Comeback vorzeitig beendet: Marcus Grönholm kann morgen nicht mehr starten

Rallye 2009

— 04.04.2009

Grönholm: Kein Re-Start am Sonntag

Für Marcus Grönholm ist das Comeback endgültig beendet: Nach seinem Ablug kann er morgen nicht mehr fahren - Prodrive will ihn für weitere Einsätze

Das Comeback von "WRC-Rentner" Marcus Grönholm ist endgültig beendet. Am gestrigen Freitag lag er sensationell für lange Zeit auf dem zweiten Platz, dann fiel er zurück auf den vierten Rang, weil er in der letzten Prüfung des Auftakttages aufgehalten wurde. Danach hatte er sich vorgenommen, am heutigen Samstag richtig zu attackieren - ein Podiumsplatz war in greifbarer Nähe.

Doch heute kam "Bosse" gerade noch vier Kilometer weit. In der ersten Prüfung des Morgens kam er in einer Linkskurve zu weit nach außen. Das Heck seines Subaru Impreza rammte einen Baum und das Auto überschlug sich. Das Auto landete neben der Straße, aber "auf allen Vieren". Grönholm konnte den Prodrive-Subaru wieder starten und zunächst weiterfahren. Als er jedoch zur Seite fuhr, um Petter Solberg passieren zu lassen, ging ein Motor-Warnlicht an. Grönholm hielt an und das Team riet ihm, nicht weiterzufahren.

Im Servicepark wurde dann festgestellt, dass bei dem Unfall viel Kühlflüssigkeit ausgelaufen ist, die den Motor beschädigt hat. Damit kann das Auto für einen Re-Start morgen nicht mehr hergerichtet werden.

"Es ist für mich und das Team sehr enttäuschend, denn wir wollten hier ein schönes Ergebnis holen", sagte Grönholm. "Ich bin lange Zeit keine Rallyes mehr gefahren. Zurückzukommen, hinter Sébastien Loeb zu starten und zu versuchen, genauso zu fahren wie er, ist nicht so einfach. Gestern hatten wir eine gute Pace, heute habe ich gepusht und einen kleinen Fehler gemacht."

Der Start bei der Rallye Portugal war für Prodrive und Grönholm eigentlich ein einmaliger Gastauftritt. Doch Teamchef David Lapworth hofft, dass Grönholms Leistung vom ersten Tag hilft, Sponsoren zu finden. Denn das Team würde gern in dieser Saison noch bei weiteren Rallyes an den Start gehen - und zwar auch gern mit Grönholm als Pilot.

"Unfälle passieren im Rallyesport, aber das macht es nicht leichter, sie wegzustecken", erklärte Lapworth. "Marcus hat gestern gezeigt, dass wir von der Pace her mit den führenden Piloten mithalten können. Und mit unserer heutigen Startposition hatten wir gehofft, dass wir die Autos vor uns angreifen können. Ich betrachte Portugal als offene Rechnung für Prodrive. Und ich hoffe, dass wir Marcus in nicht allzu ferner Zukunft wieder am Steuer unseres Impreza sehen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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