Pisten-Tango vor begeisterten Fans: Das ist typisch für die Rallye Argentinien

Rallye 2009

— 23.04.2009

Pisten-Tango und Steaks: Der Klassiker Argentinien

Vorschau auf die Rallye Argentinien: Die Prüfungen sind einzigartig und die unzähligen Fans sorgen für Volksfeststimmung

Auf zum Pisten-Tango in Südamerika: Die Rallye Argentinien gehört zu den Klassikern im WM-Kalender und lockt jedes Jahr gut 140.000 Besucher an die Strecke. Sie schlagen ihre Zelte an den klassischen Prüfungen rund um das Rallyezentrum Villa Carlos Paz auf. Dabei lassen sie sich auch von den mitunter sehr kühlen Temperaturen des argentinischen Herbstes nicht aufhalten. Von Freitagmorgen bis Sonntagmittag werden sie entlang der Strecken mit so klangvollen Namen wie "Ascochinga", "Mina Clavero" oder "El Condor" für Volksfeststimmung sorgen. Dazu gehört, dass entlang der Rallyepisten gegrillt wird - die Piloten schwärmen immer vom Duft krosser Steaks, der sie begleitet.

Die Prüfungen in den "Sierras de Cordoba" zählen zu den facettenreichsten im gesamten WM-Kalender: Manche Abschnitte sind sehr schnell, andere eher eng, kurvenreich oder sogar rau. Als typisch für Argentinien gelten neben beeindruckenden Sprüngen vor allem die zahlreichen Wasserdurchfahrten, die das Material auf eine harte Probe stellen.

Dazu kommt, dass die Prüfungen teilweise in großer Höhe und damit in "dünner Luft" gefahren werden - die Motoren und die Piloten gehen an ihre Leistungsgrenzen. Die berühmteste Bergprüfung "El Condor" führt die Piloten am Samstag auf 2.195 Meter über dem Meer. Selbst die Straßenoberflächen unterscheiden sich beim südamerikanischen WM-Lauf sehr stark voneinander. In der Region von "La Cumbre" müssen die Piloten mit Regen sowie sehr matschigen und rutschigen Strecken, aber auch sandigen und felsigen Pisten rechnen. Die steinigen Prüfungen in den Bergen von "Mina Clavero" strapazieren die Reifen ausgesprochen stark.

Der Servicepark ist im Ferienort Villa Carlos Paz, nicht weit von Cordoba entfernt, untergebracht. Insgesamt warten 23 Prüfungen mit einer Länge von 332 gezeiteten Kilometern auf die Piloten. In diesem Jahr gab es aber im Vergleich zu 2008 einige Veränderungen. Die Rallye findet einen Monat später statt als im Vorjahr. Damals sorgte strömender Regen für besonders tückische Pistenverhältnisse - in diesem Jahr beginnt jedoch schon allmählich der argentinische Winter. Zudem wurde die Route kompakter gestaltet. Alle Prüfungen finden nun nördlich und westlich von Villa Carlos Paz statt. Die Südschleife, deren Highlight die berühmte Wasserdurchfahrt "Santa Rosa de Calamuchita", war, wird in diesem Jahr nicht befahren.

Die Rallye beginnt mit einer Super Special Stage heute Abend im Stadion von Cordoba. Dort stehen auch am Samstagabend sowie zum Abschluss am Sonntagmittag Zuschauerprüfungen an. Morgen früh geht es dann nach Norden in die Berge, wo unter anderem die mit 22,95 Kilometern längste Prüfung der Rallye "Capilla del Monte" auf dem Programm steht.

Am Samstag müssen die Piloten dann einige der charakteristischten Prüfungen der Rallye Argentinien bestreiten, darunter die berühmten "Mina Clavero" und "El Condor". Wegen der großen Höhe könnte es dort auch zu Sichtproblemen kommen - denn teilweise wird durch Nebel und Wolken gefahren. Am Sonntag gibt es zum Abschluss noch vier kurze "richtige" Wertungsprüfungen in der Nähe von Villa Carlos Paz und die Zuschauerprüfung in Cordoba. Haushoher Favorit ist übrigens Sébastien Loeb: Der Franzose ist seit 2005 in Argentinien ungeschlagen.

Fotoquelle: xpb.cc

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