Peugeot 2008

PSA: Dongfeng steigt ein

— 21.01.2014

PSA sucht neue Geldquellen

PSA braucht Geld und setzt dabei auf den Staat und den chinesischen Autobauer Dongfeng. Die Beteiligung soll drei Milliarden Euro bringen.

(dpa/sb) Die Verhandlungen ber einen Einstieg des chinesischen Autobauers Dongfeng bei Europas angeschlagener Nummer zwei PSA Peugeot Citron kommen offensichtlich voran. Bis Mitte Februar 2014 soll es eine Einigung geben. PSA hat jetzt erstmals Details zu seinen Plnen fr eine Kapitelerhhung verffentlicht. Das bevorzugte Szenario sehe vor, dass der zweitgrte chinesische Hersteller Dongfeng Anteile erwerbe. Der franzsische Staat habe dann die Mglichkeit, einen ebenso groen Anteil zu kaufen. Das Gesamtvolumen der geplanten Kapitalerhhung wurde auf drei Milliarden Euro beziffert.

"Industrieller Patriotismus"

Die franzsische Regierung verteidigte den geplanten Einstieg des Staates beim angeschlagenen Autobauer. "Sich an PSA zu beteiligen, ist ein Akt von industriellem Patriotismus", sagte Industrieminister Arnaud Montebourg heute (21. Januar 2014) dem Radiosender RTL. Man investiere dort, wo franzsische industrielle Interessen geschtzt und verteidigt werden mssten. Montebourg verwies zudem darauf, dass der Staat jngst fr 1,9 Milliarden Euro Anteile an der Airbus Group (frher EADS) sowie an Safran verkauft habe. Den Steuerzahler werde der Einstieg bei PSA nichts kosten, sagte der Minister. Der Staat wolle darber wachen, dass PSA in Frankreich verankert bleibe.

Fnf Milliarden Euro Verlust

Nach Angaben des Unternehmens ist geplant, die Verhandlungen bis zur Jahresbilanz-Vorstellung am 19. Februar abzuschlieen. Eine Erfolgsgarantie knne aber nicht gegeben werden, hie es. Die PSA-Fhrung arbeitet seit Monaten an Plnen fr eine Kapitalerhhung. Innerhalb der Peugeot-Familie gibt es nach Informationen franzsischer Medien allerdings auch Befrworter einer Variante, die vorsieht, das Geld vollstndig am freien Markt zu beschaffen. PSA prfe weiterhin andere Szenarien, hie es dazu. Die gefhrliche Talfahrt von PSA hatte sich auch 2013 fortgesetzt. Die Absatzzahlen des franzsischen Konzerns gingen im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 2,82 Millionen Fahrzeuge zurck. Das Minus fiel damit zwar weniger deutlich aus als 2012 (minus 16,5 Prozent), im Vergleich zur Konkurrenz waren die Zahlen aber dennoch schlecht. Als Grund fr die miesen Zahlen nannte PSA die Schwche auf dem rcklufigen europischen Heimatmarkt. Ein Plus von 26 Prozent bei den Verkaufszahlen in China konnte die negative Entwicklung in Europa nicht kompensieren. Allein im Geschftsjahr 2012 verbuchte PSA einen Rekordverlust von 5,01 Milliarden Euro. Derzeit werden ber 11.000 Jobs abgebaut.

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