Produkttest Handy-Navigation

Produkttest Handy-Navigation Produkttest Handy-Navigation

Produkttest Handy-Navigation

— 23.12.2005

Welches Programm liegt in Führung?

Navigieren muß nicht teuer sein. Der neue Trend: Handy-Navigation. Im Test: acht Programme.

Mit dem Smartphone ans Ziel

Die Zahlen sprechen für sich: 85 Prozent aller Deutschen besitzen ein Handy, jeder dritte wünscht sich ein Navigationsgerät. Deshalb boomt der Markt für Handy-Navigation. Doch welches Programm liegt in Führung? AUTO BILD hat acht Onboard-Lotsen für Mobiltelefone getestet.

Nicht jedes x-beliebige Handy kann den Pfadfinder spielen. Nur sogenannte Smartphones bieten die Voraussetzungen zum Navigieren: die richtigen Betriebssysteme, genug Speicher und einen Steckplatz für Speicher-Karten. Gut gedacht: Alle Mobiltelefone werden drahtlos via Bluetooth mit den GPS-Antennen verbunden. Ein Ladekabel brauchen sie trotzdem; denn die Akkus in den GPS-Empfängern halten nicht lange, brauchen Strom vom Zigarettenanzünder.

Und wo wird dann das Handy geladen? Das ist beim Navigieren auch in Windeseile leergesaugt. Damit Handy und Maus von Hamburg bis München durchhalten, sollte ein Kombi-Ladekabel für beide Geräte zum Lieferumfang der Navigatoren gehören. Dies ist aber bei keinem der getesteten Pakete der Fall. Ebenfalls schwach: Die meisten Handys hängen am elastischen Schwanenhals. Die übertragen jedes Zittern aufs Gerät. Die Route auf dem Display verwackelt. Zitterfrei ist nur der Halter von Route 66 mit arretierbarem Gelenk. Gut: Die Kartenansicht auf den meisten Displays arbeitet mit Zoom, zusätzlichen Abbiegepfeilen und meist deutlichen Ansagen vor jedem Manöver.

Testsieger ist Route 66 mobile 7, Preis-Leistungs-Sieger Smart2go. Die Lotsen von Navicore und TomTom wurden nicht bewertet, weil sie keine GPS-Signale verarbeiteten. Die Ursache konnten weder wir noch die Hersteller herausfinden. Deshalb unsere Entscheidung: Den Test der beiden Pfadfinder holen wir nach. Für alle Programme gilt: Wer gern SMS schreibt, ist bei der Routeneingabe im Vorteil. Aber auch SMS-Profis dürfen während der Fahrt nie Ziele programmieren – das kostet 60 Euro Bußgeld und bringt einen Punkt in Flensburg.

So hat AUTO BILD getestet

Insgesamt testeten wir acht Navigationslösungen auf fünf Mobiltelefonen. Die kamen alle von den Softwarefirmen. Die übrigen Lotsen spielten wir auf beliebige Handys auf. Bewertet wurden neben der Funktion der Software auch Umfang des Zubehörs, Verständlichkeit der Bedienungsanleitung, Koppelung von Handy und drahtloser GPS-Antenne sowie Tempo und Ablauf der Programm-Installation.

Beim Navigations-Funktionstest programmierten wir die kürzeste und schnellste Route zu je zwei Zielen und überprüften sie auf Zuverlässigkeit. Bei absichtlichen Fahrfehlern wurde die Zeit gemessen, in der das Programm die Route neu berechnet (Rerouting). Außerdem stoppten wir, wie lange das Programm mit Hilfe der GPS-Antenne nach Tunnelfahrten braucht, um den Standort des Autos wiederzufinden. Aus den Daten errechneten wir einen Gesamt- und einen Preis-Leistungs-Sieger.

Den kompletten, fünfseitigen Vergleichstest mit ausführlichen Infos zu den einzelnen Programmen sowie der Ergebnistabelle bekommen Sie für 0,98 Cent in unserem Heftarchiv. Bitte klicken Sie einfach auf diesen Link, und Sie gelangen in den Download-Bereich.

Wenn die Software gelöscht ist ...

Manchmal genügt ein Knopfdruck, schon ist die Chipkarte im Handy gelöscht, das teure Navigationsprogramm futsch. Dann sind guter Rat und Ersatz teuer. Es geht aber auch anders. So liefert etwa Route 66 sein Programm Mobile 7 mit SD-Kartenleser und CD-Rom aus. Die enthält die Navigationssoftware sowie die Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wird die Mini-SD-Karte gelöscht, kann der Fahrer die Daten am PC wieder auf die SD-Karte aufspielen.

Und so geht's: • Auf dem PC das Menü Systemsteuerung auswählen. • Mini-SD-Karte aus dem Handy nehmen, den mitgelieferten Adapter aufstecken, dann in den Kartenleser stecken. • Kartenleser an die USB-Schnittstelle des PC koppeln. • CD-ROM ins PC-Laufwerk legen, Route 66-Programm über Button "CD-Laufwerk" aufrufen. • Programminstallation mit dem Button "Setup.exe" starten.

Von diesem Augenblick an führt das Installationsprogramm den Benutzer bis zum Abschluß der Neuprogrammierung. Ist die Übertragung von CD auf die SD-Karte abgeschlossen, kann der Fahrer die Mini-SD-Karte wieder ins Handy stecken und wie gewohnt navigieren.

Autor: Stefan Szych

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