Räikkönens siebter Saisonsieg

Räikkönen vor traurigem Rekord Räikkönen vor traurigem Rekord

Räikkönens siebter Saisonsieg

— 10.10.2005

Strahlemann vor traurigem Rekord

Kimi Räikkönen wird für sein Wahnsinnsrennen in Suzuka gefeiert. In Schanghai könnte er zum erfolgreichsten Nicht-Weltmeister werden.

"Wunder", "Phänomen", "Zauberei": Nicht nur die internationale Presse überschlug sich nach Kimi Räikkönens furioser Fahrt über den Suzuka International Racing Course mit Lobeshymnen. "Kimi ist mindestens ebenbürtig mit Alonso, und in Japan war er weltmeisterlich", lobte Mercedes-Sportchef Norbert Haug seinen Chefpiloten, der seinem Spitznamen "Fliegender Finne" beim GP von Japan wahrlich alle Ehre gemacht hatte.

Siebter Saisonsieg nach atemberaubender Aufholjagd von Startplatz 17. Und als Krönung das spektakuläre Überholmanöver vorbei an Rennleader Giancarlo Fisichella eingangs der letzten Runde. Eine Attacke, die 155.000 Zuschauer im ausverkauften Suzuka Circuit Park schier elektrisierte und die für Haug einen "Klassiker wie das Manöver von Mika Häkkinen gegen Michael Schumacher in Spa vor fünf Jahren" darstellte. Räikkönen hatte wirklich allen Anlaß stolz zu sein und reichlich Grund zur Freude.

Die aber dürfte nicht allzu lange anhalten – steuert der 25jährige doch einem eher traurigen Rekord entgegen. Sollte er auch am kommenden Sonntag den Grand Prix von China gewinnen, wäre der "Iceman" der Nicht-Weltmeister mit den meisten Saisonsiegen (acht). Er würde dadurch "Professor" Alain Prost überflügeln, der sich vor 21 Jahren mit sieben Siegen dem fünfmaligen Renn-Gewinner Niki Lauda geschlagen geben mußte. Die Ursache ist klar und oft zitiert: "Ohne unsere Probleme am Auto wäre jetzt wohl ich und nicht Alonso Weltmeister", resümierte Räikkönen, der mit erbitterten Duellen mit dem Neu-Champion und dem entthronten Michael Schumacher einen Vorgeschmack auf die kommende Saison bot.

Zuvor aber wartet noch die Operation "Gold für die Silberpfeile". "Nach diesem Jahrhundertrennen von Kimi wollen wir den Weltmeistertitel für unser Team mit aller Macht. Das wäre kein Trostpreis, sondern die Belohnung für eine starke Saison", sagte Haug. Der Schwabe ist optimistisch, zwei Punkte Rückstand auf Renault (174:176) in der Konstrukteurs-WM beim Saison-Finale in Schanghai "mit unserem besseren Auto" aufzuholen. Auch hier führt übrigens McLaren-Mercedes nach Siegen mit 10:7. Was Renault-Teamchef Flavio Briatore wenig schert: "Wir bringen eine neue Motorenausbaustufe mit nach China und werden das Ding gewinnen", so der Italiener lapidar.

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