PSA: Absatzkrise und staatliche Beihilfen

PSA: Absatzkrise und Staatshilfe

— 31.07.2013

Licht und Schatten für PSA

PSA bleibt auch im ersten Halbjahr 2013 tief in den roten Zahlen. Inzwischen hat die EU-Kommission grünes Licht für Beihilfen der französischen Regierung gegeben.

(dpa) Die Autoflaute in Europa hat den französischen Hersteller PSA Peugeot Citroën auch im ersten Halbjahr 2013 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte der Konzern 426 Millionen Euro Verlust, wie das Unternehmen am 31. Juli 2013 in Paris mitteilte. Zwar war das nur noch gut die Hälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, allerdings geht es vor allem in der Autosparte nur mühsam voran. In ihrem Kerngeschäft machten die Franzosen 510 Millionen Euro Verlust, nach 657 Millionen im ersten Halbjahr 2012. Auch der Umsatz gab angesichts weniger verkaufter Autos nach. In Europa ging der Absatz um knapp 13 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro zurück, die Auto-Sparte büßte knapp acht Prozent ihrer Erlöse ein.

PSA: Brüssel segnet Staatshilfe ab

Dennoch hat der angeschlagener Autobauer seit dem 30. Juli 2013 eine Sorge weniger. Die EU-Kommission hat die Umstrukturierungsbeihilfen der französischen Regierung genehmigt. Dies teilte die Behörde in Brüssel mit. PSA begrüßte die Entscheidung. Zusammen mit anderen bereits beschlossenen Maßnahmen gebe sie der Banque PSA Finance finanzielle Sicherheit für mehr als drei Jahre. Bei der Beihilfe geht es unter anderem um eine staatliche Garantie für Anleihen der zum Autokonzern gehörenden Banque PSA Finance bis zu einem Kapitalbetrag von sieben Milliarden Euro. Da diese staatliche Garantie den Konzern deutlich weniger kostet als die Garantie einer anderen Bank, beziffert die Kommission den Vorteil für das Unternehmen auf 486 Millionen Euro.

PSA: Milliardenverlust in 2012

Hinzu kommt ein rückzahlbarer Vorschuss für Forschungsarbeiten in Höhe von 85,9 Millionen Euro. Zusammen macht das 571,9 Millionen Euro. Staatliche Beihilfen benötigen in der Europäischen Union die Genehmigung der EU-Kommission. Die Brüsseler Wettbewerbshüter wachen darüber, dass die Regierungen nicht einzelne Unternehmen zum Schaden von Konkurrenten päppeln.

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