Provisionen gekürzt

Provisionen gekürzt

— 23.07.2002

Händler klagen gegen BMW

BMW kürzt beim Verkauf eines neuen 7er die Provision um zwei Prozent. Das lassen sich die Händler nicht gefallen.

BMW-Händler haben wegen einer Kürzung ihrer Provisionen beim Verkauf des neuen 7er-BMW gegen den weiß-blauen Autobauer geklagt. Die Klage sei beim Landgericht München eingereicht worden, teilte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) am Dienstag (23. Juli) in Bonn mit. Gemeinsam mit dem ZDK und dem Verband Deutscher BMW-Vertragshändler (VDB) klagten 14 BMW-Händler stellvertretend für die gesamte Handelsorganisation. Ein BMW-Sprecher sagte: "Die Händler haben offensichtlich eine andere Rechtsauffassung als wir."

Der BMW-Konzern hatte den Händlern die Marge – die Differenz zwischen Werksabgabepreis und unverbindlicher Preisempfehlung – gekürzt. Nach Angaben des Sprechers ist das Ziel eine Vereinheitlichung der Vertriebskosten in Europa. Der neue Siebener koste bereinigt um Ausstattung und Steuern EU-weit gleich viel. Auch bei den Vertriebskosten solle ein einheitlicher Standard erreicht werden.

Nach Angaben der Verbände wurde die Spanne seit Jahresanfang einseitig von 13 auf elf Prozent gekürzt. Dem stehe keine Entlastung der Händler bei ihren Pflichten gegenüber. In Gesprächen habe bisher keine Einigung erzielt werden können. Dies sei erst der Anfang. Bei neuen Modellen wolle BMW in den nächsten Jahren entsprechend um zwei Prozentpunkte kürzen. (autobild.de/dpa)

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