Quant Nanoflowcell: Sitzprobe in Genf

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Quant Nanoflowcell: Sitzprobe Genfer Autosalon

— 07.03.2014

Geschmeidiger Sportler mit 925 E-PS

Der Quant NanoFlowcell fährt mit Flusszellen-Strom. Im Klartext: bis zu 925 Elektro-PS und 2900 Newtonmeter Drehmoment pro Rad, dazu viel Know-how von Porsche und Bosch – wir saßen schon drin!

Wow – was für ein Design! Ganz ohne harte Kanten oder Sichtcarbon ist der Quant von Nanoflowcell schon von weitem als Sportwagen zu erkennen. Die vorderen Kotflügel bilden an höchster Stelle feine Finnen, am Grill gibt es ein paar kupferne Kiemen. Ein Raubfisch, wie er noch nicht dagewesen ist. Die Leistungsdaten machen klar, dass es sich beim Quant nicht um einen Papier-Tigerhai handelt – 925 PS Spitzenleistung und 2900 Newtonmeter Drehmoment pro Rad sind eine klare Ansage. Erzeugt wird die Energie rein elektrisch aus einer Flusszelle. Die Elektrotechnik kommt von der Liechtensteiner Firma NanoFlowcell, die Auto-Technik dieser Studie unter anderem von Porsche und Bosch. Die fließenden Formen der Karosse passen wie die Faust aufs Auge. Der Wagen ist ein echtes XXL-Coupé, lange Haube, lange Fahrgastzelle und ein kurzer Knackarsch. In dieser Kategorie sind zwei Türen obligatorisch. Per Taster oder Handy-App surren sie langsam nach oben – dass eine Tür 62 Kilo wiegt, kann ich mir in diesem Moment nur schwer vorstellen.

Sportlich enger Innenraum

Einen richtigen Kofferraum hat der Quant nicht im Heck befinden sich zwei getrennte Elektrolyt-Tanks und die Box zur Stromerzeugung.

Der Innenraum ist echt einladend, im Raubfisch-Jargon: zum Anbeißen! Stahlblaues Leder und viel warmes Holz. Der Einstieg ist wieder ganz Sportwagen, erst über den breiten Schweller und dann ganz tief runter. Der Gurt wird über die rechte Schulter geholt, das Schloss befindet sich links. Die Tür lässt sich über einen berührungsempfindlichen Taster auf der ziemlich breiten Mittelkonsole schließen. Ist die Tür zu, wird es sportlich eng. Zugleich gaukeln einem die straffe Passform, der tiefe Sitz und das futuristische Cockpit vor, die im Quant möglichen 380 km/h wären die Reisegeschwindigkeit der Zukunft. So schön das umlaufende amerikanische Wurzelholz auch aussieht, so geschmeidig es das Fließende der Flußzelle ins Cockpit bringt, so eng ist bei 1,86 Meter Körpergröße der Platz für die Knie. Eng ist auch der Fußraum, die Radhäuser der breiten Reifen ragen weit in die Fahrgastzelle. Andersrum schafft die weit nach vorn verschobene erste Reihe Platz für die Fondpassagiere. Die sitzen auf bequemen Einzelsitzen, aber hinter einem großen Fahrer wird es in der zweiten Reihe eng. Einen Kofferraum hat der Quant nicht, an dieser Stelle befinden sich die Elektrolyt-Tanks und der Reaktionsraum, in dem elektrochemisch der Strom zum Fahren erzeugt wird.

Technik-Studie trifft Luxus-Studie

Die Materialien im Innenraum sind sehr hochwertig: amerikanisches Wurzelholz, Leder und Akzente aus Kupfer.

Die Materialien im Quant sind eine Wucht. Superweiches Leder überall, auch an dem oben und unten abgeflachten Lenkrad. Dieses hat erfreulicherweise nur vier Knöpfe. Der Tachometer ist Teil eines 1,25 Meter breiten Displays, das ich über die gesamte Breite des Armaturenträgers streckt. In der Mitte lässt sich wahlweise die Navigation auf einer 3D-Karte oder ein Leistungsdiagramm der Elektromotoren anzeigen. Rechts (vorm Beifahrer) werden Multimediadaten dargestellt. Mittig vor dem Navigationsbildschirm finden sich die Regler für die Zweizonen-Klimaanlage. Der große, mit Leder bezogene Drehregler steuert die Temperatur, der kleine die Gebläsestärke. Die Symbole auf der schwarzen Kreisfläche sind berührungsempfindlich. Berührungsempfindlich sind auch die beleuchteten Grafiken auf der hölzernen Mittelkonsole. LEDs leuchten durch das superdünne Echtholz. So werden auch die farbigen Streifen, die das Holz durchziehen, dargestellt. Diese lassen sich mit einer App in allen Farben beleuchten. Mit einem schmalen Bügel wählt der Fahrer die Fahrstufen. Auch hier wiederholen sich Leder und Kupfer aus der Quant-Designsprache.
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Fazit

Ich will dieses Auto fahren! Wenn es dabei so überzeugt wie Design und Verarbeitung der Studie, dann ist die Flusszellen-Technologie als alternativer Antrieb der Zukunft vielleicht ein ganzes Stückchen näher gerückt.

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