Putins neue Staatskarosse

— 15.11.2012

Russlands Präsident fährt ZIL statt Benz

Vladimir Putin tauscht seinen Dienstwagen aus: Statt Mercedes S-Klasse will er künftig ZIL fahren. Die russische Staats-Limo ist allerdings etwas angestaubt.



Russlands Präsident Vladimir Putin zeigt Patriotismus bei der Wahl seines neuen Dienstwagens: Statt wie bisher in einer gepanzerten Mercedes S-Klasse in einer Kolonne von Schutzfahrzeugen durch Moskau zu bretzeln, will er künftig auf ein heimisches Produkt zurückgreifen. Eine Staatslimousine des russischen Herstellers ZIL soll künftig als Cheftransporter dienen. Kleiner Haken an der Sache: ZIL hat seit geschätzten acht Jahren keinen Serien-Pkw mehr gebaut, sondern nur Lkw vornehmlich für das russische Militär. Die "neue" Staatskarosse ist also bereits etwas in die Jahre gekommen.

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Die ZIL-Limousine hat sechs Türen und lässt die Passagiere in hellem Leder schwelgen.

Angeblich gibt es derzeit nur ein fahrbereites Exemplar der ZIL-Limousine. Jetzt sind Fotos aufgetaucht, auf denen gleich mehrere Exemplare des Sechstürers in einer Werkstatt aufgemöbelt werden. Zuletzt hatte der 5,75 Meter lange ZIL einen 7,7-Liter V8-Motor an Bord, der 400 PS leistete und die Kräfte über eine Sechsgang-Automatik auf die Straße brachte. Wegen der Panzerung war das Schlachtschiff bisher alles andere als ein Leichtgewicht und verbrannte deshalb bis zu 65 Liter Benzin auf 100 Kilometern. Weitere Argumente gegen das heimische Produkt: Angeblich schlossen bei ersten Testfahrten die Türen nicht richtig und das Scheibenwischergestänge brach. Wenn der Staatschef seinen neuen Dienstwagen in Empfang nimmt, sollten diese Mängel abgestellt sein, sonst verbringt Vladimir Putin viel Zeit an der Tankstelle und muss während der Fahrt die Türen festhalten. Er könnte aber auch zu einem aktuelleren Modell greifen: Ende 2010 hatte ZIL einen Prototypen für eine neue Staatskarosse vorgestellt, in Serie ging der kantige Hobel nie.



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