Quartalszahlen Fiat

Quartalszahlen Fiat

— 29.07.2002

Die Italiener atmen auf

Nach der schlechten Bilanz im ersten Quartal 2002 konnte Fiat jetzt bessere Zahlen vorlegen. Sorgenkind bleibt aber die Auto-Sparte.

Der verschuldete italienische Fiat-Konzern konnte jetzt ein verbessertes Quartalsergebnis vorlegen. So sanken die Verluste in den Monaten März bis Juni auf 34 Millionen Euro – nach einem Nettoverlust von 529 Millionen Euro im ersten Quartal. Der Umsatz stieg von 14,1 Milliarden auf 14,6 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen in Turin mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum musste Fiat dennoch deutliche Einbußen hinnehmen. Im zweiten Quartal 2001 hatte Fiat bei einem Umsatz von 15,8 Milliarden Euro noch einen Nettogewinn von 190 Millionen Euro verbucht – 7,6 Prozent mehr als in der Bilanz fürs zweite Quartal 2002.

Sorgenkind des Konzerns bleibt weiterhin Fiat Auto. "Der Automobilsektor hat noch stärker als erwartet unter der allgemeinen Schwäche des Marktes gelitten", heißt es in einer Fiat-Mitteilung. Der Umsatz der Autosparte sank von sechs Milliarden Euro im ersten Quartal 2002 auf 5,77 Milliarden Euro im zweiten Quartal. "Die Zahlen verbessern sich, die Autos laufen weiter schlecht", kommentierte das italienische Fernsehen.

Vor allem durch den kürzlich mit der Mediobanca vereinbarten 34-prozentigen Anteilsverkauf an der Sportwagentochter Ferrari konnte das Unternehmen seine Nettoverschuldung um 800 Millionen Euro auf 5,8 Milliarden Euro senken. Auch die mit mehreren italienischen und ausländischen Banken getroffene Vereinbarung über einen Kredit von drei Milliarden Euro habe "die finanzielle Struktur der Gruppe erheblich verstärkt", so Fiat. In dem Abkommen hat sich der Konzern verpflichtet, seine Schulden bis Ende des Jahres auf drei Milliarden Euro zu senken: "Und die Fiat-Gruppe ist fest entschlossen, die mit den Banken ausgehandelten Ziele einzuhalten."

Fürs zweite Halbjahr erwarten die Italiener durch die verschiedenen Sanierungsstrategien für den Automobilsektor, wie etwa eine Minderung der Produktion, eine weitere Verbesserung der Bilanzen. Ein erstes positives Zeichen gibt es bereits: So ist der Fiat Stilo (in Deutschland 12.709 Erstzulassungen im ersten Halbjahr 2002), dessen Verkauf zunächst schlecht anlief, in Italien mittlerweile das meistverkaufte Auto seiner Klasse. Und für die neuen Luxusmodelle Lancia Thesis und Lancia Phedra gebe es bereits "deutlich mehr Bestellungen als erhofft". (autobild.de/dpa)

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