Mikko Hirvonen konnte am Sonntag wegen schlechter Sicht nicht mehr aufholen

Rallye 2009

— 06.04.2009

Hirvonen: "Ich wollte nicht taktieren"

Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen in der Pressekonferenz: Unerklärbarer Zeitverlust am Samstag, zu schlechte Sicht am Sonntag

Frage: "Mikko, du hast dich am Sonntag früh mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben. Wie groß war das Problem mit dem Staub in der Luft?"
Mikko Hirvonen: "Das war ganz sicher ein Problem. Für die hinteren Fahrer wurde es immer noch schlimmer. Bei den beiden Vormittagsprüfungen konnte man auf den letzten vier Kilometern gar nichts mehr sehen. An manchen Stellen musste ich sogar zur Sicherheit langsam fahren. Das hat uns ausgebremst."

Frage: "Am Samstag warst du als Erster auf der Piste. Die meiste Zeit hast du jeweils in der mittleren Prüfung verloren - weißt du, warum?"
Hirvonen: "Ich weiß es nicht. Es ist unmöglich zu sagen, warum man im Schotter so viel Zeit verliert. Die Prüfung lief eigentlich gut für mich. Ich hatte keine Probleme und bin eine gute Linie gefahren, aber die Zeit hat einfach nicht gepasst. Bei Sébastien hat es dagegen perfekt gepasst. Vielleicht hat er noch etwas gefunden."

Frage: "War die Verwirrung um die Splitzeiten in WP 17 ein Problem für dich?"
Hirvonen: "Ja. Erst hatten wir gar keine Splits und dann waren wir 17 Sekunden vorn. Ich dachte, dass Loeb einen Reifenschaden oder so etwas hat und habe Vollgas gegeben. Zum Glück haben wir keinen Fehler gemacht. Beim nächsten Split waren wir immer noch 17 Sekunden vorn und da wusste ich, dass da etwas nicht stimmen konnte. Deshalb bin ich nicht mehr Vollgas gefahren. Ich hatte jedoch gehofft, dass er Probleme hat."

Frage: "Du hast einmal gesagt, wenn Sébastien weitere 50 Siege holt, könnte das bedeuten, dass du noch 50 Mal Zweiter wirst..."
Hirvonen: "Es sieht danach aus, oder?"

Frage: "Wie kannst du ihn schlagen?"
Hirvonen: "Indem wir bei der nächsten Rallye an den Start gehen."

Frage: "Welchen Unterschied hätte es ausgemacht, wenn das Team am Freitagabend taktiert hätte und du am Samstag nicht als Erster auf die Strecke gemusst hättest?"
Hirvonen: "Wer weiß? Vielleicht hätte es einen Unterschied ausgemacht, ich weiß es nicht. Aber wir waren 18 Sekunden vor Sébastien und das ist ein recht großer Vorsprung. Ich wollte nicht taktieren. Ich hatte nicht gedacht, dass wir so viel Zeit verlieren. Ich dachte, dass wir ihn hinter uns halten können, aber das war nicht der Fall. Schauen wir, wie es in Argentinien läuft."

Frage: "Welchen Einfluss hatte Jari-Matti Latvalas Unfall auf eure Strategie?"
Jarmo Lehtinen: "Man muss sich auf sich selbst konzentrieren, deshalb hat er an unserem Fahrstil nichts geändert. An unserer Strategie aber schon. Er hatte eine fantastische Startposition und wir hätten zusammen führen können - das war der Nachteil. Aber das Wichtigste ist, dass den Jungs nichts passiert ist. Das war ein Horror-Unfall. So etwas habe ich noch nie gesehen."

Frage: "In zwei Wochen reist ihr nach Argentinien. Dort habt ihr die nächste Chance zu versuchen, Seb und Daniel zu schlagen. Wie intensiv werden Mikko und du analysieren, was an diesem Wochenende passiert ist?"
Lehtinen: "Wir werden alles in einer langen Teamsitzung noch einmal durchgehen. Wir gehen Prüfung für Prüfung durch, schauen uns die Strategie an und analysieren, was gut lief und was nicht. Wir freuen uns auf Argentinien und wir sehen, was wir dort im vergangenen Jahr geschafft haben und was wir in diesem Jahr schaffen können."

Fotoquelle: Ford

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