll der Sportwagenfirma aus Stuttgart den Weg in die Zukunft weisen.

Am Heck zeigt der Mission E dem Panamera, wie es richtig geht

Video: Porsche Mission E Concept (IAA 2015)

Erster Elektro-Porsche

Klar, dass sich Porsche-typsich trotz des flüsterleisen Antriebs viel um Design und Performance dreht. Beginnen wir beim Aussehen: Anders als der etwas aus dem Leim geratene Panamera, zeigt sich der Mission E durchtrainiert, fast wie ein Elfer mit vier Türen. Vor allem das Heck ist richtig gut gelungen. Und das tolle Design hat keinerlei Auswirkungen aufs Platzangebot. Im futuristischen Innenraum finden vier Passagiere mehr als genug Platz auf den Einzelsitzen. Im Cockpit setzt Porsche auf Hologramme zur Darstellung der Instrumente, per Gesten wird bedient. Nicht viel mehr als Messe-Bling-Bling, aber nett anzuschauen. Deutlich seriennäher ist der Antrieb. Zwei Elektromotoren leisten insgesamt über 600 PS. Anders als bei Tesla, handelt es sich um "permanent-erregte" Motoren. Die sollen ihre Kraft nicht nur deutlich konstanter entfalten, sondern auch bei mehrmaligen vollem Beschleunigen nicht nachlassen. Und genau das ist einer der Hauptkritikpunkte am Tesla Model S.

Bei der Beschleunigung bleiben keine Wünsche offen

Asphaltrakete: In unter 3,5 Sekunden ist der Elektro-Porsche auf Tempo 100, erreicht 250 km/h.

In weniger als 3,5 Sekunden soll es so von 0 auf 100 km/h gehen, erst bei 250 Sachen ist elektronisch begrenzt Schluss. Dank des Allradantriebs soll sich der Mission E vor allem auf der Rennstrecke wohlfühlen, die variable Verteilung des Drehmoments sorgt für ein ausgeglichenes Fahrverhalten, die Allradlenkung für die Porsche-typische Handlichkeit. Der Clou aber kommt erst beim Laden. In der Realität verspricht Porsche eine Reichweite von über 500 Kilometern. Und dank einer 800 Volt-Technologie sollen sich 80 Prozent der Reichweite in 15 Minuten wieder nachladen lassen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Stimmt. Denn noch gibt es keine Lade-Infrastruktur, die derartiges leisten kann. Soll aber bis zum Ende des Jahrzehnts soweit sein. Bis dahin will Porsche den Mission E auch fit für die Serie haben. Und wem das zu lange dauert: Bereits 2018 soll der Elfer in einer Elektroversion auf den Markt kommen. Er wird sicher viele Details der IAA-Studie übernehmen.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Porsche kann Elektro! Nicht weniger als diese neue Erkenntnis bringt diese heiße Studie. Tesla jedenfalls kann sich warm anziehen, wenn der Mission E zum Ende des Jahrzehnts auf den Markt kommt.

Stichworte:

Sportwagen

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.