Preiserhöhung bei der Bahn

Preiserhöhung bei der Bahn

— 31.08.2005

Energie ist teuer, Zugfahren auch

Eine einfache Rechnung: Steigen die Energiepreise, wird Beförderung teurer – auch für Kunden der Deutschen Bahn,

Die DB entdeckt den Kerosinzuschlag: Die Deutsche Bahn erhöht zum 11. Dezember 2005 ihre Preise – und begründet die 2,9 Prozent Teuerung mit erhöhten Energiepreisen. Weil die Kosten für Strom und Diesel unverhältnismäßig gestiegen seien, gibt das Noch-Staatsunternehmen ganz privatwirtschaftlich die Preise an die Kunden weiter. Ein 2.-Klasse-Ticket von Hamburg nach Berlin, bisher ab 45 Euro ohne Bahncard, wird dann rund 46,30 Euro kosten. Auch die Preise für Bahncard 25 und 50 sowie Wochen-, Monats- oder Jahreskarten steigen ab dem 11. Dezember um knapp drei Prozent. Fahrscheine für die 1. Klasse erhöhen sich nur um durchschnittlich 1,3 Prozent. Fahrradkarten (one-way) steigen von 3,00 auf 3,50 Euro.

Auch im Regionalverkehr plant die Bahn eine Preiserhöhung von bis zu 2,9 Prozent für Einzelfahrkarten und Wochentickets sowie von bis zu 2,2 Prozent für Monatskarten – hierfür müssen die Länderregierungen noch ihre Zustimmung geben. Sparen können zukünftig Jugendliche zwischen 15 und 19: Für sie kostet die Bahncard 25 lediglich zehn Euro pro Jahr (bisher 50 Euro); mit ihr ist ein Preisnachlaß von 25 Prozent drin. In Bayern, Berlin und Brandenburg wird zur Auslastung von regionalen Nachtverbindungen das "Länderticket Nacht" eingeführt. Es erlaubt bis zu fünf Personen, zwischen 19 und sechs Uhr des Folgetages für 18 Euro das Regionalnetz zu nutzen. Das Länderticket Nacht kann nur im Internet und am Automaten erworben werden.

Die tagsüber geltenden Ländertickets werden in allen Bundesländern bis auf NRW, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein um bis zu zwei Euro teurer. Dafür gelten diese Fahrscheine jetzt überall auch am Wochenende. Das sogenannte Cityticket, das Bahncard-Nutzer zur kostenlosen Benutzung des Nahverkehrs am Zielort zur Heimfahrt berechtigt, wird ab 11. Dezember 2005 in 80 deutschen Großstädten gültig sein – bisher waren es 67.

Autor: Roland Wildberg

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