Montage VW/Porsche-Fusion

Porsche-Übernahme

— 21.10.2009

VW erwirbt 49,9 Prozent

Volkswagen gibt Gas bei der Porsche-Übernahme. Die Wolfsburger beteiligen sich früher als geplant mit 49,9 Prozent. Für Porsche bedeutet das fast vier Milliarden Euro in den klammen Kassen.

(dpa/sb) Volkswagen wird zum Einstieg bei Porsche bis Jahresende 2009 bereits fast 50 Prozent an der Sportwagenschmiede erwerben und dafür knapp vier Milliarden Euro zahlen. Auf dem Weg zum integrierten Autokonzern werde VW sich im ersten Schritt mit 49,9 Prozent an der Porsche AG beteiligen, teilte VW am Dienstag (20. Oktober) in Wolfsburg mit. Darauf hätten sich beide Unternehmen verständigt. In der im August vorgestellten Grundlagenvereinbarung war eine anfängliche Beteiligung an der Porsche AG von 42 Prozent vorgesehen. Derzeit laufen noch Gespräche über die Durchführungsverträge, die die Details der Zusammenführung regeln.

Hier geht es zur Porsche-Markenseite

Der Zeitplan für die Schaffung eines gemeinsamen Konzerns bleibe aber unverändert, hieß es in der Mitteilung des Wolfsburger Autobauers. VW wird sich bis Ende 2009 am operativen Geschäft von Porsche beteiligen und die Verschmelzung von Volkswagen AG und Porsche SE sei weiterhin im Laufe des Jahres 2011 geplant. Die derzeit laufenden Gespräche zeigten, "dass die für eine Vertiefung der Zusammenarbeit identifizierten Projekte schneller voranschreiten werden als ursprünglich erwartet." Diese Entwicklung soll nun mit einer höheren Beteiligung an der Porsche AG unterlegt werden. Volkswagen werde für die Beteiligung an Porsche voraussichtlich rund 3,9 Milliarden Euro zahlen, hieß es in der Mitteilung weiter. Zur Refinanzierung und zur Sicherung des guten Ratings von Volkswagen sei eine Erhöhung des Vorzugskapitals im ersten Halbjahr 2010 geplant, über die die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 3. Dezember abstimmen sollen.

Verhandlungen komplizierter als gedacht

Auf den groben Fahrplan für die Übernahme hatten sich die beiden Unternehmen bereits Mitte August geeinigt. Demnach soll Porsche in mehreren Etappen in den VW-Konzern integriert werden. Die Gespräche über die Einzelheiten ziehen sich jedoch länger hin, als ursprünglich angenommen. Bei den Verhandlungen gehe es noch um "komplexe juristische Details", hieß es. Über das grundsätzliche Ziel eines gemeinsamen integrierten Autokonzerns herrsche aber nach wie vor Einigkeit.

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