Der Porsche Panamera feiert seine Weltpremiere in China. Auf der Auto Shanghai im April 2009 wird der viertürige Sportwagen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Start ist dann im Spätsommer.
Von Jan Kretzmann Weit entfernt vom heimischen Zuffenhausen feiert
Porsche die Weltpremiere des
Panamera. Als Bühne hat der Sportwagenbauer die chinesische Messe Auto Shanghai (20. bis 28. April 2009) gewählt. Journalisten können im Rahmen einer Pressekonferenz schon einen Tag vorher, am 19. April, einen ersten Blick auf den neuen Granturismo erhaschen – die Fotos sehen Sie dann natürlich bei autobild.de. Der
Panamera wird die vierte Baureihe der Porsche-Familie. Das viertürige Coupé soll Porsche-typische Sportwagen-Fahreigenschaften mit der
Variabilität einer Reiselimousine kombinieren. Was das optisch bedeutet, vesteht sich von selbst: Mit 1,93 Meter Breite und 1,42 Meter Höhe ist der Panamera deutlich breiter und flacher als vergleichbare viertürige Limousinen.
Erste Bilder vom Porsche Panamera gibt es in der Bildergalerie!
Sportwagen und Reiselimousine zugleich: Der Panamera stellt ein komplett neues Mitglied der Porsche-Familie dar.
Unter der Haube kommen Sechs- und Achtzylindermotoren – teilweise mit Direkteinspritzung und Turboaufladung – zum Einsatz, die ein Leistungsspektrum von 300 bis 500 PS abdecken. Zum Modellstart im Spätsommer 2009 bietet Porsche einen Achtzylinder-Saugmotor und eine schärfere Turboversion an, die kleineren V6-Aggregate folgen später. Geschaltet wird im Panamera wahlweise über ein manuelles Sechsgang- oder das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK. Der Antrieb erfolgt in Transaxial-Bauweise von vorn auf die Hinterräder, optional ist auch Allradantrieb möglich. Für Ende 2010 plant Porsche eine verbrauchsoptimierte Version mit Hybridantrieb. Die soll vor allem in den Vereinigten Staaten für Furore sorgen.
Im Hinblick auf die 2008-er Geschäftszahlen darf man das den Schwaben nur wünschen: 27.717 Fahrzeuge hat Porsche in Nordamerika ausgeliefert – 24 Prozent weniger als 2007. Das Dezember-Minus von 25 Prozent interpretiert Porsche "als erste Stabilisierungstendenz". Zum Rückgang um 30 Prozent beim
Cayenne (Topmodell mit 917 verkauften Einheiten) gesellen sich minus 26 Prozent beim Klassiker
911 (645 Fahrzeuge) und minus 16 Prozent beim Boxster/Cayenne (687 Einheiten). Genügend Geld für die Übernahme von
Volkswagen hatten die Schwaben dennoch übrig: Seit Montag (5. Januar 2009) hält Porsche 50,76 Prozent der Aktien des größten europäischen Autobauers. Und hat dadurch auch die mittelbare Kontrolle des Lastwagenherstellers Scania erlangt.
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