Ralf Schumacher im Interview

Ralf Schumacher im Interview

— 08.08.2003

"Ich fahre für Montoya"

Entscheidet sich die WM zwischen Bruder Michael und Montoya, fährt Ralf für seinen Team-Kollegen. Noch träumt er aber selbst vom Titel.

Kann er seine Gefühle ausschalten? BMW-Williams-Star Ralf Schumacher (28). Vor dem dramatischen Finale in der Formel 1 (noch vier Rennen) steckt er in der Zwickmühle. Hilft er seinem Bruder Michael (71 Punkte) oder seinem Kollegen Montoya (65 Punkte) im WM-Kampf? Das BILD-Interview.

BILD: Michael oder Montoya – das ist hier die Frage ... Ralf: Ganz ehrlich: Ich denke erst mal nur an mich! So lange ich theoretisch selbst noch Titelchancen habe, werde ich weder auf meinen Bruder noch auf Montoya Rücksicht nehmen. Das wäre ja noch schöner.

Sie glauben also ernsthaft, dass Ihre 18 Punkte Rückstand noch aufzuholen sind? Davon gehe ich aus. Ich habe die WM sicher noch nicht aufgegeben. Nach dem ganzen Pech, das ich zuletzt hatte, müsste ich jetzt mal wieder auf der Sonnenseite stehen. Ich hoffe noch, ganz klar.

Trotzdem sind Ihre Chancen eher gering. Was wäre, wenn nur noch Michael oder Montoya Weltmeister werden können? Dann bin ich Angesteller von BMW-Williams. Dann würde ich, wenn es zu so einer Situation kommt, meinem Teamkollegen helfen. Auch wenn mein Herz vielleicht eher der Meinung wäre, dass ein Schumacher den Titel holen soll.

Wäre Michael dann nicht böse? (Ralf grinsend) Die Schlägerei müsste ich wohl in Kauf nehmen. Nein, im Ernst: Die Formel 1 ist kein Wunschkonzert, das weiß Michael auch. Es geht um sehr viel Geld – und wenn ich die Chance habe, mein Team zum Weltmeister zu machen, dann gebe ich alles dafür.

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