Prämien-Vergleich im Internet

Prämien-Vergleich im Internet Prämien-Vergleich im Internet

Prämien-Vergleich im Internet

— 14.08.2003

Wer ist günstiger?

Bei der Versicherung für einen Gebrauchten ist Feilschen um jeden Cent angesagt. Der AUTO BILD-Tarifcheck im Eigenversuch hat 95 Euro gespart.

Ist ein Auto auf Altersteilzeit, darf es nicht mehr viel Kfz-Versicherung kosten. Wie mein Golf II, 75 PS, Automatik. Baujahr 1984, aber noch gesund in Blech und Technik, wie die letzte Hauptuntersuchung ergab. Rund 5000 Kilometer jährlich muss er noch machen. Im September ist wieder die jährliche Versicherungszahlung fällig. Kasko, Schutzbrief, Insassenunfall oder Rechtsschutz, das alles hat der Golf nicht, sondern nur die Haftpflicht. 235 Euro ruft die HUK Coburg Allgemeine dafür auf. Die reine Haftpflicht für einen alten Golf auf 30 Prozent Beitragssatz – da lässt sich doch kaum noch was an Ersparnis herausholen? Dachte ich, so wie sicher viele Autohalter, die schmale Prämie zahlen. Doch Gewissheit – und vielleicht ein paar Euro mehr fürs Sparschwein – erhält nur, wer forscht. Also ins Internet, zu den Online-Rechnern. Als Erstes kalkuliere ich bei huk24.de, der Online-Schwester der HUK Coburg – und siehe da: Nur 188 Euro werden verlangt. 47 Euro Ersparnis, das klingt nach Geld – und Wechseln kostet nichts.
Hier geht es zum Versicherungsvergleich!

Der Ehrgeiz des Sparfuchses ist geweckt: Ist da etwa noch mehr drin? Die Versicherung Deutsche Allgemeine gibt bei Online-Abschluss fünf Prozent Rabatt, will 204 Euro. Der HDI möchte fünf Euro mehr, verlangt 209 Euro. Darin ist aber noch ein Schutzbrief im Wert von 6,50 Euro enthalten. Die Ontos-Versicherung, die mich mit dem schnellsten Online-Vergleich erfreut, ruft 220 Euro auf.

Ein stinknormaler VW Golf II. Die Prämienunterschiede sind riesig – deshalb immer vergleichen!

Bislang alle billiger als meine Versicherung – aber ich suche den Prämien-Aldi! Vielleicht ist es Ineas, der Online-Versicherer, der beim letzten großen Beitragsvergleich von AUTO BILD günstig abgeschnitten hatte? Die Seite kommt, doch als ich kalkulieren will, heißt es: "Bedauerlicherweise nehmen wir zurzeit keine neuen Versicherungsanträge an. Wir sind dabei, unsere Kapazitäten für das Neukundengeschäft zu erweitern, anknüpfend an unser Bestandswachstum in Europa. Wir bedanken uns für Ihren Besuch und hoffen, Sie später wieder willkommen zu heißen."

Die lehnen doch glatt Geschäft und Einnahmen ab – fahren wir etwa doch nicht durch wirtschaftlich holprige Zeiten? Also weitergeklickt, zur Europa-Versicherung. Die sind teurer, verlangen inklusive Schutzbrief 254 Euro. Aber: Die Europa gehört zu den wenigen Adressen, die das Rabattspiel nicht mitmachen. Das kostet zwar mehr, bringt aber auch Vorteile: Fahrer, Kilometerleistung, Abstellplatz – egal. Beim Tarifcheck bei Direct Line versagen meine beiden Browser, also angerufen. Die nette Dame von der Tarifauskunft ist fix, kalkuliert für mich am Telefon. Das geht ebenso schnell wie am Rechner. Ergebnis: 228 Euro – zu wenig für einen Wechsel.

Und dann stoße ich auf meinen Prämien-Aldi: die Axa-Versicherung. Zum Tarif "alternativ" wirft mir der Drucker doch glatt ein Angebot zu 140 Euro aus. 95 Euro weniger, das sind satte 40 Prozent Beitragsdifferenz. Kann das sein? Drei Tage später ist das schriftliche Angebot da – es bestätigt die Internetangaben. 95 Euro, dafür bekommt mein Golf Benzin für mehr als 1000 Kilometer – da kommt beim Tanken doch (fast) wieder Freude auf.

Beim Wechsel sollten Sie auf die folgenden Details achten

Immer auf die Bedingungen achten und nicht schummeln, wenn nach Jahreslaufleistung und anderen Fahrern für das Auto gefragt wird.

• Wegen der individualisierten Tarifsysteme gibt es den günstigsten Versicherer für alle nicht mehr. Dieser Vergleich ist deshalb nur eine Stichprobe für einen konkret umrissenenen Versicherungswunsch. • Bei anderen Versicherungsprofilen (etwa inklusive Kasko), anderen Fahrzeugen oder unterschiedlichen Rabattvoraussetzungen können andere Versicherungen, auch hier nicht aufgeführte, vorn liegen. • Vergleichen Sie vor einem Wechsel auch die Versicherungsleistungen Punkt für Punkt. • Bedenken Sie, dass Sie bei einem Wechsel nur Ihre schadenfreien Jahre (SF-Jahre) mitnehmen. Die zugeordneten Rabattsätze dagegen können sich je nach Versicherung unterscheiden. Prüfen Sie vor einer Entscheidung also auch die Rabattstaffeln. • Kündigen können Sie zur so genannten Hauptfälligkeit der Police (häufig der erste Januar eines Jahres), bei Fahrzeugwechsel oder nach einem von der Versicherung regulierten Schaden. • Mitunter geht die bisherige Versicherung bei Vorlage eines günstigeren Konkurrenzangebots mit, dann erübrigt sich ein Wechsel.

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