Preisvergleich: Deutschland vs. USA — 11.03.2011
Neuwagen zum Gebrauchtwagenkurs
Ein nagelneuer Passat für 15.000 Euro? Für US-Kunden nichts Außergewöhnliches. Lesen Sie, warum deutsche Autos in den USA bis zu 45 Prozent günstiger sind.
US-Amerikaner zahlen für Neuwagen von deutschen Autoherstellern bis zu 45 Prozent weniger als Kunden in Deutschland. So ist das
US-Modell des neuen
VW Passat beim US-Händler für umgerechnet rund 15.000 Euro zu haben. Zum Vergleich: In Deutschland steht der aktuelle Passat mit mindestens 24.225 Euro in der Liste. Das ist noch nicht mal eine krasse Ausnahme, denn deutsche Autos sind auf dem amerikanischen Markt durch die Bank günstiger als hierzulande. Zwischen alter und neuer Welt klafft schon mal eine Preisdifferenz von bis zu 45 Prozent. Und noch etwas wird deutlich: Fast alle Modelle haben größere und stärkere Motoren als ihre deutschen Pendants. Außerdem gibt es eine bessere Basisausstattung mit jeder Menge Luxus, für den wir meist noch zigtausend Euro zusätzlich berappen müssen. Dazu zählen Feinheiten wie Lederaustattung, Holzeinlagen, Navigations- und Entertainmentsysteme sowie Aluräder.
Der Preis-Hammer: Umgerechnet rund 15.000 Euro zahlen US-Kunden für den VW Passat – über 44% weniger als in Deutschland.
Für diese Unterschiede gibt es verschiedene Gründe: Zunächst müssen sich die deutschen Marken dem harten Wettbewerb auf dem US-Markt stellen. Amerikaner sind es gewohnt, dass ihre Autos gut ausgestattet, stark motorisiert und günstig sind. Außerdem werden die meisten Autos ausländischer Marken nicht in den USA gebaut, sondern importiert. Deshalb können die Hersteller nicht nachträglich auf individuelle Wünsche ihrer Kunden eingehen. Die Fahrzeuge werden also reichhaltig vorkonfektioniert in bereits geschnürten Austattungspaketen angeboten. Das erklärt aber noch nicht die günstigen Preise. Hier kommt, neben dem – zurzeit günstigen – Dollar-Euro-Kurs, der Wettbewerb in Spiel. Die preiswertere Konkurrenz aus Asien genießt in Amerika ein besseres Ansehen als bei uns und zwingt die deutschen Hersteller zum Preiskampf.
Werden wir Deutsche also über den Tisch gezogen? Nicht unbedingt, denn oft bestücken die Hersteller ihre US-Derivate mit schlechterer Materialqualität und weniger aufwendiger Technik – und kompensieren das mit üppiger Ausstattung. So gibt es den
VW Jetta in den USA beispielsweise nur mit Trommelbremsen an der Hinterachse. Ein anderes Beispiel: Der US-Passat hat eine
Fernstart-Funktion, aber beim Heckklappen-Scharnier ragen die beiden blanken Bügel ins Gepäckabteil. Und auch Spritspartechnologien (z.B. Start-Stop-Automatik) sind meist Fehlanzeige. Weder Umweltbewusstsein noch Benzinpreise provozieren in den USA solche Features.
Ob sich ein Re-Import trotzdem lohnt, das kommt ganz auf das Modell und die jeweilige Ersparnis an. Auf den Kaufpreis muss in den USA eine je nach Bundesstaat unterschiedlich hohe Steuer entrichtet werden. Darüber hinaus muss das Fahrzeug verschifft werden, was ebenfalls einige tausend Euro kosten kann. In Deutschland angekommen, muss das Traumauto gegebenfalls umgerüstet werden, um eine deutsche Zulassung zu bekommen. Da ist der Schnäppchenfaktor schnell wieder futsch.
In unserer Bildergalerie sehen Sie, wie günstig deutsche Autos beim Kauf in den USA sind.
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Nicht nur daß wir Deutschen rund 105 % mehr für den Super-Sprit zahlen müssen als die US-Amerikaner, auch unsere eigenen Deutschen Automodelle kosten hierzulande bis zu 90 % mehr im Vergleich zur Preisgestaltung, wenn sie 10 000 km westwärts in die USA transportiert werden ! Überall ausverkauft sich Deutschland zum Ramschpreis, machen wir willig-hörige Kniefälle.
Und man würde noch mehr sparen, da die 4-Jahres-Garantie (oftmals mit Inspektionen) nicht berücksichtigt wurde. Addiert man die Zusatzausstattung dazu, kommt man bei einem BMW, Mercedes oder Audi auf bis zu 55%!
Hallo Luis, falls Du es noch nicht weißt, usa-autos-kaufen.de ist eine ganz schlimme Phishings- und Betrugsseite. Die Firma liefert nie, kassiert aber die Vorauszahlung. Stand gestern in der Süddeutschen Zeitung. Kann bei Interesse den Artikel mailen.
Gruß
Bin gerade dabei mir ein BMW / Audi oder Mercedes aus den USA anzuschaffen. Dazu zwei Fragen:
1.) Hat jemand Erfahrung mit www.usa-auto-kaufen.de
2.) Habt ihr mir weitere Internetseiten mit deutschen Anbietern, die in den USA die Fahrzeuge einkaufen?
Möchte mich in keinem Fall mit lästigen Umbauten & Formalitäten herumschlagen, sondern fix und fertig einen jungen gebrauchten Wagen aussuchen und in Deutschland angemeldet abholen können.
Freue mich auf Feedbacks
Nicht nur die Deutschen Hersteller verarschen den Kunden hier, alle Hersteller, auch die Franzosen! Die bieten ihre Fahrzeuge in anderen EU Ländern auch viel billiger an als in Deutschland, 30 bis 40 % kann man da bei einem Reimport schnell sparen.