Preis Mitsubishi i-MiEV

— 08.06.2009

Stromer in Serie

Innovationen haben ihren Preis. In Japan bringt Mitsubishi den Elektro-Kleinwagen i-MiEV in Serie. Zu Tarifen ab 34.000 Euro muss das grüne Gewissen allerdings teuer erkauft werden.
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Von Stephan Bähnisch Mitsubishi ist im Rennen um die Krone bei der Serien-Einführung von Elektroautos einen großen Schritt näher gekommen. In Japan wurde jetzt die Serienversion des i-MiEV vorgestellt, ab sofort können die Kunden das Elektro-Ei bestellen. Zuerst kommen Flottenbetreiber, Behörden und Institutionen in Japan zu Zug, ab April 2010 dürfen auch Privatkunden zuschlagen. Anders als der 100.000 Euro teure Sportwagen Tesla Roadster, der in einer Kleinserie produziert wird und bereits vor allem auf Kalifornischen Straßen rollt (dort ab 105.000 US-Dollar), sollen vom i-MiEV bereits in den ersten Monaten 1400 Einheiten verkauft werden. Ein Schnäppchen ist er aber auch nicht: Der 3,40 Meter kurze Stromer kostet umgerechnet 34.000 Euro, wird aber von der japanischen Regierung kräftig mit Steuergeschenken und Förderungen belohnt. Zudem werden spezielle Leasingangebote gemacht.
Drei Fahrprogramme zur Wahl
Sieben bis 14 Stunden vergehen, bis der i-MiEV wieder fahrbereit ist.
Sieben bis 14 Stunden vergehen, bis der i-MiEV wieder fahrbereit ist.
Dank klugem Packaging bietet der i-MiEV vier vollwertige Sitzplätze, das konnten wir auf diversen Messerauftritten bereits testen. Die Nickel-Metallhybrid-Akkus wurden platzsparend im Unterboden integriert und füttern einen 64 PS starken Elektromotor, der im Heck sitzt. So soll der Technologieträger im japanischen Stadtverkehr immerhin 160 Kilometer weit kommen und auf der Autobahn 130 km/h Spitze erreichen. Je nach anliegender Spannung dauert ein Ladevorgang sieben bis 14 Stunden, ein Schnelllade-Modus ermöglicht den Betrieb bereits nach einer halben Stunde wieder. Dann sind immerhin knapp 150 Kilometer Reichweite drin. Drei verschiedene Fahrprogramme stehen zur Wahl: Im D-Modus liefert der i-MiEV volle Leistung, im Eco-Modus steigt die Reichweite bei sinkender Leistung, im sogenannten B-Modus wird mehr Bremsenergie zurückgewonnen, ohne dass die Leistung absinkt.
Bambus statt Kunststoff
Trotz der Kürze (3,40 Meter) finden vier Erwachsene ausreichend Platz.
Trotz der Kürze (3,40 Meter) finden vier Erwachsene ausreichend Platz.
Die üppige Ausstattung relativiert den hohe Preis: Als erster Kleinwagen ist der i-MiEV mit Front- und Heckleuchten in LED-Technik ausgerüstet. Klima ist ebenso Serie wie das Mitsubishi Multi-Entertainment-System mit Sieben-Zoll Bildschirm, der über das Navigationssystem die eigens geschaffenen Batterie-Ladestationen anzeigt. Auch bei der Einrichtung des Interieurs gehen die Japaner neue Wege. Durch die Verwendung von Bambus-Fasern statt herkömmlichem Kunststoff wird bereits während der Produktion der Materialien der CO2-Ausstoß gesenkt. Und Mitsubishi hat sich Partner ins Boot geholt: Der i-MiEV kommt nicht nur zusätzlich als Peugeot-Modell, sondern auch – mit eigenständigem Design – als Citroën. Das dürfte die Preise senken. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Subaru bringt den Kleinwagen Stella EV ebenfalls gerade auf den Markt. In den USA hat das Start-up-Unternehmen Coda Automotive gerade angekündigt, eine fünfsitzige Limousine mit Namen Coda anzubieten. Weil das Auto in China montiert wird, soll es ab 2010 für umgerechnet 32.000 Euro zu haben sein.
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Manuel,
02.08.2009 18:57Uhr
Ein bisschen teuer aber so sau cool
Wenn der Staat was dazu geben würde z.B. 5000 Euro dann wäre dieses hübsche Auto eine Überlegung wert.
Aber: wir brauchen merh Ladestationen
Also: Förderung ist angebracht!!!!!!!!!!!!!!!!!
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