The Beast: US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen

Präsidentenlimousine: Neues "Beast" für Donald Trump

Neues "Beast" kommt im Spätsommer

Donald Trump bekommt sein neues "Beast" wohl im Spätsommer. Derzeit nimmt der Secret Service die letzten Änderungen am Auto des US-Präsidenten vor. Infos zum "Cadillac One"!
US-Präsident Donald Trump wartet immer noch auf sein neues "Beast". Aber wohl nicht mehr lange: Eigentlich sollte der mächtigste und wohl umstrittenste Mann der Welt, der immer wieder über die deutsche Autoindustrie schimpfte, schon 2017 ein aufgefrischtes "Presidential State Car" von Cadillac bekommen. Nun wird die Panzerlimousine einem Bericht von "Fox News" zufolge wohl im Spätsommer 2018 in Dienst gestellt. "Der Wagen ist dem Kunden übergeben worden", sagte Cadillac-Boss Johann de Nysschen laut Fox. Derzeit nimmt demnach der Secret Service letzte Modifikationen am "Cadillac One" vor.

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Vom "Cadillac One" gibt's nur Erlkönigbilder

Von Trumps neuem "Cadillac One" gibt es bislang nur Erlkönigbilder. Eigentlich sollte die neue Staatskarosse noch 2017 fertig werden.

Von der Neuauflage der Staatskarosse gibt es bislang lediglich Erlkönigbilder. Auf dem GM-Testgelände in Milford/Michigan (USA) drehte der Hochsicherheits-Caddy im Sommer 2017 einige Highspeed-Testrunden, bei denen das stark getarnte Panzerfahrzeug abgelichtet werde konnte. Wie der CT6 trägt auch das "Beast" den neuen Cadillac-Grill und vertikale Scheinwerfer. Auch im Profil erinnert der Wagen an die Oberklasse von Cadillac. Von hinten dagegen weckt der Beast-Erlkönig eher Erinnerungen an Rolls-Royce als an aktuelle Modelle des noblen Ami-Schlittens.

Einzigartige Sicherheitsvorkehrungen der Staatskarosse

Der Innenraum im State Car (hier mit Trump-Vorgänger Barack Obama) muss wohl künstlich beleuchtet werden, weil durch die Panzerscheiben nicht genug Sonnenlicht eindringt.  

Von außen zu erahnen: Die amerikanische Staatskarosse ist fast sieben Meter lang, das Dach wurde für einen bequemen Einstieg beinahe auf Stehhöhe angehoben. Die neue Staatskarosse wird Platz für sieben Personen haben, die durch 20 Zentimeter dicke Türen geschützt werden. Ihre Fensterscheiben halten Beschuss mit Armeemunition, der Wagen einem Chemiewaffenangriff stand. Schusssichere Reifen und Stahlfelgen sind fast schon selbstverständlich. Der Unterboden des "Beasts" ist gegen Minen geschützt. Die Sicherheitsvorkehrungen an Bord des State Car suchen ihresgleichen: Das Auto bekommt eine eigene Sauerstoffversorgung, der Tank ist gepanzert, alle Fenster sind kugelsicher. Werfer für Granaten und Tränengas, Nachtsichtgeräte, Satellitentelefon und ein verschlüsselter Internetzugang sind an Bord – und es soll sogar Blutkonserven mit der Blutgruppe des Präsidenten geben. Einzelheiten halten die Behörden aus Sicherheitsgründen geheim, die Kosten sollen sich pro Limousine auf mehr als eine Million Dollar (ca. 920.000 Euro) belaufen.

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Technische Daten des "Beast" sind Staatsgeheimnis

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Das Making of "the Beast"

Von der Form her ging auch das aktuelle "Beast" noch gerade als Pkw durch, tatsächlich ist es aber ein Panzer auf Lkw-Rädern. Es begleitete schon US-Präsident Barack Obama von 2009 bis 2017. Von außen erinnert es an einen Cadillac CTS der 2013 ausgelaufenen Generation. Technische Details zum Auto gibt es so gut wie keine. Spekuliert wird, dass der gepanzerte Body von einem Pick-up- oder SUV-Rahmen getragen wird. Steckt unter dem Panzerkleid ein Chevrolet Suburban? Wird das "Beast" mit Benzin oder Diesel angetrieben? Staatsgeheimnis! Die Spekulationen um den Motor reichen vom riesigen V8-Benziner bis zum 6,6-Liter-Duramax-Diesel. Gerüchten zufolge erreicht der Cadillac wegen seiner fünf bis acht Tonnen Gewicht maximal 97 km/h und verbraucht 27 Liter auf 100 Kilometer. Eine Lachgas-Einspritzung soll ihm aber kurzzeitig zu 1000 PS verhelfen.

Kennedys Lincoln erlangte tragische Berühmtheit

Das berühmteste Presidential State Car neben "The Beast" dürfte der Lincoln X-100 sein, in dem 1963 auf John F. Kennedy geschossen wurde.

Der erste US-Staatschef, der mit einem Auto chauffiert wurde, war Präsident William H. Taft (Amtszeit 1909 bis 1913). Aber es dauerte bis zum Angriff Japans auf Pearl Harbor 1941, dass die US-Regierung auch im Inland eine Bedrohung für Leib und Leben des Präsidenten ausmachte und den Lincoln von Franklin Delano Roosevelt nachträglich panzern ließ. Der offene Lincoln X-100 von John F. Kennedy erlangte 1963 traurige Berühmtheit, als die Welt live am Fernseher verfolgen konnte, wie der Präsident in seinem Wagen erschossen wurde. Gerald Ford hatte in den 70ern in einem seiner Autos einen Zusammenstoß mit Schülern in einem Gebrauchtwagen, und Ronald Reagan wäre ohne sein State Car beinahe gewaltvoll aus dem Leben geschieden. Obamas Cadillac wurde dann wie zuvor ein Cadillac Fleetwood an der Seite von Clint Eastwood zum Leinwandstar: Er schaffte es in Roland Emmerichs "White House Down" auf die Kinoleinwand. Hier die Bilder von Trumps Beast und eine Ahnengalerie der US-Staatskarossen.

The Beast: US-Präsidentenlimo und ihre Ahnen

Autoren: , , Matthias Techau

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