Quelle steigt in Pkw-Verkauf ein

Das Auto als Schnäppchen-Paket

Quelle steigt in Pkw-Verkauf ein

— 26.05.2003

Das Auto als Schnäppchen-Paket

Wenn der Postmann zweimal klingelt – dann könnte das Wunschauto vor der Tür stehen. Quelle nimmt verschiedene Automarken ins Sortiment.

Keine Beratung, keine Probefahrt

Jetzt kommt das Wunschauto zum Schnäppchenpreis direkt vor die Tür gefahren. Quelle, Deutschlands größtes Versandhaus, steigt massiv in den Autoverkauf ein, berichtet "Bild am Sonntag". Danach will das Unternehmen vorübergehend zehn unterschiedliche Modelle mehrerer Hersteller in sein Sortiment aufnehmen. Der Großteil davon stammt von Ford. Neben dem Familien-Van Ford Galaxy zählen auch Bestseller anderer Marken wie der VW Golf und der Smart dazu. Sogar ein Cabrio soll dabei sein. Der Verkauf wird in etwa zwei bis drei Wochen beginnen.

Quelle bietet dabei die Fahrzeuge weit unter dem normalen Verkaufspreis an. Die Rabatte sollen zwischen fünf Prozent beim Cabrio und 22 Prozent beim Ford Galaxy betragen. Einzelne Fahrzeuge sind damit mehr als 5000 Euro günstiger als beim Markenhändler. Bei den Autos handele es sich überwiegend um Fahrzeuge mit Tageszulassungen und EU-Importe, schreibt die Zeitung weiter. Quelle arbeite mit einem freien Autohändler zusammen, über den die Fahrzeuge gekauft werden. Neben Benzinern gibt es auch Diesel-Fahrzeuge.

Alle Modelle haben eine europaweit geltende zweijährige Herstellergarantie und können auf Wunsch auch finanziert werden. Dafür muss der Käufer auf Probefahrt und Beratung verzichten. Die Auslieferung erfolgt über Händler in Deutschland. Alternativ bietet Quelle für 170 Euro einen Lieferservice bis an die Haustür.

Autos vom Lebensmittelhändler

Bereits vor ein paar Wochen hatte Quelle 50 Smart Cabrios zum Stückpreis von lediglich 1990 Euro angeboten. Über vier Millionen Interessenten wollten den Kleinwagen haben. Die Glücklichen werden am kommenden Wochenende ausgelost.

Aber nicht nur Quelle ist am Automarkt aktiv. Seit einiger Zeit schon versuchen Einzelhandelsunternehmen, sich über den Pkw-Verkauf werbewirksam in Szene zu setzen. Der Discounter Plus beispielsweise hat erst vor knapp vier Wochen die "Kleinen Preise" auf zwei Automodelle losgelassen: den VW Golf mit 1,6 Liter und den Ford Focus mit 1,8 Liter Turbo Diesel, jeweils mit fünf Türen. Beide kosteten als "EU-Neuwagen" genau 17.999 Euro. Nach Angaben des Autohandels entspricht dies einem Preisnachlass von mehr als 15 Prozent. Wie viele Pkw bis zum Ende der Aktion am 13. April verkauft wurden, wollte Plus nicht mitteilen.

Auch die Drogeriekette Schlecker (Fiat Punto, Ford Ka und Smart Cabrio), die Lebensmittelhändler Edeka (Fiat Punto) und Marktkauf (Kia) sowie der Media-Markt (Handy plus Smart) hatten sich schon im Autoverkauf versucht. Der Handel trifft mit seinen Rabatten auf Widerstand vor allem bei den Herstellern. Das Kfz-Gewerbe kritisiert, es seien Marketing-Aktionen, die das Grundproblem der Überproduktion und der EU-Reimporte aufzeigen. Der Pkw-Verkauf ist im Herbst 2002 von der EU-Kommission deutlich gelockert worden.

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