Wieder deutlicher Spitzenreiter: Sébastien Loeb hat gut lachen

Rallye 2009

— 04.04.2009

SS13: Loeb der Mann des zweiten Tages

Sechs Prüfungen, sechs Bestzeiten: Sébastien Loeb führt nach dem zweiten Tag der Rallye Portugal mit einem Vorsprung von 26,8 Sekunden auf Mikko Hirvonen

Am gestrigen Freitag leistete sich Sébastien Loeb in Portugal noch einen seiner seltenen Fehler, am heutigen Samstag degradierte er die Konkurrenten wieder zu Nebendarstellern. Der Citroën-Pilot, der als Gesamtdritter in den zweiten Tag der Rallye Portugal gestartet war, holte in allen sechs Wertungsprüfungen die Bestzeit. In der zweiten Prüfung am Vormittag verdrängte er Ford-Pilot Mikko Hirvonen von der Spitze. Bis zum Abend konnte er seinen Vorsprung auf den Finnen auf 26,8 Sekunden ausbauen. Auf Platz drei folgt Daniel Sordo im zweiten Werks-Citroën, er hat jedoch schon fast eine halbe Minute Rückstand auf Hirvonen. Auf Loeb fehlen im 56,4 Sekunden.

"Es war ein sehr guter Tag für mich. Ich habe den ganzen Tag Vollgas gegeben", sagte Loeb im Ziel. "Problematisch war nur, dass die Straßen mal mehr und mal weniger sauber waren." Morgen wird auf ihn die ungeliebte Rolle des Straßenkehrers zukommen: "Deshalb war es wichtig, einen großen Vorsprung herauszufahren. Vielleicht ist er nicht groß genug, denn die Startposition wird morgen entscheidend sein. Aber ich bin zufrieden mit dem Tag.

Hirvonen hatte nach dem gestrigen Tag geführt und musste heute als Straßenkehrer auf die Piste. Vor allem bei den beiden Durchfahrten der "Almodovar"-Prüfungen verlor der Finne viel Zeit. Am Nachmittag musste er zudem vom Gas, um seine angegriffenen Reifen zu schonen. "Sie sind ziemlich hinüber", berichtete der Ford-Pilot. "Ich habe alles gegeben, wenn Seb schneller ist, ist er schneller."

Jetzt hofft Hirvonen, dass er morgen als Zweiter auf der Straße keine Probleme mit dem Staub bekommt, den Loeb vor ihm aufwirbeln wird. Aber er gibt sich noch nicht geschlagen - er will seine Startposition nutzen und den Franzosen noch einmal angreifen: "Morgen ist noch ein langer Tag, ich werde es zumindest versuchen." Gelingt es ihm, dürfen sich die portugiesischen Fans über ein Sekundenduell um den Sieg freuen.

Auf Platz vier beendete Petter Solberg den zweiten Tag. Sein Ziel, noch aufs Podium zu fahren, kann er aus eigener Kraft aber fast nicht mehr erreichen. Sein Rückstand auf die Top 3 beträgt schon 1:03.2 Minuten. "Ich hatte am Ende nicht mehr so viel Grip und bin vorsichtig gefahren", erklärte Solberg. "Aber es ist nicht allzu schlecht, ich habe eine gute Position. Außer, dass ich heute Morgen in Marcus Grönholms Staub viel Zeit verloren habe, lief es gut."

Dahinter hat ein Stobart-internes Duell um Platz fünf begonnen. Noch hält Youngster Matthew Wilson diesen fünften Platz, doch sein Teamkollege Henning Solberg ist bis auf 0,9 Sekunden herangerückt. Solberg war gestern wegen Bremsproblemen auf den zehnten Platz zurückgefallen und konnte sich heut wieder bis auf Platz sechs nach vorn arbeiten. Eineinhalb Minuten hinter dem Norweger ist Citroën-Junior Evgeny Novikov Siebter, ihm hängt Mads Östberg (Adapta-Subaru) mit 0,8 Sekunden Rückstand im Nacken. Conrad Rautenbach (Citroën JT) und Federico Villagra (Munchi's) komplettieren die Top 10.

Marcus Grönholms Sensations-Comeback hat heute schon früh ein Ende gefunden. Der Finne hatte gestern lange auf Rang zwei gelegen und beendete den ersten Tag als Vierter - obwohl er die ersten Prüfungen eigentlich nur zu einer Standortbestimmung mit dem Subaru Impreza von Prodrive genutzt hatte. Heute wollte "Bosse" dann richtig angreifen. Doch er kam nicht weit. Gleich in der ersten Prüfung des Tages flog er ab und musste mit heißem Motor und niedrigem Öldruck aufgeben. "Ich war vielleicht zu Beginn übermotiviert, um schnell eine gute Zeit hinzulegen", sagte Grönhölm nach seinem Aus. Ob er morgen wieder starten kann, ist noch unklar. Citroën-Junior Sébastien Ogier schied in der ersten Prüfung auf Rang sechs liegend mit gebrochener Spurstange aus.

Morgen stehen zum Abschluss der Rallye Portugal noch fünf Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 79,97 Kilometern an. Beendet wird der Lauf mit einer weiteren Zuschauerprüfung im Algarve-Stadion.

Fotoquelle: Citroen/Red Bull/McKlein

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