Radartechnik

Radartechnik

— 20.11.2002

Blitz-Fahndung mit Radarlux

Test in Wiesbaden: Ein neues Computer-Radargerät hilft der Polizei bei der Verbrecherjagd.

Wenn es rot blitzt aus dem Gebüsch im Großraum Wiesbaden, müssen Autofahrer nicht unbedingt am Monatsende ein paar Scheine zurücklegen: Die Polizei erprobt eine völlig neue Radartechnik, die künftig auch bei der Ganovenjagd zum Einsatz kommen könnte.

Die Firma "Radarlux" (Leverkusen) hat ein Computer-Blitzgerät mit digitaler Fototechnik entwickelt, das nicht nur gestochen scharfe Fotos aller vorbeifahrenden Fahrzeuge – und dies gleich auf mehreren Spuren – ermöglicht. Das digital erfasste Kennzeichen lässt sich auch elektronisch scannen und kann blitzschnell mit dem Fahndungscomputer des Bundeskriminalamtes (BKA) abgeglichen werden. Der eigentliche Clou! "Kollege Big Brother" wird derzeit von der hessischen Polizeischule unter dem Projektnamen "LPR" (Licence Plate Recognition – Nummernschilderkennung) getestet.

Michael Bußer, Sprecher des hessischen Innenministeriums: "Theoretisch lässt sich das Gerät zum Beispiel bei einer Ringfahndung nach einem Bankraub einsetzen." Bedenken von Datenschützern kontert der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) mit einer "völlig neuen Dimension im Kampf gegen das Verbrechen": "Wir dürfen LPR nicht gleich mit der Datenschutz-Keule platt machen. Kennzeichen, die nicht in der Fahndungssoftware auftauchen, müssen natürlich umgehend wieder gelöscht werden."

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