Jari-Matti Latvala hat beim Test auf Sardinien sehr viel dazugelernt

Rallye 2009

— 26.02.2009

Ford-Duo absolviert Testmarathon auf Sardinien

Um sich auf die Asphalt-Schotterrallye auf Zypern vorzubereiten, hat Ford die längste Testsession seit Jahren absolviert: Sechs Tage auf Sardinien

Um das richtige Setup zu finden, bekam der Focus eine Schotter-Spezifikation mit einer geringeren Bodenfreiheit - ähnlich wie bei einem Asphaltauto - verpasst. Dazu wurden straffere Federn eingebaut. Latvala bestritt die ersten drei Testtage. "Es war ein sehr guter Test und ich bin zufrieden mit dem, was wir erreicht haben", bilanzierte der junge Finne.

Da es an einem Nachmittag geregnet hat, konnte Latvala das Schotterauto nicht nur auf trockenem, sondern auch auf nassem Asphalt testen. "Der Regen hat die Straße dort, wo ich Kurven geschnitten habe, sehr rutschig gemacht, aber es könnte auch auf Zypern regnen, deshalb könnte es ein Vorteil für mich sein", erklärte er.

Latvalas Erkenntnisse: "Ich habe gelernt, dass ich viel früher bremsen muss, weil man mit Schotterreifen auf Asphalt nicht so viel Grip hat und weil die Bremsen kleiner sind. Man muss auch eine sehr direkte Linie fahren und präzise sein. Die Bremsen wurden ziemlich belastet, aber die Reifen haben gut durchgehalten. Überraschenderweise konnten wir 240 Kilometer auf Asphalt fahren." Citroën-Pilot Daniel Sordo hatte die Befürchtung geäußert, dass die Schotterreifen schon nach 30 Kilometern Asphaltstraße hinüber sein könnten.

Das Setup scheint gefunden

Doch natürlich wurde nicht nur auf Asphalt getestet, denn schließlich wird auf Zypern der Großteil der Rallye auf Schotter gefahren. "Wir sind auf zwei verschiedenen Pisten insgesamt 370 Kilometer auf Schotter gefahren", berichtete Latvala. "Die eine war sehr rau und von den Bedingungen her ähnlich wie in Griechenland, die andere war sehr langsam und technisch anspruchsvoll, so wie auf Zypern. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Setup gefunden haben."

Auch Teamkollege Hirvonen bezeichnete den Test als "positiv": "Die Temperaturen auf Sardinien waren vielleicht nicht so hoch wie die, die wir auf Zypern erwarten, aber alles hat sich sehr gut angefühlt. Die Pirelli-Reifen haben auf Asphalt gut funktioniert und das ist ermutigend. Es ist zwar nicht besonders toll, so zu fahren, aber es wird für alle eine neue Herausforderung. Ich bin gespannt, wie schnell wir alle am ersten Tag sein werden. Die Bremsen werden ziemlich belastet, ich ich denke, dass wir uns bestmöglich vorbereitet haben."

Hirvonen ist an seinen drei Tagen insgesamt 650 Kilometer gefahren, davon 430 Kilometer auf rauen und kurvigen Schotterpisten. "Auf der zweiten Piste sind wir schon vor zwei Jahren gefahren und wir waren jetzt viel schneller. Es ist toll zu sehen, wie sehr wir uns verbessert haben. Ich freue mich wirklich schon auf die Herausforderung, die uns in zwei Wochen erwartet", so Hirvonen.

Fotoquelle: FORD

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