Michael Schumacher, Mattias Ekström

Race of Champions 2007

— 17.12.2007

Schumi glänzte in Wembley

Rekordweltmeister Michael Schumacher gewann beim traditionellen Saisonabschluss am Sonntag (16. Dezember 2007) in Wembley zusammen mit Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel die Nationen-Wertung. Im Einzel verlor Schumi das Finale knapp gegen Mattias Ekström.

Ruheständler Michael Schumacher hat beim Race of Champions groß aufgetrumpft. Der Formel-1-Rekordweltmeister gewann am Sonntag (16. Dezember 2007) mit Toro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel den Nationen-Cup. Danach verpasste der 38 Jahre alte ehemalige Ferrari-Fahrer im Londoner Wembley-Stadion in der Einzelkonkurrenz gegen Titelverteidiger Mattias Ekström nur knapp den zweiten Tageserfolg. "Es hat Riesenspaß gemacht. Das war ein tolles Wochenende. Ich würde nächstes Jahr gerne wieder kommen", sagte Schumacher, der vor einem Jahr seine einmalige Karriere beendet hatte. Vor 35.000 Zuschauern in der zum Rennkurs umgebauten Fußballarena bewies Schumi, daß er von seinem Können nichts eingebüßt hat. Mal im Tourenwagen, mal im Rallye-Auto oder Buggy-Einsitzer bot der einstige Super-Star seinen aktiven Konkurrenten Paroli. In der Einzelkonkurrenz schaltete er auf der anspruchsvollen und kurvenreichen Strecke der Reihe nach den norwegischen Rallye-Spezialisten Hennig Solberg, Honda-Formel-1-Pilot Jenson Button (England) und im Halbfinale den vierfachen ChampCar-Gewinner Sebastien Bourdais (Frankreich) aus.

Im Einzel hat es nicht ganz geklappt. Mattias Ekström (rechts) stoppte Schumi im Finale.

Erst im Finale wurde Schumacher von Mattias Ekström gestoppt. Der Schwede, der in diesem Jahr beim Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in einem Audi A4 den Titel geholt hat, setzte sich allerdings erst im Tie-Break durch. Schumacher unterlag im ersten Duell dem Spezialisten deutlich in einem Tourenwagen (Solution F Touring), drehte aber danach im Spezial-Buggy den Spieß um. Den entscheidenden dritten Lauf, erneut im Tourenwagen, entschied Ekström zu seinen Gunsten. "Ich habe mich im Buggy wohler gefühlt. Ich muss die Räder sehen. In anderen Autos bin ich nicht so schnell",sagte Schumacher. Bereits in der ersten Runde der Einzelkonkurrenz war Sebastian Vettel am finnischen McLaren-Mercedes-Neuzugang Heikki Kovalainen gescheitert.

Schumi und Vettel siegen für Deutschland in Wembley

Zuvor hatte Deutschland mit Schumi und Vettel im Nationencup Finnland 2:1 bezwungen. "Es waren zwar kein Ball und keine Tore da, aber Wembley scheint für Deutschland ein guter Platz zu sein", sagte Schumacher in Anspielung auf die deutschen Erfolge in der weltberühmten Arena. Vettel jubelte: "Ich bin total glücklich, dass ich mit Michael diesen Erfolg feiern darf." Schumacher kassierte dabei über vier Runden in einem Fiat Grande Punto Super 2000 eine klare Niederlage gegen Kovalainen. Er hatte am Start den Motor abgewürgt. "So was kann passieren", entschuldigte sich Schumacher. Sebastian Vettel glückte überraschend ein knapper Sieg gegen den zweimaligen Rallye-Weltmeister Marcus Grönholm in dessen eigenem Auto, dem Ford Focus WRC. Im entscheidenden dritten Lauf behielt der 20-Jährige dann die Nerven und schlug auch Kovalainen, in einem Buggy. "Ich kenne Sebastian von klein auf und weiß, dass er ein Super-Talent ist", sagte Schumi über Vettel. Für Schumacher gab es indes ein großes Lob vom Präsidenten des Internationalen Automobil-Verbandes FIA. "Es ist besonders mutig, dass er sich als Ruheständler den aktiven Rennfahrern stellt", sagte Max Mosley.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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