PS-Geflüster mit Lenny Kravitz

Promis und PS-Geflüster Promis und PS-Geflüster

Promis und PS-Geflüster

— 07.08.2002

Musik und Motoren

Geht es um Autos, dann schaut Rock-Superstar Lenny Kravitz schon mal genauer hin. Vor allem Power sollten sie haben. Und einen guten Sound.

Babyblau mit strahlend weißem Leder

Einer der ganz Großen des Rock’n’Roll auf Deutschland-Tour? Klar, dass wir einen Termin wollten. Ein Treffen der besonderen Art: das neue automobil besuchte besuchte Lenny Kravitz im Dresdner Hilton-Hotel. Um ihm etwas Ablenkung vom eintönigen Tour-Alltag zu gönnen, machten wir eine gemeinsame Spritztour. In superstargerechten Super-Autos: Porsche 911 Turbo und Mercedes SL 55 AMG. Knappe 900 PS liegen dem lässig gekleideten Lenny an diesem Nachmittag unter dem Gasfuß. "Toll, endlich wieder Auto fahren. Dazu komme ich auf Tour leider nicht sehr oft." Er sprach es und würgte den giftgelben Elfer fast ab. "Uups! An die Kupplung muss ich mich bei jedem Auto erst gewöhnen."

Dann geht es los Richtung Stadtgrenze. Leider spielt das Wetter heute nicht mit. Nieselregen. Aber egal. Hauptsache der sonnenbebrillte Mann mit Afrofrisur hat seinen Spaß. An der Ampel jubeln uns einige Fans zu. Der 38-Jährige erwidert mit einem lockeren "What’s up?". Das schwere Los des Ruhms. Nirgends kann er sich bewegen, ohne einen Menschenauflauf zu verursachen. Das schmeckt ihm nicht immer. Gefallen findet er hingegen an dem Porsche Turbo und gibt zu erkennen, dass er schon mit der Anschaffung eines Zuffenhauseners liebäugelt. "Vielleicht kaufe ich mir nächstes Jahr einen Porsche Carrera GT. Das Ding finde ich irgendwie sexy." Den GT? Lenny Kravitz kennt Autos, die noch nicht mal auf dem Markt sind? Wie das? "Schöne Autos sind eben eine meiner Leidenschaften, aber Power müssen sie schon haben."

Er erzählt mir von seinem Fuhrpark. Lenny besitzt diverse US-Straßenkreuzer, überwiegend aus den sechziger Jahren. Einige davon ließ er sogar leicht modifizieren. Wie etwa seinen Ford Thunderbird, Baujahr 1962. Der wurde babyblau lackiert, innen dominiert strahlend weißes Leder. "Das sieht einfach klasse aus", meint der Rockmusiker.

"V8-Sound ist Musik in meinen Ohren"

Eine weitere Kostbarkeit in seiner Garage ist ein 63er Lincoln Continental. In Schwarz. Das Auto hat die legendären "Suicide Doors" (Selbstmörder-Türen) – die Scharniere der hinteren Türen liegen an der C-Säule. Auch dieser Wagen wurde aufgehübscht. Alle Chromelemente, wie etwa Türöffner, Kühlergrill oder Stoßstangen, ließ Kravitz gegen Goldteile tauschen. "Ich interessiere mich sehr für Design. Das spielt auch bei einem Auto eine große Rolle. Ein bisschen verrückt darf’s schon sein."

Umsteigen vor malerischer Kulisse, an der Moritzburg. Nach einer kurzen Einweisung geht es mit dem SL 55 von AMG weiter. "Das Auto erinnert mich an ein amerikanisches Muscle-Car. Der V8-Sound ist Musik in meinen Ohren." Gänsehaut machte ihm kürzlich auch der Klang des neuen Lamborghini. Leihweise fuhr Lenny zwei Wochen lang einen Murciélago. Der Ferrari-Fahrer (silberner F360 Spider F1) begeistert: "Dieser Lamborghini ist wunderschön und brutal zugleich. In Beschleunigung und Speed gibt es nichts Vergleichbares. Beides erinnerte mich an einen irren Trip mit Paul Newman."

Hollywood-Legende Newman und Kravitz sausten mal in Florida mit einem Rennwagen um das berühmte Renn-Oval von Daytona Beach. "Paul war zwar selbst Rennfahrer, Angst hatte ich aber trotzdem. Ich sah die ganze Zeit zu ihm rüber und dachte: Was ist, wenn er jetzt einen Herzinfarkt hat?" Seitdem steht Lenny Kravitz auch auf Autorennen. Er überlegt sogar, die Rennlizenz zu machen. Mit den 476 PS des Mercedes geht er behutsam um – fährt auf der Autobahn nicht schneller als Tempo 150. Ganz anders als zu Hause. Der Musiker gesteht: "Nachts bin ich schon mit 300 Sachen den Freeway entlanggeballert. Zum Glück haben mich die Cops dabei nicht erwischt."

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