Porsche Panamera II (2016): Erlkönig

Porsche Panamera II Erlkönig Porsche Panamera II Erlkönig

Porsche Panamera II (2016): Erlkönig

— 23.05.2016

Neuer V8 für den Panamera II

Porsche hat einen neuen V8-Biturbomotor entwickelt. Das 549 PS starke Triebwerk mit 770 Nm wird erstmals im neuen Panamera Turbo arbeiten.

Video: Porsche Panamera Erlkönig (2016)

Panamera legt Tarnung ab

Neuer Panamera, neuer V8-Turbo: Für die zweite Generation des Porsche Panamera haben die Motoren-Entwickler einen neuen Turbomotor konstruiert. Wie beim V8-Biturbo von Mercedes-AMG liegen die Twin-Scroll-Lader im Porsche-V8 zwischen den beiden Zylinderbänken (im sogenannten "heißen Innen-V"). Diese Anordnung der Lader gilt nicht nur als besonders effizient und als spontan ansprechend, sondern verringert auch die Abmessungen und das Gewicht des Motors. So konnten die Ingenieure im Vergleich zum Vorgängermotor 9,5 Kilo sparen. Schöpfte der Panamera Turbo seine 520 PS aus 4,8 Litern Hubraum, kommt der neue Motor mit vier Litern Hubraum (86mm x 86mm) aus. Die Leistung steigt dennoch: Maximal leistet der neue Motor 550 PS und erreicht ein Drehmoment von 770 Nm. Im Teillastbetrieb hilft eine Zylinderabschaltung beim Spritsparen. AUTO BILD geht davon aus, dass der neue V8-Biturbo auch von Audi, Bentley und eventuell sogar Lamborghini (Urus) verbaut werden könnte.
Technische Daten V8-Biturbo im Panamera Turbo (vermutlich ab 2017)
Motorbauart V-Ottomotor, 90° Bankwinkel
Zylinderzahl 8
Anzahl der Ventile pro Zylinder 4
Hubraum 3.996 ccm
Hub x Bohrung 86 mm x 86 mm
Leistung 404 kW / 549 PS
maximales Drehmoment 770 Nm zw 1960 und 4500 U/min
Höchstdrehzahl 6800 U/min
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Das buckelige Heck des Vorgängers ist Geschichte, die Formensprache ist nun deutlich harmonischer. Das Kennzeichen wandert wieder nach oben.

Das neue Aggregat ist derzeit in der Testphase: Erst kürzlich haben die Erlkönig-Jäger einen blauen Panamera Turbo der nächsten Generation bei Testfahrten erwischt. Dieser hat im Vergleich zum normalen Modell noch mal größere Lufteinlässe, hinter denen die Kühler zu erkennen sind. Zudem ist die Front etwas zerklüfteter und beim genauen Hinschauen erkennt man unter den LED-Blinkern Sensoren, möglicherweise für die Schildererkennung. Der Erlkönig ist auf Vielspeichenfelgen unterwegs, die an das RS-Spyder-Rad in 20-Zoll, erinnern. Am Heck fällt auf, dass die Kennzeichenaussparung im Vergleich zum aktuellen Panamera wieder nach oben, direkt unter die Kofferraumklappe, wandert. Außerdem bekommt das Topmodell vier runde Aupuffrohre. Die Endrohre waren zuletzt eckig. Die abgeklebte Leiste zwischen den Rückleuchten könnte auf ein durchgängiges Leuchtband hinweisen. Dass die Erlkönige inzwischen fast ungetarnt untwerwegs sind, könnte zudem bedeuten, dass der neue Panamera in den Startlöchern steht. Möglich ist, dass die zweite Generation auf dem Auto Salon Paris 2016 (1. Oktober bis 16. Oktober) präsentiert wird. Die Turbo-Version könnte 2017 folgen.

Erster Blick in den Innenraum

AUTO BILD hat das Cockpit des neuen Porsche Panamera am Computer enttarnt. Das Lenkrad ist im Stile des gelifteten 911 gehalten und weist den gleichen Fahrmodi-Drehregler auf wie im Elfer. Der Drehzahlmesser sitzt nach wie vor mittig im Instrumententräger. Links davon scheint ein digitaler Tacho verbaut zu sein. Ansonsten präsentiert sich der Panamera-Innenraum weniger zerklüftet als bisher. Über der Mittelkonsole sitzt künftig ein großer 14,5-Zoll-Touchscreen. 

Panamera-Cockpit mit großem Bildschirm und Touchpad statt Schalterflut auf der Mittelkonsole. 

Wie schon im facegelifteten Elfer wird auch der neue Panamera über Verkehrsnachrichten in Echtzeit verfügen. Eine App ermöglicht zudem, wichtige Fahrzeugfunktionen wie etwa den Ladezustand des Akkus der Plug-in-Hybrid-Version vom Smartphone aus zu kontrollieren. Auf der Mittelkonsole verschwinden mit Ausnahme des Lautstärkereglers die zahlreichen Knöpfe. Funktionen wie das Verstellfahrwerk werden über ein großes Touchpad bedient. Als der Panamera 2009 auf den Markt kam, hatte der Porsche schnell einen Spitznamen weg: Buckelwal. Damit meinten die Kritiker die nicht ganz so elegante Gestaltung des Hecks. Die war notwendig, weil der Viersitzer ausreichend Platz für vier große Passagiere plus Gepäck bieten sollte. Noch 2016 wandelt sich der Panamera vom buckeligen Bruder zur eleganten Krönung des Elfer-Programms.

Neue Porsche bis 2020

Porsche Macan Junior Illustration
Optisch erkennen wir einiges von der 2012er-Studie "Sport Turismo" wieder, die Karosserie wirkt deutlich dynamischer und weniger schwülstig. Technisch basiert der Fünftürer auf dem gleichen Baukasten, den künftig auch Bentley Continental und in abgeänderter Form der kommende 911er nutzen. Größter Vorteil dieser Matrix: Konsequenter Leichtbau soll rund 100 Kilo Gewicht sparen. Wie gehabt kommen Diesel von Audi zum Einsatz, ganz oben ein V8-Selbstzünder. Die Benziner aus eigenem Hause leisten bis zu 600 PS, und auch der Hybrid fehlt nicht. Die Preise starten ab etwa 85.000 Euro.

Porsche Panamera II (2016): Erlkönig

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Infos Porsche Panamera Gebrauchtwagen

Porsche Panamera

Porsche Panamera ab 37.000 Euro als Gebrauchtwagen kaufen

Für das gleiche Geld, nämlich rund 85.000 Euro bekommt man den Porsche Panamera I in der Turboausführung als Gebrauchten - und zwar das Faceliftmodell ab Mitte 2013. Die kleineren Motorisierungen (V6 mit 300 PS oder den V6-Diesel mit 250 PS) gibt es als gepflegte Vorfaceliftmodelle ab etwa 37.000 Euro.

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Autoren: Peter R. Fischer, Jan Götze

Stichworte:

Cockpit Sportwagen V8

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