"Coyote" Federico Villagra hofft auf den Heimvorteil bei der Rallye Argentinien

Rallye 2009

— 21.04.2009

Die B-Teams: Heimvorteil für Villagra?

Munchi's hat bei der Rallye Argentinien jede Menge Fans im Rücken - Auch bei Stobart und den Citroën-Junioren hat man sich viel vorgenommen

Für die meisten WRC-Piloten geht es am kommenden Wochenende nach Übersee - für Federico Villagra jedoch geht es nach Hause. Der Lokalmatador zählt bei der Rallye Argentinien auf die Unterstützung tausender Fans und erhofft sich einen Heimvorteil. Villagra, dessen Munchi's-Team ebenfalls aus Argentinien kommt, liegt derzeit auf Rang acht der Meisterschaft. Bei seinem Heimspiel möchte er wieder reiche Beute machen.

Im vergangenen Jahr holte Villagra bei seiner Heimrallye mit Platz sechs sein bisher bestes WRC-Ergebnis - und das, obwohl er am letzten Tag wegen eines Auspuffdefekts viel Zeit verlor. In dieser Saison konnte er sowohl auf Zypern als auch in Portugal als Siebter Punkte holen. Villagra, dessen vielsagender Spitzname "Koyote" lautet, kennt die argentinischen Rallyepisten wie seine Westentasche. Sein Beifahrer wird wieder Teambesitzer Jorge Perez Companc sein, der bei der letzten Rallye in Portugal gefehlt hatte.

"Das ist der Lauf im Kalender, auf den ich mich immer besonders freue", sagte Villagra vor seiner Heimrallye. "Es ist fantastisch, wenn man überall auf der Welt zu Rallyes antritt, aber es ist immer ein ganz besonderes Gefühl, wenn ich zu meinem Heimlauf nach Argentinien zurückkomme. Die Fans hier sind unglaublich und ich hoffe, dass ich ihre Energie nutzen kann, um vor ihren Augen mein bestes Saisonergebnis holen zu können."

"Die Prüfungen sind recht ähnlich wie in den vergangenen Jahren und ich kenne die Pisten und die Bedingungen, die uns erwarten sehr gut", fuhr der Argentinier fort. "Am ersten Tag möchte ich so gut wie möglich angreifen und dann werden wir sehen, wo wir stehen. Ich werde auf alle Fälle mein Bestes geben. Ich möchte wirklich eine gute Rallye fahren, weitere Punkte holen und für die argentinischen Fans, die mich anfeuern, ein fantastisches Ergebnis einfahren."

Stobart-Piloten: Für die Höhe fit gemacht

Einiges vorgenommen hat man sich auch beim Stobart-Team. Matthew Wilson und sein Co-Pilot Scott Martin haben sich mit speziellem Fitnesstraining auf die besonderen körperlichen Anforderungen in der Höhe der argentinischen Berge vorbereitet. Teamkollege Henning Solberg verbrachten Ostern bei seiner Familie in Norwegen und hat sein Fitnesstraining ebenfalls intensiviert. Außerdem hat er mit seinem Ingenieur an einem neuen Setup für die Rallye Argentinien gearbeitet. So hat er die Abstimmung der vorderen Aufhängung seines Ford Focus verändert - die Konfiguration ähnelt nun der, die Solberg im vergangenen Jahr gefahren ist.

"Ich habe an dieser Rallye viermal teilgenommen und ein Großteil der Prüfungen wurde schon in der Vergangenheit gefahren. Deshalb bringe ich eine gewisse Erfahrung mit", sagte Youngster Wilson. "Der entscheidende Tag wird der Samstag sein, da er sehr lang ist und einige schwierige Prüfungen hat. Die große Höhe wird außerdem eine Rolle spielen. 'El Condor', die am höchsten gelegene Prüfung, wird ebenfalls am Samstag gefahren und ist eine große Herausforderung."

Teamkollege Solberg ergänzte: "In der Vergangenheit konnten wir hier immer gute Zeiten fahren und ich finde es hier einfacher, ein gutes Feeling für das Auto zu entwickeln. Damit mir das gleich vom Start weg gelingt und ich ab der ersten Prüfung angreifen kann, haben wir an der Abstimmung gearbeitet. Es wird eine wichtige Rallye und ich brauche ein Top-5-Ergebnis, damit ich meine Position in der Fahrermeisterschaft halten kann."

Rautenbachs schöne Erinnerungen

Die Citroën-Junioren sind in Argentinien nur zu zweit am Start. Evgeny Novikov fehlt, für Punkte sorgen sollen Conrad Rautenbach und Sébastien Ogier. Für Rautenbach bedeutet die Reise nach Argentinien die Rückkehr an den Ort des seines bisher größten Triumphs. Der Pilot aus Zimbabwe wurde im vergangenen Jahr trotz niedrigster Bedingungen Vierter.

"Dafür, dass es erst meine zweite Rallye mit dem Citroën C4 WRC war war das ein unglaubliches Ergebnis", blickte Rautenbach zurück. "Wegen des heftigen Regens waren die Bedingungen wirklich schrecklich. Doch wir konnten alle Fallen umgehen und sind Vierte geworden, mein bestes Ergebnis in der WRC. Die Stimmung bei der Rallye Argentinien ist einfach einmalig: selbst im Regen waren so viele Zuschauer da. Die Fans bauen ihre Grills auf und haben den ganzen Tag Spaß. Es ist eine großartige Veranstaltung, aber ich hoffe nur, dass es in diesem Jahr nicht wieder regnet!"

Teamkollege Ogier ist zum ersten Mal dafür nominiert, Punkte für das Team zu holen. "Ich habe Argentinien im vergangenen Jahr kennen gelernt, als ich hier war, um die Recce zu fahren", sagte der Franzose. "Die Prüfungen sind wirklich gut und sehr abwechslungsreich. Das ist eine der Rallyes, bei der ein akkurater Aufschrieb absolut wichtig ist. Die Tatsache, dass ich für Punkte nominiert bin, wird an meiner Herangehensweise nichts ändern. Mein Ziel ist, die Rallye zu beenden ohne irgendwelche Fehler zu machen und damit zu zeigen, dass ich konstant sein kann." Auch für Citroën-Sportchef Olivier Quesnel hat oberste Priorität, dass seine Piloten ins Ziel kommen.

Fotoquelle: Munchis

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