Quartalsbilanz

Quartalsbilanz

— 29.05.2002

Bei Sixt geht es bergauf

Deutschlands größter Autovermieter Sixt verringert seinen Verlust im ersten Quartal von 3,5 Millionen auf 0,5 Millionen Euro.

Die in den vergangenen Jahren gesunkenen Gewinne will Sixt durch eine kleinere Fahrzeugflotte und den Verzicht auf margenschwaches Geschäft steigern. "Wir nehmen das Geschäft einfach nicht an und warten darauf, dass unsere Wettbewerber Pleite gehen", sagte Konzernchef Erich Sixt am Mittwoch (29.5.). Im ersten Quartal zeigte die neue Strategie bereits Wirkung. An den Prognosen für das Gesamtjahr hält der Konzern daher fest.

Der Umsatz im Konzern sank in den ersten drei Monaten deutlich von 584 auf knapp 473 Millionen Euro. Der Vermietumsatz gab um zwölf Prozent auf 149 Millionen Euro nach. Der Verlust vor Steuern wurde im traditionell schwachen ersten Quartal von 3,5 Millionen auf 0,5 Millionen Euro reduziert. "Das ist ziemlich sensationell", sagte Sixt. Schließlich habe der Konzern im ersten Quartal noch nie schwarze Zahlen geschrieben. Im Gesamtjahr rechnet Sixt weiterhin mit einer Umsatzstagnation und einem Gewinnanstieg von 15 Prozent.

Sixt ist mit einem Anteil von 23,4 Prozent in Deutschland nach eigenen Angaben klarer Marktführer. In den vergangenen Jahren machte dem Unternehmen vor allem der schwache Gebrauchtwagenmarkt schwer zu schaffen. Die allermeisten Gebrauchtwagen gibt Sixt an die Hersteller zurück, statt sie zu einem höheren Preis selbst verkaufen zu können. Die Fuhrparkkosten pro Tag und Fahrzeug sind seit 1998 um 80 Prozent gestiegen. Im laufenden Jahr will Sixt nur noch knapp 100.000 Fahrzeuge für den Vermiet- und Leasingpark kaufen nach 104.000 Autos im Jahr zuvor.

Allerdings müsse man aufpassen, dass keine Engpässe enstünden, sagte Sixt. Im ersten Quartal habe man teilweise schon zuwenig Fahrzeuge bereit gehabt. Weiterhin verzichten will der Konzern aber auf Geschäfte zu Dumpingpreisen. Dabei geht es insbesondere um die Vermietung an Pauschaltouristen aus den USA. Wachstumspotenzial sieht Sixt dagegen insbesondere im europäischen Ausland im Visier. Gerade in Frankreich sei Sixt noch zu schwach vertreten. (autobild.de/dpa)

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