Mikko Hirvonen und Malcolm Wilson mussten herbe Rückschläge hinnehmen

Rallye 2009

— 26.04.2009

Ford: Das Desaster-Wochenende von Argentinien

Jari-Matti Latvala gelang mit Platz sechs Schadensbegrenzung - Mikko Hirvonen nach seinem Ausfall bitter enttäuscht, Titelkampf weitgehend abgehakt

Für das Ford-Werksteam verlief die Rallye Argentinien äußerst enttäuschend. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen mussten die anspruchsvolle Schotter-Veranstaltung bereits am Samstag wegen eines Problems mit der Motorkühlung ihres Ford Focus vorzeitig beenden. Ihre Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miika Anttila fuhren bis zum Sonntagmorgen auf Podiumskurs, mussten sich nach einer Kollision und daraus resultierenden technischen Problemen schließlich mit dem sechsten Rang zufrieden geben.

Nach seinem heftigen Abflug bei der Rallye Portugal vor drei Wochen wollte sich Latvala im Vorfeld der Rallye Argentinien nicht auf eine konkrete Zielsetzung einlassen, sondern bei der südamerikanischen Veranstaltung vor allem neues Selbstverstrauen tanken. Dies gelang dem jungen Finnen. Nach dem sechsten Rang am Freitagabend verbesserte er sich im Verlauf des Samstags bis auf den dritten Platz. Auf der ersten Wertungsprüfung (WP) des finalen Tages endeten dann seine Podestträume allerdings abrupt.

"Etwa sechs Kilometer nach dem Start touchierte ich nach einer Wasserdurchfahrt mit dem Heck meines Wagens die Streckenbegrenzung", erklärte Latvala. "Ein Warnlicht leuchtete auf und der Motor ging aus. Ich versuchte ihn wieder anzulassen, aber es klappte nicht. Erst als ich das ganze System neu gestartet hatte, erwachte der Motor wieder zum Leben. Das war einfach Pech."

Insgesamt büßte Latvala durch diesen Zwischenfall acht Minuten ein und fiel auf den siebten Rang zurück. Mit einer aggressiven und fehlerlosen Fahrt verbesserte er sich bis zum Ziel noch auf den sechsten Platz. "Ich bin enttäuscht, das Podium verloren zu haben, aber glücklich, ins Ziel gekommen zu sein."

Bitteres Aus von Hirvonen

Noch ärger traf es Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford. Er und sein Beifahrer Jarmo Lehtinen lagen am Samstag nur 6,1 Sekunden hinter dem Spitzenreiter und späteren Sieger Sébastien Loeb aussichtsreich auf dem zweiten Rang. Auf der vorletzten Prüfung des Tages stieg dann die Kühlwasser-Temperatur auf 140 Grad Celsius. Hirvonen musste seinen rund 300 PS starken Turbo-Allradler abstellen. Wegen der enormen Hitzeentwicklung wollte das Team Folgeschäden am Triebwerk vermeiden und entschied sich gegen eine Weiterfahrt gemäß dem SupeRally-Reglement. Stattdessen wird das Triebwerk nun im Team-Hauptquartier in England einer detaillierten Schadensanalyse unterzogen. Hirvonen gab nach dem Aus zu Protokoll, dass er den Titelkampf gegen Loeb damit eigentlich abhaken kann.

"Das war ein enttäuschendes Wochenende für uns hier in Argentinien", fasste Teamchef Malcolm Wilson zusammen. "Das Ergebnis ist besonders bitter, da wir am Samstag noch um den Sieg kämpften. Es war Mikkos erster Ausfall seit der Saison 2006. Damit endete für ihn eine Serie von 22 Rallyes hintereinander in den Punkterängen. Mit Jari-Mattis Entwicklung bin ich zufrieden. Er fuhr auf Podestkurs, und es ist schade, dass er dieses Ziel nicht erreichen konnte. Aber insgesamt war diese Veranstaltung gut für sein Selbstvertrauen."

Mark Deans, Motorsport-Direktor Ford Europa, sagte: "In puncto Meisterschafts- Ambitionen war das kein sehr gutes Wochenende für uns. Aber wir befinden uns immer noch in der ersten Saisonhälfte. Wir werden uns neu sammeln, weiter kämpfen und die Rolle des Herausforderers annehmen."

Fotoquelle: Ford

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