Quartalsergebnis DaimlerChrysler

Quartalsergebnis DaimlerChrysler

— 28.10.2004

Das Sorgenkind heißt Smart

Im großen und ganzen geht es DaimlerChrysler gut. Nur Smart kommt nicht aus den roten Zahlen – an der Marke wird aber festgehalten.

Die gute Botschaft vorweg: DaimlerChrysler hat im dritten Quartal den operativen Gewinn trotz hoher Sonderbelastungen um sieben Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Konzerngewinn stieg im dritten Quartal auf eine Milliarde Euro, aufs Gesamtjahr gesehen auf mehr als fünf Milliarden Euro. Kosten für Modellanläufe und die Verbesserung der Qualität (Service- und Rückrufaktionen) drückten allerdings den Gewinn der Mercedes Car Group von 793 (2003) auf 304 Millionen Euro, teilte der Konzern in Stuttgart mit. Auch das frühere Sorgenkind Chrysler strahlt weiter: Die amerikanische DC-Tochter konnte erneut ihren Gewinn steigern und hat nach neuen Monaten bereits mehr als eine Milliarde Euro verdient. Im Vorjahr lag Chrysler zum gleichen Zeitpunkt noch 650 Millionen Euro im Minus.

Große Sorgen bereitet allerdings Smart. Das gesamte Marktsegment sei unter starkem Druck in diesem Jahr zurückgegangen, erklärte Finanzvorstand Manfred Gentz. "Die finanzielle Situation ist enttäuschend". Man müsse nun schauen, wie man Smart profitabel mache, dabei würden alle Optionen geprüft. Von einer Trennung oder Schließung der Marke sei aber keine Rede – es würden Möglichkeiten wie Kosteneinsparungen, Änderung des Geschäftsmodells und Verbesserung des Vertriebs geprüft.

Smart sollte ursprünglich in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Doch die schlechten Verkaufszahlen sowie die Entwicklung des neuen Kompakt-SUV formore machen den Konzern-Buchhaltern einen Strich durch die Rechnung. Als neues Datum für schwarze Zahlen wird jetzt das Jahr 2006 genannt. Dann wird der neue SUV-Smart aus Brasilien zuerst in Nordamerika eingeführt. Eine seriennahe Studie soll erstmals Anfang Januar auf der Autoshow in Detroit präsentiert werden.

Smart hatte bereits im September erklärt, daß vor allem wegen des eingebrochenen Roadster-Verkaufs das für 2004 angepeilte Absatzziel von 170.000 auf 160.000 Autos reduziert werden muß.

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