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Qoros C11: Erlkönig

— 10.07.2012

China-Limousine für Europa

Qoros – nie gehört? Das könnte sich ab 2013 ändern. Der chinesisch-israelische Hersteller will den europäischen Markt entern. Jetzt wurde die Limousine C11 als Erlkönig in Spanien abgelichtet.

Ein neuer Exot aus China will 2013 den europäischen Markt entern: Der Qoros C11, Resultat eines Joint Ventures des chinesischen Hersteller Chery und des israelischen Mischkonzerns Israel Corp. wurde jetzt bei Probefahrten in Spanien abgelichtet. Die Größenverhältnisse entsprechen etwa denen eines VW Jetta. Das Design des C11 wirkt gefällig, aber nicht besonders aufregend. Auffällig sind die recht hohe Schulterlinie, der offensichtlich von BMW abgekupferte "Hofmeisterknick" in der C-Säule und das kurze Stummelheck. Darin verbergen sich zwei Endrohre, über die geplante Motorisierung des Chinesen gibt es allerdings noch keine Infos.

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Seit Jahren erwarten wir den Ansturm chinesischer Autos auf Europa. Doch bisher war der Sturm eher ein laues Lüftchen, Marken wie Brilliance erwiesen sich nicht nur in verheerenden Crashtests als Flops. Ob Qoros den Durchbruch schafft? Anders als bei vielen Joint Ventures europäischer Marken in China, greifen die Chinesen nicht nur auf das Wissen und die Technik ihrer ausländischer Partner zurück, sondern halten die Patente an der Entwicklung selbst.

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Das Qoros-Team bei der Präsentation der Marke (v. l.): Chefdesigner Gerd Hildebrand, Vizechef Volker Steinwascher und Vorstandsvorsitzender Guo Qian.

Das "Kernteam" von Qoros hat mit Guo Qian als Vorstand zwar einen Chinesen an der Spitze, aber dahinter ist eine Mannschaft aus Managern und Designern versammelt, die allesamt bei europäischen Unternehmen Karriere machten. So war Vize-Vorstand Volker Steinwascher früher Leiter des USA-Geschäfts bei Volkswagen, Chefdesigner Gert Hildebrand zeichnete den ersten Mini von BMW. Den Löwenanteil der Entwicklungsarbeit hat der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna Steyr geleistet. Damit die Qualität europäische Standards erreicht, wurde der ehemalige Opel-Manager Ralf Nicolas ins Boot geholt. Produziert wird in Changshu westlich von Shanghai, ab 2013 sollen hier 150.000 Autos pro Jahr entstehen, die Hälfte davon für Europa. Einen angestrebten Preis gibt es bereits, er soll zwischen 11.000 und 15.000 Euro liegen. Und weil ein Modell zu wenig wäre, um dauerhaft zu überleben, sollen mittelfristig noch ein Geländewagen und ein Elektroauto folgen.

Autoren: Jan Kretzmann,

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